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17.02.2016

Biologische vs. konventionelle Produktion

Ein von der Newcastle University geführtes Expertenteam hat aufgezeigt, dass sowohl Bio-Milch als auch Bio-Fleisch um 50 Prozent mehr gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren enthalten als konventionelle Produkte. Unser Partner, das FiBL, war an der Studie beteiligt.

Bio-Fleisch und Bio-Milch haben mehr wichtige Fettsäuren

Das Forschungsteam der Newcastle University analysierte Daten aus der ganzen Welt und überprüfte 196 wissenschaftliche Publikationen zu Milch und 67 zu Fleisch. Dabei fand es deutliche Unterschiede sowohl zwischen biologischer und konventioneller Milch als auch zwischen biologischem und konventionellem Fleisch.

Die Studie zeigte unter anderem:

    • Sowohl Bio-Milch als auch Bio-Fleisch enthalten rund 50 Prozent mehr gesundheitsfördernde Omega-3-Fettsäuren als konventionelle Produkte.
    • Bio-Milch enthält 40 Prozent mehr konjugierte Linolsäure (CLA) mit gesundheitsfördernden Eigenschaften.
    • Bio-Milch enthält leicht höhere Anteile an Eisen, Vitamin E und einigen Carotinoiden.
    • In der konventionellen Milch ist der Gehalt an Jod, einem essentiellen Spurenelement, im Durchschnitt um 74 Prozent erhöht.

Die Erkenntnisse wurden am 16. Februar 2016 im British Journal of Nutrition veröffentlicht. Die Daten belegen, dass Menschen durch einen Wechsel zu Bio-Milch und Bio-Fleisch mehr Fettsäuren zu sich nehmen, die in der Ernährung wichtig sind.

Biologisches Futter entscheidend

Die Unterschiede sind hauptsächlich auf die unterschiedliche Fütterung von biologisch und konventionell gehaltenen Tieren zurückzuführen. Bei Wiederkäuern (Rind, Schaf, Ziegen) beschränken die Bio-Richtlinien den Anteil von Kraftfutter (Körnermais, Getreide, Soja) stark. Für Geflügel und Schweinen fordern die Bio-Richtlinien Auslauf im Freien, so dass auch diese Tiere in der Regel mehr Gras und Kräuter fressen.

Auch mehr Antioxidantien

Die Arbeit ergänzt eine Studie von 2014, in welcher ein internationales Team die Zusammensetzung biologisch und konventionell angebauter Nutzpflanzen untersucht hatte. Diese ebenfalls im British Journal of Nutrition veröffentlichte Studie zeigte, dass in biologisch angebauten Nutzpflanzen 60 Prozent mehr wichtige Antioxidantien vorhanden sind als in konventionellen.

Klare Vorteile belegt

Der Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) Urs Niggli zieht diese Schlüsse: «Wir haben ohne Zweifel belegt, dass es Unterschiede in der Zusammensetzung zwischen Bio- und konventionellen Lebensmitteln gibt. Zusammengefasst zeigen diese drei Studien, dass man bei einem Wechsel auf Bio-Früchte, -gemüse, -fleisch, und -milchprodukte erheblich mehr Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt.»

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