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03.12.2015

Wir werden CO2-neutral

An der Weltklimakonferenz in Paris vom 30. November bis 11. Dezember ringen die teilnehmenden Staaten um wirkungsvolle Ziele und Massnahmen für den Klimaschutz. Wir haben uns bereits 2008 entschieden, unseren Beitrag zu leisten und bis 2023 im betrieblichen Bereich CO2-neutral zu werden.

Vision CO2-neutral bis 2023

Reduktion des absoluten Energieverbrauchs und Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger – dies sind unsere Ansatzpunkte für den Klimaschutz.

Beim Klimaschutz auf Kurs

Bis 2023 möchten wir unseren absoluten Energieverbrauch um 20 Prozent im Vergleich zu 2008 reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energieträger auf 80 Prozent steigern. Hier sind wir auf Kurs: bis 2014 konnten wir den absoluten Energieverbrauch bereits um 6 Prozent reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien auf knapp 70 Prozent erhöhen. So reduzierte sich der absolute CO2-Ausstoss bereits um über 20 Prozent. Und dies obwohl die Gesamtverkaufsfläche seit 2008 um über 8 Prozent gewachsen ist. Bis 2023 rechnen wir mit einer Reduktion der CO2-Emissionen um 50%. Den verbleibenden Rest kompensieren wir ab 2023 mit hochwertigen Projekten.

Weniger Energie verbrauchen

  • Den Energiebedarf unserer Verkaufsstellen reduzieren wir mit einer konsequenten Optimierung bei allen Neu- und Umbauten:

    • Wir setzen bereits in 322 Verkaufsstellen CO2 als Kältemittel ein. Derartige Anlagen brauchen rund ein Viertel weniger Strom als solche, die mit herkömmlichen Kältemitteln betrieben werden. Und auch im Falle eines Lecks hat CO2 praktisch keinen negativen Klimaeffekt.
    • Minergie ist unser Standard bei allen Neu- und Umbauten. In 286 Filialen brauchen wir so 20 Prozent weniger Strom und 40 Prozent weniger Heizenergie.
    • Dank LED brauchen wir nur noch die Hälfte des Stroms für die Beleuchtung. Allein die Umstellung unserer Logos führte zu einer Einsparung von rund 2 Gigawattstunden Strom pro Jahr.

Und auch beim Warentransport setzen wir auf Effizienz. Mit unserem Tochterunternehmen Railcare transportieren wir mit der umweltfreundlichen Kombination aus Strasse und Schiene. Und dies schon bei kurzen Distanzen um die 90 Kilometer.

Erneuerbare Energieträger nutzen

  • Wo immer technisch und wirtschaftlich sinnvoll setzen wir auf erneuerbare Energien:

    • Abwärme in die Luft zu blasen wäre pure Verschwendung: wir heizen lieber Verteilzentralen, Verkaufsstellen oder auch mal ein Hotel von Dritten damit.
    • Mit Holzschnitzeln und Müllereinebenprodukten setzen wir in unseren Verteilzentralen, Verkaufsstellen oder auch in unseren Bäckereien auf nachwachsende Rohstoffe aus der Region. Dies spart rund eine halbe Million Liter Heizöl im Jahr.
    • Altes Speiseöl leistet nach der Vergärung zu Biodiesel wertvolle Dienste in unseren Lastwagen. Wir tanken rund 10 Prozent des in der Schweiz getankten Biodiesels. Und dies obwohl wir nur für rund 0.25 Prozent des gesamten Dieselverbrauchs verantwortlich sind.
    • Der Strom kommt auch bei uns aus der Steckdose. Er stammt jedoch aus umweltfreundlicher Wasserkraft.
    • Auch in Transport und Logistik testen wir innovative Lösungen: so haben wir seit 2014 einen 18-Tonnen Elektrolastwagen mit PV-Anlage auf dem Dach im Einsatz und haben dieses Jahr entschieden, die erste öffentliche Wasserstofftankstelle der Schweiz aufzubauen und entsprechende Fahrzeuge für den Eigenbedarf einzusetzen.

Was bedeutet «wirtschaftlich sinnvoll»?

Der Schlüssel zum Erfolg unserer Energie/CO2-Vision liegt in den innovativen Investitionsgrundsätzen: Bereits 2008 haben wir entschieden immer dann in klimafreundliche Lösungen zu investieren, wenn die Mehrkosten bei maximal 150 Franken pro eingesparter Tonne CO2 liegen. Dieser Wert beruht auf den angenommenen alternativ anfallenden CO2-Kosten durch Abgaben und Kompensationszahlungen. Wirtschaftlich sinnvoll ist für uns also alles, was nicht mehr als 150 Franken pro eingesparter Tonne CO2 kostet.

Es geht noch weiter: klimafreundliche Produkte

Neben den Anstrengungen im Coop-Stammhaus, auf das wir direkten Einfluss haben, arbeiten wir auch an klimafreundlichen Sortimenten. Sei es das CO2-neutrale Textilsortiment von Naturaline, das edle Filet des baltischen Grassland-Beefs statt einem eingeflogenen Stück aus Südamerika oder auch das umfassende Sortiment von Topten-Geräten: wir engagieren uns mit viel Energie für klimafreundliche Alternativen.

Infografik: Klimaschutzengagement von Coop auf einen Blick (PDF)