Nachhaltiger Anbau von Soja und Palmöl

Palmöl ist zum einen wichtige Zutat für unsere Produkte und Soja wird häufig als Futtermittel in der Herstellung für unsere Lebensmittel eingesetzt. Zum anderen kann der Anbau dieser beiden Rohstoffe durch die Abholzung der Wälder die Umwelt stark belasten. Deshalb beschaffen wir seit vielen Jahren vorwiegend nachhaltig angebaute Soja und Palmöl.

Viele Projekte in diesen Bereichen haben wir gemeinsam mit dem WWF vorwärts getrieben und umgesetzt. Bereits 2004 haben wir gemeinsam mit dem WWF Kriterien für einen nachhaltigen Sojaanbau definiert. Diese sogenannten Basler Kriterien verlangen zum Beispiel, dass die Produzenten keine schützenswerten Regenwaldgebiete roden, und dass sie gentechfreies Saatgut verwenden. Zudem müssen sie soziale Mindestanforderungen im Umgang mit der ansässigen Bevölkerung und den Mitarbeitenden erfüllen.

Soja-Netzwerk mit allen wichtigen Akteuren

Diese Kriterien waren die Basis für die Entwicklung des Pro-Terra-Standards und -Zertifizierungssystems. Beides zählt heute zu den anerkannten Leitstandards für das Soja-Netzwerk Schweiz.

2011 haben wir mit dem WWF das Soja-Netzwerk Schweiz mitgegründet. Mit dieser branchenübergreifenden Organisation setzen wir uns dafür ein, dass Soja verantwortungsvoll angebaut und vertrieben wird. Das Soja-Netzwerk setzt sich aus allen wichtigen Akteuren der tierischen Nahrungsmittelproduktion zusammen. Weil wir uns konsequent für die Förderung verantwortungsvoll angebauter Soja einsetzen, haben wir massgeblich dazu beigetragen, die Ziele des Soja-Netzwerks zu erreichen. Zum Beispiel indem wir für sojahaltige Futtermittel in unserem Naturafarm-Tierhaltungsprogramm entsprechende Anforderungen in den Richtlinien stellen. Inzwischen ist verantwortungsvoll produzierte Soja in der Schweiz zum Branchenstandard geworden.

Verzicht auf Soja wo möglich
Darüber hinaus versuchen wir, wo immer möglich auf Soja zu verzichten und fördern entsprechende Haltungsformen. So ist beispielsweise Soja als Futtermittel für unsere Natura-Beef-Rinder verboten. Die Jungtiere aus Mutterkuhhaltung werden naturnah und artgerecht aufgezogen und bekommen Muttermilch, Gras und Heu zum Fressen.

Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl

Seit 2004 sind wir Mitglied des Round Table on Sustainable Palm Oil (RSPO) einer Multi-Stakeholder-Initiative, die sich für verantwortungsvoll angebautes und hergestelltes Palmöl einsetzt. Nur so kann sichergestellt werden, dass niemand mehr Palmöl auf gerodeten Regenwaldflächen anbaut und dass keine Menschen vertrieben werden oder bedrohte Tierarten wie Tiger und Orang-Utans ihren Lebensraum verlieren. Für die Lebensmittel unserer Eigenmarken verwenden wir heute bereits zu 92,7 Prozent Palmöl, das von nachhaltig bewirtschafteten Plantagen stammt (Stand: 2015). Die Herkunft des Palmöls ist rückverfolgbar, und es ist mit dem RSPO-Standard «Identity preserved» oder «Segregated» ausgezeichnet.

Grundsätze und Themen