Freiwilliges Engagement gegen Littering

Achtlos weggeworfene Abfälle im öffentlichen Raum und Verkehr verursachen Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Franken, so die Schätzung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Vor allem jedoch beeinträchtigen sie unsere Lebensqualität.

Deshalb setzen wir auf Eigeninitiative und Information in Bezug auf das Gesellschaftsproblem Littering. Wir engagieren uns seit Jahren gemeinsam mit Behörden, lokalen Ämtern und der IGSU (Interessengemeinschaft Saubere Umwelt) für tatkräftige Lösungen gegen Littering.

    • Wir reinigen regelmässig die Bereiche rund um unsere Verkaufsstellen und leeren dort auch die Abfalleimer.
    • Wir finanzieren durch die vorgezogenen Recyclingbeiträge die Sammlung und die stoffliche Verwertung von PET-Flaschen und Aluminium aus öffentlichen Sammelstellen.
    • Wir sensibilisieren mit unserer Partnerin IGSU die Kunden durch Kommunikationskampagnen.

Verschiedene Verursacher

Rund 30 Prozent der achtlos weggeworfenen Abfälle stammen von den Kunden der grossen Detailhändler. Die von verschiedenen Seiten geforderten pauschalen oder produktbezogenen Littering-Gebühren, die vor allem den Detailhandel treffen würden, greifen jedoch zu kurz. Eine aktuelle Littering-Studie zeigt, dass in der Schweiz je nach Ort, Zeit und sozialem Umfeld gelittert wird. Aus verhaltensökonomischer Sicht können Littering-Gebühren das Problem sogar verschärfen, da ja bereits für die Beseitigung des weggeworfenen Abfalls «bezahlt» wurde. Zusätzliche Gebühren sind höchstens geeignet, um Reinigungskosten zu decken. Sie packen das Problem aber nicht an der Wurzel. Ausserdem werden mit Gebühren alle Konsumenten bestraft, auch jene, die ihren Abfall korrekt entsorgen.