CO2-neutral – Auch beim Warentransport

Ein wichtiger Teil des CO2-Ausstosses entsteht beim Warentransport. Mit alternativen Treibstoffen wie z.B. Biodiesel oder Wasserstoff sowie dem Transport per Bahn verringern wir die Klimabelastung. Ausserdem reduzieren wir einen Teil der CO2-Emissionen laufend durch hochwertige Kompensationsprojekte.

Unser weitreichendes Verkaufsstellennetz erfordert eine Feinverteilung per Lastwagen, doch bereits bei mehr als zwei Dritteln der Warentransporte zwischen unseren nationalen und regionalen Verteilzentralen setzen wir auf die Bahn.

Immer mehr Schiene als Strasse

Durch das Konzept des unbegleiteten kombinierten Verkehrs (UKV) verlagern wir seit 2011 unsere Warentransporte verstärkt auf die Schiene. Dabei werden die Waren in Wechselbehältern zum nächsten Railport transportiert und auf Zugkompositionen umgeladen. Vom Ziel-Railport werden die Warencontainer via Strasse in die Verkaufsstellen befördert. Diese Transportart ist auch für kürzere Strecken bis rund 90 Kilometer möglich. Bei unserem Projekt City-Cargo-Genf werden die Waren beispielsweise von der Verteilzentrale in Aclens direkt in das Zentrum von Genf transportiert. Dies hat einen positiven Effekt auf das Klima, und die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen kann reduziert werden. Auch Grundnahrungsmittel und Wein aus Italien werden seit 2014 mit Railcare im UKV von Chiasso in unsere Verteilzentralen transportiert. Dank der umweltfreundlichen Kombination von Schiene und Strasse können wir pro Jahr rund 3’000 Wechselbehälter mehr transportieren.

Sonderheft GREEN 2015: Unser Engagement für eine effiziente Kombination von Schiene und Strasse

Biodiesel und Biogas als Treibstoff

Damit wir auch beim Warentransport per Lastwagen den verursachten CO2-Ausstoss reduzieren können, setzen wir zunehmend Treibstoff aus biogenen Abfällen ein. Unsere Tankstellen in den Vertriebszentralen haben wir bereits umgerüstet. Dort betanken die Chauffeure ihre Camions mit bis zu 20 Prozent Biodiesel, der aus organischen Abfällen wie Altspeiseöl produziert wird. Unsere neuen Lastwagen entsprechen alle der Abgasnorm Euro 6 und können zu 100 Prozent mit Biodiesel betankt werden. Unsere Lastwagen fahren so im Durchschnitt mit 30 Prozent Biodiesel.

Transport per Elektro-Lastwagen

Der erste 18-Tonnen-Elektro-Lastwagen der Schweiz beliefert im Grossraum Zürich unsere Supermärkte energieeffizient, leise und CO2-frei. Der Elektro-Lastwagen wird mit Strom aus Wasserkraft ab dem Netz und mit Solarstrom aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Fahrzeugs betrieben. Mit 1 Kilowattstunde Strom pro Kilometer benötigt er nur rund ein Drittel so viel Energie wie ein herkömmlicher Diesel-Lastwagen. Weil wir von dem Projekt überzeugt sind, haben wir 2016 sechs weitere Elektro-Lastwagen in Betrieb genommen..

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Neues Lieferfahrzeug mit Carbon

Wir haben 2015 ein neues Coop@home-Lieferfahrzeug in Betrieb genommen – das weltweit erste 3,5-Tonnen-Lieferfahrzeug in Carbonbauweise. Es hat rund 400 Kilogramm weniger Eigengewicht, und die Nutzlast ist mit 1,5 Tonnen um mehr als ein Drittel höher als bei den bisherigen Lieferwagen von Coop@home. So können mehr Kunden pro Tour beliefert werden, der Treibstoffverbrauch ist geringer, und der CO2-Ausstoss pro Tonnenkilometer verringert sich um rund 30 Prozent.

Reduktion von Flugtransporten

Neben den Warentransporten innerhalb der Schweiz belastet auch der Flugtransport von Waren aus Übersee das Klima. Unsere internen Richtlinien besagen, dass nur per Flugzeug transportiert werden darf, wenn dies aus Qualitätsgründen oder aufgrund grosser Zeitknappheit nicht anders möglich ist. Waren, die eingeflogen werden, deklarieren wir mit einem By-Air-Kleber. Dank schnellerer Logistikprozesse und moderner Kühltechniken ist es möglich, immer mehr Waren aus Übersee per Schiff zu transportieren.

Umfassendes Konzept zur CO2-Kompensation

Seit 2007 kompensieren wir jede Flugmeile von unseren Warentransporten und auch unsere gesamten Geschäftsreisen. Ebenso kompensieren wir die CO2-Emissionen der Lieferungen unseres Onlineshops Coop@home. Hierfür erarbeiten wir im Umfeld unserer Wertschöpfungsketten gemeinsam mit dem WWF Projekte nach dem Gold-Standard, dem strengsten existierenden Standard für Klimaschutzprojekte. Diese müssen neben dem Klimaschutz auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen. Mit dem Bau von Biogasanlagen in einem unserer Reisanbaugebiete in Indien können beispielsweise die CO2-Emissionen um rund 5 Tonnen pro Anlage und Jahr reduziert werden. Ebenfalls zur CO2-Reduktion beigetragen hat die Bereitstellung von effizienten Kochöfen in unserem Rosenanbaugebiet in Kenia. Dank den Öfen braucht die Bevölkerung weniger Brennholz zu sammeln und zu verbrennen. Auf diese Weise kann der Brennholzverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Die Verringerung von schädlichem Rauch in den Innenräumen wirkt sich zudem positiv auf die Gesundheit der Bewohner aus. Der Coop Fonds für Nachhaltigkeit finanziert sorgfältig ausgewählte Kompensationsprojekte mit jährlich rund 2 Millionen Franken.