Fairer Kakao für feine Schokolade

Die Preise für Kakao auf dem Weltmarkt unterliegen grossen Schwankungen, und der Anbau geht oft zulasten der Umwelt. Teilweise können Kakaobauern mit dem Erlös für ihre Ernte nicht einmal die Produktionskosten komplett decken. Wir engagieren uns daher für eine faire und nachhaltige Kakaoproduktion.

Fairtrade-Kakao bedeutet grössere finanzielle Stabilität für Kleinbauern und mehr Selbstbestimmung in den demokratisch organisierten Anbaukooperativen. Durch die Fairtrade-Prämien kann in die Bildungs- und Gesundheitsinfrastruktur oder auch in die Verbesserung der Anbaubedingungen investiert werden – Grund genug für uns, beim Kakao auf Fairtrade Max Havelaar zu setzen.

Aktuell stammen 76,2 Prozent der Tafelschokolade unserer Eigenmarken aus fairem Handel, und wir konnten bei beliebten Produkten wie etwa den Schoggigipfeli auf Fairtrade-Kakao umstellen. Dies ist unter anderem möglich, weil unser Produktionsbetrieb Chocolats Halba direkt mit Fairtrade-Kooperativen in Peru, Ecuador, Honduras und Ghana zusammenarbeitet.

    Foto: Remo Nägeli
    Foto: Remo Nägeli
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Fairtrade Cocoa Program

Als erste Schweizer Detailhändlerin setzten wir auf das Fairtrade-Programm für Kakao. Viele zertifizierte Kakaobauern können nur einen geringen Anteil ihrer Ernte unter Fairtrade-Bedingungen verkaufen (rund ein Drittel). Das hat unter anderem mit den existierenden Fairtrade-Richtlinien für Endprodukte zu tun. Sie verlangen, dass alle Inhaltsstoffe, die als Fairtrade-zertifizierte Rohstoffe erhältlich sind, auch Fairtrade sein müssen und dass der Gesamtanteil im Endprodukt mindestens 20 Prozent beträgt.

Bei gewissen Produkten ist die Einhaltung aufgrund der Rezeptur schwierig oder gar nicht möglich. Dank dem Fairtrade-Kakaoprogrammkönnen nun auch einzelne Bestandteile aus fairem Handel beschafft und auf dem Produkt unter dem Programmlabel Fairtrade Cocoa Program ausgewiesen werden, ohne dass das gesamte Produkt zertifiziert wird.

Factsheet: Fairtrade Max Havelaar Kakao

Nachhaltiger Kakao aus Honduras

In enger Zusammenarbeit mit unserer Tochterfirma Chocolats Halba und Helvetas Swiss Intercooperation engagieren wir uns für nachhaltigen Kakao aus Honduras. In diesem Projekt wird der Kakao nach ökologischen und sozialen Kriterien angebaut. Dazu gehören einerseits Massnahmen, die den Regenwald schützen. Andererseits setzt das Projekt auf biologische Anbaumethoden, die sich positiv auf die Artenvielfalt auswirken.

Auf den Plantagen werden zusätzlich Edellaubholzbäume gepflanzt, die zum einen die Kakaopflanzen schützen und zum anderen durch den Holzverkauf ein langfristiges Zusatzeinkommen ermöglichen, was Schwankungen in der Produktivität der Kakaopflanzen abfedern kann. Schulungen, der Aufbau einer Infrastruktur sowie langfristige, faire Handelsbeziehungen sorgen für verbesserte Lebensumstände der lokalen Kakaobauern. Die von Bio Suisse und Fairtrade Max Havelaar zertifizierte Schokolade aus diesem Projekt ist seit 2013 unter Coop Naturaplan erhältlich.

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