Strenge Richtlinien für die Verwendung von Pestiziden

Der verantwortungsvolle Einsatz von Pestiziden ist zentral für die Artenvielfalt und die Gesundheit der Menschen. Deshalb verpflichten wir unsere Lieferanten von Lebensmittel-Eigenmarken, auf gefährliche Pestizidwirkstoffe zu verzichten – auch in Ländern, in denen sie eigentlich legal wären.

Internationale Initiativen wie die Stockholmer Konvention (POP) und die Rotterdamer Konvention (PIC) sowie das Pesticide Action Network Dirty Dozen (PAN) und die World Health Organization (WHO) definieren, welche Pestizidwirkstoffe als gefährlich eingestuft werden müssen. Dennoch ist deren Einsatz in einigen Ländern nach wie vor legal. Aus diesem Grund haben wir eine Richtlinie für Pestizide erarbeitet, inklusive einer Negativliste, die auf den Vorgaben und Empfehlungen der oben genannten Initiativen basiert. Wir verbieten damit all unseren Lieferanten von Lebensmittel-Eigenmarken die Verwendung von 113 gefährlichen Pestizidwirkstoffen. Die Einhaltung der Richtlinie überprüfen wir laufend und sanktionieren Verstösse konsequent. Zudem unterstützen wir unsere Lieferanten aktiv bei der Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen.

Coop-Richtlinie Pestizide

Bienengefährliche Produkte ausgelistet

Rund ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion hängt von der Bestäubung durch Wild- und Honigbienen ab. Da viele von ihnen weltweit bedroht sind, setzen wir uns für ihren Schutz ein. Deshalb haben wir unser gesamtes Sortiment auf bienenschädliche Produkte untersucht. Enthielt ein Produkt einen Pestizidwirkstoff, den der Greenpeace-Report «Bye Bye Biene» als kritisch auflistet, nahmen wir es Anfang 2015 aus dem Sortiment oder ersetzten es durch ein für Bienen ungefährliches Mittel. Unser Angebot an biologischen Alternativen zu chemisch-synthetischen Pestiziden erweitern wir zudem laufend. Damit gehen wir deutlich weiter, als es die gesetzlichen Bestimmungen vorschreiben.

Mehr zu Bienen und zu unseren Bienenprojekten

Weniger Pestizide im Früchte- und Gemüseanbau

Auch im Anbau von konventionellen Früchten und konventionellem Gemüse setzen wir uns aktiv dafür ein, dass weniger Pestizide verwendet werden. So unterstützen wir beispielsweise Traubenproduzenten aus Apulien und Sizilien mit Workshops und einer langfristigen Beratung dabei, eine biologische Schädlingsbekämpfung umzusetzen und dadurch den Einsatz von Pestiziden schrittweise zu minimieren. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Biodiversität im Umfeld der Traubenplantagen. Zudem fördern verschiedene Projekte des Coop Fonds für Nachhaltigkeit Anbaumethoden mit weniger Pestiziden, zum Beispiel beim Anbau von Weisskohl in der Schweiz oder auch in der Rosenproduktion in Kenia.