Dank umfassendem Risikomanagement wesentliche Themen im Blick

Wir überprüfen unser Sortiment kontinuierlich auf ökologische sowie soziale Risiken. Seit vielen Jahren beobachten wir ausserdem mögliche Risiken in den Produktionsgebieten und verfolgen weltweit gesellschaftliche Debatten sowie politische Vorstösse im Nachhaltigkeitsbereich.

Damit haben wir die wesentlichen Themen immer im Blick und können wenn nötig frühzeitig reagieren. Auch bekommen wir wertvolle Hinweise darauf, wo unser Handeln möglichst viel Wirkung zeigt. Entsprechend ist unser breit abgestütztes Risikomanagement, das auf drei Bereichen fusst, ein wichtiger Teil unseres Nachhaltigkeitsansatzes.

1. Risikoscreening

Wir überprüfen fortlaufend die ökologischen und sozialen Auswirkungen unserer Produkte, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Periodisch führen wir ein Sortimentsscreening durch, um neue Themen frühzeitig zu identifizieren und Massnahmen einzuleiten. So haben wir zum Beispiel zwischen 2011 und 2013 unser ganzes Lebensmittel- und Hartwarensortiment diesem Screening unterzogen. Abgeleitet wurde daraus zum Beispiel ein Projekt für die Entwicklung eines Wasserstandards für die Beschaffung von Früchten und Gemüse, der die Wasserknappheit berücksichtigt. Die Erkenntnisse lassen wir direkt in neue Ziele und Projekte einfliessen. Wir nutzen zudem Ökobilanzen als hilfreiches Instrument zur Verbesserung unserer Wertschöpfungsketten im Umweltbereich. 

2. Risikomonitoring

Für uns ist es zentral, auch mittel- und langfristig qualitativ hochstehende Rohstoffe und Nahrungsmittel einkaufen und anbieten zu können. In unserer Beschaffungsstrategie 2015+ haben wir verschiedene Massnahmen festgehalten, um dies sicherzustellen. Um die Risiken in den Wertschöpfungsketten systematisch zu eruieren, setzen wir auf ein Risikomonitoring, das auf dem Analysetool des renommierten Unternehmens Maplecroft basiert. Dieses Monitoring zeigt uns pro Land, wo die grössten Risiken bezüglich Umwelt sowie sozialer und politischer Sicherheit liegen. Konkret geht es beispielsweise um Wasserstress, Bodendegradation, Entwaldung, Biodiversität, Überflutungen, schwere Stürme, Dürren, Klimawandel, Ernährungssicherheit oder atmosphärische Katastrophen.
Unsere Nachhaltigkeits-Eigenmarken und -Gütesiegel haben höchste Priorität. Deshalb realisieren wir regelmässig strategisch wichtige Direktbeschaffungsprojekte, zum Beispiel im Hinblick auf Edelkakao aus Honduras oder Bio-Reis aus Indien und Thailand.

3. Issue-Monitoring

Durch unser Issue-Monitoring erfassen und bewerten wir gesellschaftliche Debatten und politische Vorstösse, die für uns in den kommenden Monaten hohe Bedeutung haben werden. Daraus leiten wir einen Katalog mit Risikoprodukten sowie -themen ab und entwickeln Massnahmen. So reduzieren wir nicht nur die Risiken, sondern identifizieren zugleich möglichst wirkungsvolle Ansatzpunkte dazu, wie wir unsere Wertschöpfungskette weiter optimieren können.

Grundsätze und Themen