Im steten Dialog

Wir stehen im ständigen Austausch mit Organisationen und Initiativen in der Schweiz, in Europa und in den Produktionsländern. Dadurch können wir externe Erwartungen an unser Unternehmen frühzeitig abschätzen, Wissen aufbauen und Kräfte bündeln.

Wir binden relevante Stakeholder in gemeinsame Projekte ein und pflegen so den regelmässigen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Der Austausch findet bei bilateralen Treffen, in Arbeitsgruppen oder informell am Rande von Veranstaltungen statt. Die Tatsache, dass wir keine Ankündigungskommunikation machen, auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung der unterschiedlichen Nachhaltigkeitserwartungen offen ansprechen und transparent unsere Leistungen aufzeigen, hat zu einem hohen Grad von Vertrauen und Legitimation geführt.

Coop-Stakeholderforum

Jährlich laden wir rund 50 Vertreter von Umwelt-, Konsumenten- und Produzentenorganisationen sowie Personen von Hochschulen und aus der Verwaltung dazu ein, ihre konkreten Erwartungen an uns zu formulieren und diese mit uns zu diskutieren. Durch eine Onlinebefragung erheben wir im Vorfeld die aus Sicht unserer Stakeholder wichtigsten Aspekte, um sicherzustellen, dass diese Themen auch tatsächlich angesprochen werden. Die Teilnehmenden erarbeiten dann in Arbeitsgruppen ihre konkreten Erwartungen und präsentieren diese im Plenum. Durch den kleinen Teilnehmerkreis und die aktive Teilnahme von Geschäftsleitungs- und Direktionsmitgliedern sind eine direkte Rückmeldung und ein offener Austausch möglich.

Konkrete Ergebnisse

Die Ergebnisse des Coop-Stakeholderforums fliessen jeweils in den Zielsetzungsprozess auf Ebene der Geschäftsleitung der Coop-Gruppe ein. Beispielsweise griffen wir 2014 mit «Transparenz in der Warenkette» ein Thema auf, das den Stakeholdern bereits im vorhergehenden Jahr ein besonderes Anliegen war. Nach Ansicht der Teilnehmenden sollte der Detailhandel die Warenkette der einzelnen Produkte detailliert kennen und sie möglichst kurz halten. Sie wünschen sich zudem die Einhaltung von einheitlichen ökologischen und sozialen Standards sowie die faire Verteilung von Risiken und Chancen über die gesamte Warenkette. Dabei sollen unerwünschte Nebeneffekte wie der Ausschluss kleinerer Produzenten aufgrund eines zu hohen administrativen und finanziellen Aufwands vermieden werden. Diese Anregungen werden nun im Rahmen eines internen Projekts zur Transparenz der Warenketten bearbeitet.

Die fünfte Ausgabe im Juni 2015 widmete sich den Erwartungen der Stakeholder an eine effektive Nachhaltigkeitskommunikation. Die Teilnehmer formulierten ihre konkreten Erwartungen und diskutierten diese mit unseren Kommunikationsverantwortlichen. Für die Stakeholder stehen eine nachhaltige Sortimentsgestaltung und die umfassende Verankerung der Nachhaltigkeit auf allen Stufen des Unternehmens im Vordergrund. Folgende Massnahmen spielen dabei eine zentrale Rolle: die klare Kommunikation von Zielen, das Monitoring, die Validierung der Fakten durch glaubwürdige Testimonials, die Teilnahme an Ratings sowie externe Prüfungen. Die Stakeholder schätzen eine zeitnahe, faktenbasierte Online-Kommunikation und insbesondere den persönlichen Austausch. Diese Ergebnisse fanden erneut Eingang in den Zielsetzungsprozess auf Ebene der Geschäftsleitung der Coop-Gruppe sowie in die Neukonzeption der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

  • 2016 stand das Thema «Nachhaltigkeit 2025+» im Fokus. Die wichtigsten Trends mit Bezug auf die Nachhaltigkeit, die von den verschiedenen Arbeitsgruppen beleuchtet wurden, lauten:

    • Umweltfreundliche Produktion und Tierwohl
    • Transparenz
    • Geänderte Konsumgewohnheiten (Veganismus/Vegetarismus, Sharing-Economy)
    • Auswirkungen des Klimawandels (Wetterphänomene, Migration, Engpässe in der Warenkette)
    • Umgang mit Energie
    • Digitalisierung
    • Veränderung der Gesellschaftsstrukturen aufgrund von Alter und Migration

    Die Ergebnisse des Workshops diskutieren wir in unserem Steuerungsausschuss Nachhaltigkeit weiter. Dies ist das höchste entsprechende Gremium in der Coop-Gruppe und ist auf Ebene Geschäftsleitung angesiedelt.

    Übersicht Stakeholder-Aktivitäten 2015

Grundsätze und Themen