So wird’s gluschtig im Caquelon

Mit diesen Tipps gelingt der Fondueabend ganz entspannt!

Wie viel Käse brauche ich?

Generell sollten Sie mit 180 bis 230 g Käse pro Person und etwa ebenso viel Brot rechnen. Extra-Tipp: Halten Sie ein Fertigfondue als Reserve bereit, falls Ihre Gäste hungriger sind, als erwartet. 

Welcher Wein kommt rein?

Am besten mischen Sie den Käse mit einem säurebetonten Weisswein. Es passen aber auch Bier, Sekt, vergorener Apfelsaft oder Wasser. Die Faustregel lautet: etwa 1,5 dl Wein auf 400 g Käse.

Welche Gewürze passen zum Fondue?

Gewürze wie Pfeffer, Muskat, Paprika und Kräuter geben dem Fondue Pfiff. Mutige greifen auch mal zum Chilipulver oder zur Currymischung.

Welche Beilagen machen mein Fondue perfekt?

Knackig gekochte Stücke Sellerie, Rüebli, Kohlrabi, Blumenkohlrösli oder Champignons lassen sich gut auf die Gabel stechen. Für Pellkartoffeln sollten Sie eine festkochende Sorte wählen. Obst wie Birnen, Äpfel oder Trauben bringen Vitamine in den Fondueabend. Frische Ananasscheiben eignen sich als erfrischendes, leichtes Dessert.


Das empfehlen unsere Wetterschmöcker

«Mein Tipp fürs Raclette: Etwas Knoblauch unter dem Käse verstecken. Das gibt ordentlich Dampf.»

«Mit dem Fondue ist es wie beim Wetter: Die Abwechslung macht’s aus.»

«Raclette direkt vom Laib: Schicht für Schicht ein Gedicht.»


Einschenken und geniessen

Klassisches Fondue kommt selten ohne einen feinen Weisswein aus, aber auch viele andere Getränke werden gern zum flüssigen Käse getrunken. Erfahren Sie hier, welcher Wein sich besonders für Ihr Fondue eignet und welche Getränke die perfekten Begleiter zum Käse sind. 

  • Wein: Fondue und Raclette sind sehr aromatische und salzige Speisen. Zu ihnen passen leichte Weine mit wenig Gerbstoffen. Weissweine eignen sich generell besser als Rotweine ‑ aber es gibt auch Ausnahmen. Wie wäre es mit einem leichten Pinot Noir? Eine gute Wahl sind auch säurearme Weisse, wie Pinot Gris und Chasselas. Mehr Tipps zum passenden Wein finden Sie bei Mondovino.
  • Schwarz- und Kräutertees: Schwarztee kurbelt die Verdauung an und ist ein guter Begleiter zu Fondue und Raclette. Kräutertees sind hervorragende Durstlöscher, was zum salzigen Käse sehr gelegen kommt.
  • Wasser: Es heisst, mit kalten Getränken verklumpe der Käse im Magen. Gute Neuigkeiten für Wassertrinker: Das stimmt nicht! Auch Wasser hilft gegen den Durst, warme Getränke kann der Körper allerdings schneller aufnehmen.

Genuss ohne Lactose und Gluten

Auch bei Unverträglichkeiten können Sie die heissen Käsespezialitäten geniessen. Wir haben die passenden laktose- oder glutenfreien Produkte für den Raclette- und Fondueabend.

Ohne Lactose

  • Für Fondue empfehlen wir die Gerber Fertigmischung L'Original, die ohne Laktose auskommt.
  • Raclettekäse lässt sich gut ersetzen durch Mozzarella und Käsesorten, die länger gereift sind.

Ohne Gluten

  • Die Backwaren von Schär sind glutenfrei. Es gibt viele verschiedene Sorten – auch Mischungen zum Selberbacken.
  • Tipp: Backen Sie das Brot am Vorabend, damit es am Fondueabend die optimale Konsistenz hat und sich besser auf die Gabel stechen lässt.

Mehr Produkte von Schär

Know-how für hervorragende Ergebnisse

Oft sind es die kleinen Kniffe, die das Essen so richtig hervorragend machen. Unsere Wetter- und Käseexperten verraten sie Ihnen. Wir sagen Ihnen dazu auch, wie Sie nach dem Käseabend Wohnung und Zubehör wieder in den Originalzustand versetzen.

Rühren ist wichtig, damit die Masse in Bewegung bleibt und nicht anhockt. Ob das aber im Uhrzeigersinn, in Form einer 8 oder im Zickzack geschieht, ist völlig nebensächlich. Wer keine Kruste möchte, steckt das Brot mit der Rinde nach unten auf die Gabel und rührt gut am Boden entlang. 

Damit die Käsemasse gut zusammenhält, verwendet Sie am besten Maisstärke (z. B. Maizena), Kartoffelstärke oder Weizenmehl. Auf keinen Fall sollten Sie Maizena Expressbenutzen.

  • Zu dick: Einfach etwas Wein dazugiessen und gut umrühren.
  • Zu dünn: Entweder noch mehr Käse hinzugeben oder etwas Maisstärke mit Wasser oder Kirsch dazurühren.
  • Fängt an zu scheiden: Caquelon zurück auf den Herd stellen und Fondue noch einmal erhitzen. Dann entweder ganz wenig Zitronensaft hinzugeben oder etwas Maizena mit Kirsch, Wasser oder Wein vermischen und einrühren.
  • Zieht viele Fäden: Entweder ist zu junger Käse drin oder die Säure fehlt. Abhilfe schafft hier Zitronensaft. Generell sollten Sie Fondue immer nur ganz fein köcheln lassen.

Die erste Regal: immer gut lüften! Ein praktische Helfer sind ausserdem eine Orange, die Sie mit Nelken spicken, Räucherstäbchen oder spezielle Duftkerzen. Stellen Sie über Nacht einen Teller mit Kaffeepulver oder Essig auf, das neutralisiert den Geruch ebenfalls.

Käse, der beim Raclette übrig bleibt, eignet sich wunderbar für vielerlei Gerichte, wie mit Käse überbackene Kartoffeln, Toast Hawaii oder Mikrowellen-Käseschnitte. Ist nach dem Fondue geschnittenes Brot übrig, lässt sich daraus zum Beispiel Vogelheu machen. Aus Brotscheiben können Sie Fotzelschnitten zaubern.

Saubere Leistung: Etwas Backpulver ins Caquelon geben und mit 1 cm Wasser füllen. Dann auf der Herdplatte leicht erwärmen - schon löst sich der angehockte Käse und das Gefäss ist wieder bereit für den nächsten Käseplausch.

Schon gewusst?

Wenn es in der ganzen Schweiz im Caquelon köchelt, tauchen immer wieder bedeutende Fragen auf: Wo kommt das Fondue eigentlich her? Und helfen Verdauerli wirklich?

Ob nun Schweizer, Italiener oder Franzosen das Fondue erfunden haben, bleibt ungeklärt. Vermutlich ist es aus den Savoyer Alpen in die Schweiz gekommen. Seinen Durchbruch verdankt es jedoch den Küchenchefs der Schweizer Armee. Sie haben das Fondue im Militär als eigene Mahlzeit lanciert.

Moitié-Moitié ist die Bezeichnung für das klassisches Fondue aus halb Greyerzer, halb Fribourger Vacherin. Es ist eine der bekanntesten und beliebtesten Fonduearten. Hinzu kommen noch Weisswein, Kirsch und Maisstärke. Natron ist der Geheimtipp für ein luftiges, leichter verdauliches Fondue.  

In der Schweiz gibt es einen Fondue-Graben! Die Westschweizer mögen ihr Fondue lieber etwas dicker, in der Deutschschweiz bevorzugt man ein etwas dünnflüssigeres Fondue. Auch beim Brot gibts Unterschiede: Der Romand tunkt eher Weissbrot in den Käse, der Deutschschweizer nimmt auch mal Halbweiss- oder Ruchbrot. Kartoffeln zum Fondue sind in der Westschweiz verbreiteter als in der Deutschschweiz.

Verdauerli wie ein Schnaps nach dem Fondue helfen eher der Seele als dem Magen. Die Leber ist nach dem Genuss von Hochprozentigem nämlich vor allem damit beschäftigt, den Alkohol  abzubauen und verschiebt den Fettabbau auf später. Allerdings sagt man den Kräutern in Kräuterschnaps oder -tee eine gewisse unterstützende Wirkung zu.

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