Coop Naturaline –  Bio-Mode fair und umweltfreundlich produziert.

Sichere, saubere Textilherstellung

Für die Herstellung und den Handel der Textilien von Coop Naturaline gelten strenge Standards, deren Einhaltung entlang der gesamten Produktionskette konsequent kontrolliert wird.

Dank unserer langjährigen Partnerschaft mit der Textilhandelsgesellschaft Remei aus Rotkreuz konnten wir diese faire Bio-Baumwollkette aufbauen. Wir gelten gemeinsam mit Remei weltweit zu den Pionierinnen für fair gehandelte Bio-Baumwolle.

Unsere Richtlinien

Die Baumwolle der Naturaline-Textilien stammt aus Bio-Landbau.

Der Bio-Landbau bietet auch für die Baumwolle eine ressourcenschonende Alternative, die eine Produktion ohne Gesundheitsrisiken und ohne Abhängigkeit der Kleinbauern von Krediten ermöglicht. Der Bio-Baumwollanbau nutzt Techniken wie Fruchtfolge, die Herstellung von Kompost sowie natürliche Pflanzenschutzmittel, um nachhaltige Erträge zu erwirtschaften. Die Stabilisierung der Ökosysteme und die Abkehr von Monokulturen mildern die Ertragsausfälle bei Dürre oder Schädlingsbefall.

Weitere Grundsätze im Bio-Baumwollanbau: 

  • Verbot von Gentechnik
  • Verbot von chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngemitteln
  • Verbot von Entlaubungsmitteln
  • Dosierter Einsatz des Wassers dank Tropfbewässerungssystemen
  • Geringer Energieverbrauch dank niedrigem Mechanisierungsgrad

Beim Anbau der Bio-Baumwolle setzen wir für Naturaline auf den bioRe-Standard, der den Kleinbauern diesen Mehrwert bietet:

  • Ausbildung und Beratung in Bio-Anbaumethodik durch Experten in von Coop finanzierten Schulungszentren
  • Abnahmegarantie für die Baumwollernte.
  • Prämie von 15 Prozent, zusätzlich zum Marktpreis (basierend auf den durchschnittlichen Marktpreisen der letzten 5 Jahre).
  • Lokale Investitionen und Re-Investitionen der Gewinne vor Ort.
     

Bei der Verarbeitung von Textilien ist es das Ziel, die Umweltbelastung zu minimieren und die Gesundheit sowohl der Arbeitenden als auch der Konsumenten zu sichern. Um für Coop Naturaline produzieren zu dürfen, müssen Textilverarbeitungsunternehmen mindestens BSCI (Business Social Compliance Initiative) auditiert sein und mittelfristig die SA8000-Zertifizierung erreichen. 

Das unabhängige Kontrollunternehmen Intertek überprüft regelmässig die Lieferanten und Unterlieferanten auf:

  • Einhaltung nationaler Gesetze und internationaler Konventionen
  • Möglichkeit zur Versammlungsfreiheit und zu kollektiven Verhandlungen.
  • Gleichstellung nach Geschlecht, Ethik, religiöser, politischer oder sexueller Orientierung.
  • Korrekte Entlohnung inklusive Kompensation von Überzeiten.
  • Angemessene Arbeitszeiten
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
  • Einhaltung des Verbots von Kinderarbeit sowie des Verzichts auf Zwangsarbeit.

Zum Schutz der Arbeitenden gelten vielzählige ökologische Anforderungen an die Herstellungsverfahren, die weit über geltende Normen und gesetzliche Anforderungen hinausgehen, z. B.: 

  • Bleichen ausschliesslich mit Sauerstoff.
  • Keine schwermetallhaltige Farben und Pigmente sowie keine allergieauslösende Farbstoffe am Endprodukt.
  • Formaldehydfreie Verarbeitung der Kleider. In Ausnahmefällen kann eine formaldehydarme Ausrüstung bewilligt werden.
  • Zweistufige Klärung des Abwassers.

Eine überschaubare Anzahl ausgewählter Unternehmen ist für die Produktion zuständig, die alle die gleich strengen Produktanforderungen erfüllen. Für jeden Prozessschritt sind ökologische und soziale Kriterien definiert, die von unabhängigen Unternehmen vor Ort kontrolliert werden. Vom Anbau bis zum fertigen Kleidungsstück ist somit sichergestellt, dass nur Bio-Baumwolle gemäss dem bioRe-Standard verwendet wird.

Immer mehr Kleidungsstücke von Coop Naturaline tragen auf der Einnähetikette einen Zahlencode. Unter www.biore.ch können die Kunden so die Route vom Anbau der Bio-Baumwolle über mehrere Produktionsstufen bis zum fertigen Produkt verfolgen und sehen wer an ihrem Kleidungsstück gearbeitet hat. Bis jetzt gibt es diesen Service für T-Shirts, Kinderkleider und Küchentücher. Eine Ausweitung auf weitere Sortimentsbereiche ist geplant.

Seit 2012 ist das gesamte Sortiment der Naturaline-Textilien und Bio-Watteprodukte CO2-neutral. Schrittweise haben wir mit Remei in Indien und Tansania Kompensationsprojekte wie Biogasanlagen und effiziente Holzöfen umgesetzt. Wir haben uns bewusst für den Aufbau von eigenen CO2-Kompensationsprojekten entschieden, um so die Lebensumstände der Bauern direkt vor Ort konkret verbessern können. 

Zwei Beispiele: Der Mist von vier bis sechs Kühen liefert durch die Vergärung in der Biogasanlage den Brennstoff für den Gaskocher und so wird kein ökologisch wertvolles Holz zum Kochen verbraucht. Traditionell kocht eine tansanische Bauernfamilie auf einem simplen Drei-Steine-Ofen mit offenem Feuer. Mit dem neuen, geschlossenen Ofen aus gebrannten Lehmziegeln und Mörtel wird die Hitze effizienter übertragen und der Bedarf an Brennholz rund um die Hälfte reduziert.

Meilensteine Coop Naturaline