Tat Nr. 261: Wir geben Kaffeebauern ein zweites Standbein

Fairtrade Wasserprojekt in Zentralamerika abgeschlossen

Bald schon beginnen in Zentralamerika für die Kaffeebauern die «Meses flacos», die dünnen Monate. Die Erntezeit ist vorbei, Geld und Nahrungsmittel sind knapp. Um diese Zeit zu überbrücken, hat Coop zusammen mit der internationalen Nonprofit-Organisation International Development Enterprise (iDE) seit 2010 in Nicaragua, Honduras und Guatemala ein Fairtrade Wasser Projekt durchgeführt. Das Ziel: Den Kaffeebauern eine breitere Erwerbsgrundlage ermöglichen, als dies allein mit Kaffeeanbau möglich ist. Zentrales Element sind wassersparende Bewässerungssysteme für den Anbau von Früchten und Gemüsen in kleinen Gärten. Coop hat das vier Jahre dauernde Projekt mit mehr als einer Million Franken unterstützt und zieht nun eine positive Bilanz.

Coop ist die grösste Anbieterin von Fairtrade Produkten in der Schweiz und gehört weltweit zu den führenden Detailhändlerinnen in diesem Bereich. Alle Eigenmarken-Kaffeesorten bei Coop sind Fairtrade zertifiziert und auch künftig werden ganze Sortimente mit Rohstoffen aus dem Süden auf fairen Handel umgestellt. Beim Fairtrade Wasserprojekt in Zentralamerika wurden während der letzten vier Jahre über 6'000 Familien und knapp 2'000 Fairtrade Kaffeebauern mit einem Mikro-Bewässerungssystem ausgestattet.

Tröpfchen gegen den Hunger
Das Bewässerungssystem besteht aus einem Reservoir und Plastikschläuchen, die über die Felder gezogen werden. Kaffeebauern und Familien können mit der Anlage kleine Gemüse- und Früchtefelder in der Grösse von 20-1'000m2 Fläche wassersparend bewässern. Dadurch können die Betriebe ihre Pflanzungen diversifizieren und sind nicht bloss von der Kaffeeernte abhängig. Das ist essentiell, denn die Ernte-Saison für Kaffee dauert manchmal nur gerade vier Monate. Während der restlichen Monate sind die Einnahmen knapp. Bei vielen Familien kommen nur noch günstige Nahrungsmittel auf den Tisch, einige verschulden sich auch. Dank des zusätzlichen Gemüse- und Früchteanbaus können sich die Familien besser selber versorgen und die Waren sogar auf lokalen Märkten verkaufen. So erhalten sie einen Zustupf an das Familienbudget und die «Meses flacos» sind weniger spürbar. Coop hat über eine Million Franken in das Projekt investiert. Der Betrag stammt aus dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit.

Herausforderung Gemüsegarten
Coop und iDE sind mit dem Ausgang des Projekts zufrieden. Besonders erfolgreich waren die Installation der Bewässerungssysteme und die Schulungen der Bauern in Marcala, Honduras. Über vier Bauernkooperativen haben sich am Projekt beteiligt, über 100 Frauen wurden ausgebildet. Viele von Ihnen übernehmen nun die Funktion einer Instruktorin, die weitere Leute in der Gemeinde schulen und miteinbeziehen können. So werden die Massnahmen vervielfacht. In Nicaragua und Guatemala hingegen war das Bewässerungsprojekt weniger erfolgreich. Es dauert lange, bis einzelne Bauern die Massnahmen tatsächlich umsetzen, vielfach fehlt es an finanziellem Startkapital oder die Skepsis gegenüber der Neuerung ist zu gross.

Weltwassertag am 22. März 2015
Kommenden Sonntag ist Weltwassertag. Dieser wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen und steht jedes Jahr unter einem anderen Thema. Dieses Jahr ist das Motto «Wasser und nachhaltige Entwicklung». Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UNO-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro.

Taten statt Worte
Unter diesem Motto fasst Coop ihre Taten für mehr Nachhaltigkeit zusammen. Seit über 25 Jahren engagiert sich die Detailhändlerin mit Partnern tatkräftig für nachhaltigen Konsum, Umweltschutz und Soziales. Über 250 Taten umfasst die Plattform www.taten-statt-worte.ch und es kommen laufend neue dazu. Um die Zukunft zu verbessern, engagiert sich Coop im Hier und Jetzt für Mensch, Tier und Natur. Mehr Informationen zum Fairtrade Wasser Projekt in Zentralamerika finden Sie unter www.taten-statt-worte.ch/261.

Coop engagiert sich vielfältig für einen nachhaltigen Wasserverbrauch:

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