Zwischenbericht zu Detox-Massnahmen für saubere Textilien

Greenpeace: Coop ist «Trendsetter»

Vor rund drei Jahren hat Coop als erstes Schweizer Unternehmen das sogenannte Detox-Commitment von Greenpeace unterschrieben. Dies ist ein klares Bekenntnis, unerwünschte Chemikalien bei der Produktion von Textilien zu vermeiden. Nun hat Greenpeace einen ersten Zwischenbericht zur Umsetzung der Detox-Massnahmen publiziert. Darin bezeichnet sie Coop als «Trendsetter». Dies ist eine Bestätigung für das bereits erfolgte Engagement und eine Motivation, sich weiterhin gleich konsequent für eine saubere Textilproduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette einzusetzen.

Im Januar 2013 hat Coop das Detox-Commitment von Greenpeace unterzeichnet. Im Zentrum dieser Vereinbarung steht die sogenannte Negativliste, welche Chemikalien auflistet, die aus der Textilverarbeitung eliminiert werden sollen. Coop hat sich verpflichtet, bis 2020 auf alle darin aufgeführten Chemikalien zu verzichten.

Klare Vorgaben
Seither hat Coop bereits wichtige Schritte unternommen, um auf problematische Chemikalien bei der Textilverarbeitung zu verzichten. In einem ersten Schritt hat die Detailhändlerin eine eigene Richtlinie Textil und Leder verabschiedet. Sie hält fest, an welche Regeln sich Lieferanten halten müssen. Dabei geht es nicht nur um toxikologische Anforderungen an Textilien, sondern auch um soziale und ökologische Kriterien und um den Anbau der Textilrohstoffe und deren weitere Verarbeitung.

Pilotprojekte führen bereits zu Resultaten
«Bei den Haupt-Textillieferanten wurde die Transparenz bis zu den Ausrüstern (Färbereien, Druckereien) geschaffen und es haben erste Umweltaudits stattgefunden», sagt Emanuel Büchlin, Leiter Einkauf Bekleidung/Accessoires von Coop. Die Ergebnisse der Umwelttests sind auf der Datenbank des Insitutue of Public and Environmental Affairs (IPE) veröffentlicht. «Bei gewissen anspruchsvollen Produktkategorien – wie etwa Regenschirmen, die wasserabweisend sein müssen– haben wir bereits erfolgreich Pilotprojekte umgesetzt. So wird etwa seit November 2015 das gesamte Eigenmarken-Schirmsortiment PFC-frei produziert und kommt im Frühjahr 2016 in die Coop Supermärkte und Coop City Warenhäuser» freut sich Emanuel Büchlin.

Ausbildung von Lieferanten
Coop wird auch in den nächsten Jahren weitere wichtige Massnahmen ergreifen, um die Produktion konventioneller Textilien noch nachhaltiger zu gestalten. Der Fokus im Jahr 2016 liegt auf dem Ausbau des Trainingsangebotes für Lieferanten, um diese im Chemikalienmanagement aktiv zu sensibilisieren und zu unterstützen. Zusätzlich zum Engagement für eine saubere Produktion konventioneller Textilien wird sich Coop weiterhin für den Verkauf und die Produktion der fair und biologisch produzierten Bio-Baumwolle einsetzen. Insgesamt hat Coop seither über 55’000 Tonnen fair gehandelte Bio-Baumwolle für die Eigenmarke Naturaline verwendet. Damit ist Coop die grösste Anbieterin in diesem Bereich.

Mehr Informationen zu Detox finden Sie unter: http://www.coop.ch/content/act/de/grundsaetze-und-themen/hauptthemen/textil/detox.html

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