Durchbruch nachhaltiger Soja dank Coop

Nachhaltige Soja ist in der Schweiz Standard

Soja ist eine Wunderpflanze: Sie hat einen hohen Proteinanteil, ist als Fleischersatz beliebt und wird häufig als Futtermittel eingesetzt. Insbesondere wegen der guten Eigenschaften als Futtermittel hat sie einen wahren Boom erlebt, was vermehrt Umweltprobleme nach sich gezogen hat. Deshalb hat Coop 2004 zusammen mit dem WWF die so genannten Basler Kriterien für einen nachhaltigen Sojaanbau ins Leben gerufen. Dank ihres frühen und überzeugten Engagements hat Coop massgeblich dazu beigetragen, dass seit 2015 fast nur noch verantwortungsbewusst produzierte Soja in die Schweiz importiert wird. Heute wird im Basler Hafen offiziell der Verein «Sojanetzwerk Schweiz» gegründet, ein weiterer Meilenstein bei der Förderung von nachhaltigem Sojaanbau.

Soja ist eine äusserst interessante landwirtschaftlichen Kulturpflanze: Sie benötigt wenig Dünger, eignet sich für Fruchtfolgen, trägt zur Humusanreicherung bei und der Flächenverbrauch ist gegenüber Pflanzen mit ähnlichen Eigenschaften gering. Diese guten Voraussetzungen und die vielseitige Verwendbarkeit haben zu einem regelrechten Sojaboom geführt. Das hat auch zu Umweltproblemen geführt.

Coop als Pionierin
«Der WWF und Coop leisteten Pionierarbeit. Sie haben zusammen bereits im Jahr 2004 die sogenannten Basler Kriterien für einen nachhaltigen Sojaanbau ins Leben gerufen. Dies hat massgeblich dazu beigetragen, dass die Schweiz fast ausschliesslich nachhaltige Soja importiert», äussert sich Stefan Kausch, Koordinator des Sojanetzwerks Schweiz. Seit 2004 hat der Anteil verantwortungsbewusst produzierter Soja, das als Futtermittel in die Schweiz importiert wird, ständig zugenommen und liegt heute bei erfreulichen 94 Prozent.

Vermehrt Soja aus Europa
Coop setzt sich aber nicht nur in den traditionellen Anbaugebieten wie Südamerika für nachhaltigere Anbaubedingungen ein. Vielmehr engagiert sich die Detailhändlerin dafür, dass mehr Soja in Europa kultiviert wird. Als Mitglied des Vereins Donau Soja fördert sie etwa den Anbau von Soja in der Donauregion und weiteren prädestinierten Gebieten in Osteuropa. Dies mit Erfolg, denn bereits heute wird für die Futtermittel der Naturaplan- und Naturafarmpoulets und -legehennen nur noch europäisches Soja eingesetzt. Beim Rindfleisch setzt Coop auf graslandbasierte Produktion, Soja wird beim Natura-Beef gar nicht erst gefüttert.

Schweiz ist ein Soja-Anbaugebiet
Bei den Tofu-Produkten der Eigenmarken, so zum Beispiel bei den beliebten Karma-Tofus, setzt Coop grundsätzlich auf Soja aus Europa. Wenn immer möglich wird gar Schweizer Soja verwendet. Um die Produktion von Soja im Inland anzukurbeln, realisiert Coop zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) das Projekt «Bio-Speisesoja aus der Schweiz».

Gründung des Vereins Sojanetzwerk
Aus dem ursprünglich zeitlich befristeten Sojanetzwerk wird heute offiziell ein Verein ohne Laufzeitbeschränkung. Damit möchte der Verein die Weiterentwicklung der Standards sicherstellen. Mehr Informationen unter www.sojanetz.ch.

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