Paun sejel Var Müstair
400 g
Das Münstertaler Brot wird in den Verkaufsregionen
Ostschweiz-Tessin und
Zentralschweiz-Zürich angeboten.
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Ein langlebiges Paar.
Das Paun sejel Val Müstair ist das traditionelle Roggenbrot
im abgelegenen Bündner Münstertal hinter dem Ofenpass, im
Einzugsgebiet des Schweizerischen Nationalparks. Seine typische
Form, ein flacher Doppelfladen, ist heute noch Zeuge seiner
ursprünglichen Machart und Verwendung. Ursprünglich wurde
dieses Alltagsbrot von den Bauern im Tal für mehrere Wochen
oder gar Monate auf Vorrat gebacken und zur Haltbarmachung
getrocknet. Dafür wurden die flachen Brotlaibe senkrecht in
ein spezielles Gestell, die Pandea, geschichtet so, dass sich die
Laibe gegenseitig nicht berühren. Dies erlaubte eine
Austrocknung ohne den befürchteten Schimmelbefall. Um das
harte Brot dann für den täglichen Konsum zu zerkleinern,
bediente man sich der Gromla, eines Schneidgeräts, bestehend
aus einer massiven Metallklinge, welche an einer Achse auf einem
Holzbrett fixiert ist (Hebelwirkung).
Eine Tradition geht verloren...
Mit dem Aufkommen der ersten gewerbsmässigen
Bäckereien verschwindet die bäuerliche Herstellung dieses
Alltagsbrotes immer mehr. Einige Bauern brachten aber noch bis in
die 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts ein- bis zweimal monatlich ihr
eigenes Mehl in die Bäckereien und liessen davon ihren
Brotvorrat herstellen. Heute gibt es nur noch einen einzigen
Bäcker im ganzen Tal, der auch das Paun sejel Val Müstair
herstellt. Roggen ist das Getreide, das sich sehr gut für den
Anbau in den hoch gelegenen Tälern eignete und war somit die
typische Getreide-Grundnahrung für die Bergbevölkerung.
So war auch im Val Müstair das Alltagsbrot ein Roggenbrot, das
Paun sejel. Im Val Müstair verschwand der Roggenanbau im Laufe
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast gänzlich.
Heute wird das Paun sejel Val Müstair aus Bündner Roggen
unter Beimischung von Weizenmehl hergestellt.
...das Brot wird wieder heimisch.
Ziel dieses Förderkreises ist es, das Paun sejel Val
Müstair über die Region hinaus bekannt zu machen und vor
allem den Anbau von Roggen im Tal wieder zu fördern. Dies
verhindert nicht nur unnötig weite Transportwege, sondern
würde auch die Mühle im Tal wieder mehr auslasten. Das
Paun sejel Val Müstair hat eine relativ weiche, mehlige Rinde
und einen luftigen, dunkelbraunen Teig. Heute wird es vor allem
frisch genossen. Das geschmackvolle Aroma des Roggens kommt aber
besser zur Geltung, wenn das Brot nach 2–3 Tagen bereits etwas
härter ist. Es schmeckt hervorragend als Butterbrot und
harmoniert natürlich auch wunderbar mit etwas Trockenfleisch
und einem Glas Wein.
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Schweiz/Suisse/Svizzera
Kanton Graubünden, Münstertal/
Canton des Grisons, Val Mustair/
Cantone dei Grigoni, Val Monastero
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