Salz und Zucker

Es gibt verschiedenste Arten von Salz: Meersalz, Kochsalz, Kräuter- oder Gewürzsalz, Himalayasalz etc. Salz ist ein wichtiger Geschmacksgeber und in kleinen Mengen lebenswichtig. In fast jedem verarbeiteten Produkt finden wir es als Zutat.
Zucker, ebenfalls ein wichtiger Geschmacksgeber, mögen wir aufgrund seines angenehm süssen Geschmacks sehr. Zu viel Zucker sollten wir trotzdem nicht zu uns nehmen. Denn ausser Kalorien liefert er keine lebensnotwendigen Vitamine und Mineralstoffe. Man spricht bei Zucker deshalb auch von «leeren Kalorien».


Salz – mehr als nur ein Würzmittel

Salz – auch Speisesalz oder Kochsalz genannt – ist die chemische Verbindung aus Natrium und Chlorid (NaCl). 1 Gramm Kochsalz enthält 0.4 Gramm Natrium und 0.6 Gramm Chlorid. Diese beiden Mineralstoffe spielen eine lebenswichtige Rolle für den Wasserhaushalt, das Nervensystem und die Verdauung. Doch zu viel Salz kann sich ungünstig auf die Gesundheit auswirken.

Salz und Gesundheit
Bluthochdruck gehört zu den Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein hoher Salzkonsum wird oft in Zusammenhang mit Bluthochdruck diskutiert, da Natrium blutdruckerhöhend wirken kann. Die Unterscheidung von «salzempfindlichen» gegenüber «salzunempfindlichen» Personen ist hier sehr wichtig. Vor allem Personen mit bestehendem Bluthochdruck, übergewichtige und ältere Menschen sowie Diabetiker sind eher salzempfindlich. Bei diesen Gruppen kann eine Salzreduktion zu einer Blutdrucksenkung führen.

Konsum und Empfehlung
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine Strategie zur Reduktion des Salzkonsums ausgearbeitet mit dem Ziel, den durchschnittlichen Salzkonsum auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen maximalen 5 g pro Tag zu senken. Der aktuelle durchschnittliche Salzkonsum liegt bei 8–10 g pro Tag.

Salzgehalt von Lebensmitteln
Etwa 75 Prozent unseres Salzkonsums wird über industriell verarbeitete Produkte zugeführt. Der Rest stammt aus unverarbeiteten Lebensmitteln, die natürlicherweise Natrium oder Chlorid enthalten, sowie aus der Salzzugabe beim Kochen oder Nachwürzen bei Tisch. Zu den salzreichen Lebensmitteln gehören insbesondere Brot, Käse, Wurstwaren, Suppen, Saucen und Fertiggerichte.

Was macht Coop?

Coop deklariert auf allen ihren Eigenmarken-Produkten im Rahmen des Foodprofils den Salz- und Zuckergehalt. Coop ist bestrebt, den Zucker- und Salzgehalt möglichst tief zu halten und dennoch die geschmacklichen Erwartungen der Konsumenten zu erfüllen.

Mehr zum Coop Foodprofil

So können Sie Salz einsparen

  • Nachsalzen bei Tisch vermeiden.
  • Gemüse dämpfen und dünsten statt in viel Salzwasser kochen.
  • Speisen im Römertopf, in der Folie, auf dem Grill oder im Backofen zubereiten.
  • Zum Würzen frische Kräuter, Knoblauch, Zwiebeln und Gewürze verwenden.
  • Salzreiche Lebensmittel durch salzärmere ersetzen: z. B. Geschwellte statt Salzkartoffeln, Kräuterquark statt Hartkäse, gegrillter statt geräucherter Fisch.
  • Mariniertes, geräuchertes Fleisch/Fisch nur gelegentlich geniessen.
  • Salzreiche Knabbereien wie Salzstängeli, Chips, gesalzene Nüsse etc. nur ab und zu essen.
  • Salzgehalt auf der Produktverpackung (Foodprofil) beachten.

Jod in Kochsalz

Jod ist ein essentieller Nährstoff, der im menschlichen Körper zur Bildung der Schilddrüsenhormone dient. Diese Hormone sind an der Steuerung von Wachstum, Knochenbildung, Stoffwechsel und Gehirnentwicklung beteiligt.

Haltung von Coop
Coop befürwortet den Einsatz von jodiertem Kochsalz. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Jodierung von Speisesalz zur Vorbeugung von Jodmangelkrankheiten wichtig. Die Behebung des Jodmangels mit jodiertem Salz gilt weltweit als eine der erfolgreichsten und billigsten präventivmedizinischen Massnahmen. Jodmangel kann z. B. die Vergrösserung der Schilddrüse (Kropf) bewirken und die geistige Leistungsfähigkeit sowie das Konzentrations- und Denkvermögen beeinträchtigen. In der Schwangerschaft kann ein Jodmangel zu bleibenden Schäden beim Kind führen. Damit aber die Wahlfreiheit gewährleistet ist, bietet Coop neben jodiertem auch unjodiertes Kochsalz an.

Welche Nahrungsmittel enthalten Jod?
Die Jodaufnahme erfolgt vorwiegend über Produkte, welche jodiertes Kochsalz enthalten wie Brot, Wurst- und Fleischwaren, Käse und Fertigprodukte. Jodiertes Kochsalz ist deklarationspflichtig. Personen, die aus medizinischen Gründen möglichst wenig Jod zu sich nehmen sollten, können so diese Produkte sicher erkennen.
Von Natur aus enthalten die meisten Nahrungsmittel nur geringe Mengen an Jod. Reich an Jod sind Meeresfische und Muscheln. Eier sowie Milch- und Milchprodukte enthalten je nach Fütterung unterschiedliche Mengen an Jod und können ebenfalls zur Jodversorgung beitragen. Auch pflanzliche Lebensmittel wie Broccoli, Champignons oder Nüsslisalat enthalten kleine Mengen an Jod.

Empfehlung zur Jodaufnahme

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen eine Jodmindestaufnahme von 0.15 mg pro Tag. Die maximale Menge beträgt 1 mg pro Tag. Diese festgelegte Höchstmenge kann über den normalen Lebensmittelkonsum nicht erreicht werden.


Zucker hat viele Namen

Zucker ist Süssungs-, Konservierungs- und Genussmittel. Unter dem Begriff Zucker werden verschiedene Zuckerarten zusammengefasst, die allesamt zur Gruppe der Kohlenhydrate gehören. Diese Kohlenhydrate bestehen aus nur einem oder zwei Zuckerbausteinen und werden daher auch Einfach- bzw. Zweifachzucker genannt (Monosaccaride/Disaccharide). Je mehr Zuckerbausteine aneinander gereiht sind, desto weniger süss schmeckt er. Stärke zum Beispiel (der in Getreide, Kartoffeln etc. enthaltene Zucker) hat eine sehr lange Kettenlänge aus Zuckerbausteinen und ist daher nicht süss.

Zucker hat viele Namen, von welchen nur einige leicht als Zucker zu erkennen sind: Glukose, Glukosesirup, Saccharose, Laktose, Dextrose, Maltose, Fructose, Galactose, Raffinose, Gelierzucker, Invertzucker, Kandiszucker, Karamell, Traubenzucker etc. Finden Sie auf der Zutatenliste eines Lebensmittels einen dieser Begriffe, können Sie diesen als Zucker einordnen. Auch Honig besteht zum grössten Teil aus Zucker.

Zucker ist vor allem in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Süssgetränke, Sirup, Fruchtsäfte
  • Konfitüre, Honig
  • Süssigkeiten (Schokolade, Kuchen, Biskuits, Pudding etc.)
  • gesüsste Lebensmittel wie Jogurt, Früchtequark und Frühstückscerealien

Gibt es den «gesünderen» Zucker?

Nein. Fruchtzucker, Rohrohrzucker, brauner Zucker, Honig etc. bestehen chemisch gesehen alle aus Ein- und Zweifachzuckern mit nur sehr geringen Unterschieden im Gehalt sekundärer Pflanzen- und Mineralstoffe.


Süssstoffe und Zuckeralkohole

Süssstoffe sind chemisch hergestellte Ersatzstoffe für Zucker. Sie haben eine viel stärkere Süsskraft als Zucker und liefern kaum oder keine Kalorien. Bei hoher Dosierung können sie bitter schmecken. Eine Überdosierung ist jedoch nicht gefährlich. Enthalten sind Süssstoffe z. B. in Light-Getränken, diversen Light-Produkten wie Jogurt, Quarks und Assugrin.

Zuckeralkohole werden ebenfalls chemisch hergestellt. Oder sie sind wie z. B. Sorbit in Lebensmitteln natürlicherweise vorhanden. Es sind reduzierte Kohlenhydrate, die kein Zucker mehr sind, aber süss schmecken. In hohen Dosen können Zuckeralkohole zu Blähungen führen, da sie nicht vollständig aufgenommen werden und im Dickdarm vergären. Kaugummi oder Bonbons enthalten oft Zuckeralkohole.


Übersicht über die verschiedenen Zuckerarten und Süssungsmittel

  Zuckerarten Süssstoffe Zuckeralkohole
Verschiedene Arten Haushaltszucker (Saccharose)
Traubenzucker (Glukose)
Malzzucker (Maltose)
Fruchtzucker (Fructose)
Milchzucker (Laktose)
Acesulfam-K (E 950)
Aspartam (E 951)
Cyclamat (E 952)
Saccharin (E 954)
Sucralose (E 955)
Steviolglycoside (E 960)
Thaumatin (E 957)
Neohesperindin DC (E 959)
Aspartam-Acesulfamsalz (E 962)
Sorbit (E 420)
Mannit (E 421)
Xylit (E 967)
Isomalt (E 953)
Maltit (E 965)
Lactit (E 966)
Erythrit (E 968)
Süsskraft je nach Zuckerart 0.2 bis 1.2-fache Süsskraft von Haushaltszucker 30–3000x süsser als Haushaltzucker ähnlich dem Haushaltszucker
Herstellung natürliches Vorkommen in vielen pflanzlichen Lebensmittel (Früchten, Gemüse, Getreide), Milchprodukten und Honig synthetische Herstellung oder aus natürlichen Rohstoffen gewonnen kommen in natürlichen Lebensmittel vor, werden aber synthetisch hergestellt
Vorkommen Lebensmittel und Getränke kalorienreduzierte Lebensmittel und Getränke Kaugummi
Bonbons
kalorienarme Süssigkeiten
Nährwert pro Gramm 4 kcal liefert keine Kalorien weniger Kalorien: pro Gramm 2.4 kcal
Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel schneller Blutzuckeranstieg; Fruktose und Laktose bewirken einen weniger schnellen Blutzuckeranstieg kein Einfluss auf den Blutzuckerspiegel geringer Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
Sonstiges     Können bei übermässigem Verzehr abführend wirken und zu Blähungen führen.


Coop optimiert laufend die Rezepturen ihrer Eigenmarken. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders der Zucker-, Fett- und Salzgehalt.


Unsere Eigenmarken und Gütesiegel für eine genussvolle und gesunde Ernährung


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