Zusatzstoffe

Da viele Nahrungsmittel vorverarbeitet gekauft und bis zur Verwendung eine gewisse Haltbarkeitsdauer aufweisen müssen, kommen konservierende und stabilisierende Zusatzstoffe zum Einsatz. Sie tragen aber auch dazu bei, dass Lebensmittel gut verarbeitet werden können. Darüber hinaus können Zusatzstoffe den Geschmack, das Aussehen und den Geruch der Produkte verbessern.


Woraus werden Zusatzstoffe hergestellt?

Zusatzstoffe können natürlichen Ursprungs sein oder chemisch-synthetisch hergestellt werden.

Pflanzlichen Ursprungs sind Chlorophylle (E 140, Blattgrün) oder Pektin (E 440), ein Gelier- und Verdickungsmittel, das aus Apfel- und Zitrusschalen gewonnen wird.

Tierischen Ursprungs ist etwa Bienenwachs (E 901), der als Überzugsmittel dient.

Auch anorganische Mineralstoffe wie Magnesiumchlorid (E 511) werden als Zusatzstoffe verwendet.

Chemisch-synthetisch hergestellt werden beispielsweise Aspartam (E 951) oder Tartrazin (E 102).

Was ist die E-Nummer?

Die E-Nummer eines Zusatzstoffes ist der Code, mit dem jede Substanz unabhängig von der Sprache eindeutig identifiziert werden kann.
Die Nummerierung gilt nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Europa, denn das E steht für Europa.

Sind Zusatzstoffe gesundheitsschädigend?

Zusatzstoffe sind nicht gesundheitsschädigend, wenn sie im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien bezüglich Dosis und Verwendungszweck eingesetzt werden. Bevor ein Zusatzstoff zugelassen wird, muss er als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden. Dazu durchläuft er eine umfassende Untersuchung und Bewertung seiner Verwendungssicherheit.

Für Zusatzstoffe gilt das so genannte Positivprinzip. Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten. In der Schweiz legt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in der Zusatzstoffverordnung die erlaubten Stoffe in einer Positivliste fest. Darüber hinaus bestimmt das BLV, in welchen Produkten sie eingesetzt werden dürfen und in welcher Menge.

Unverträglichkeitsreaktionen gegen gewisse Lebensmittelzusatzstoffe können vorkommen, sind aber sehr selten. Dabei handelt es sich in der Regel aber nicht um eine echte Allergie, sondern um eine Unverträglichkeitsreaktion. Das Immunsystem des Körpers ist daran nicht beteiligt. Keine Seltenheit sind Reaktionen auf schwefelhaltige Zusatzstoffe (E 220–E 224, E 226–E 228). Daher muss Schwefel zwingend als Allergen angegeben werden. Dieses wird beispielsweise als Konservierungsmittel oder Antioxidans in Essig, Dörrobst und Wein eingesetzt. Allergien gegen Lebensmittel wie Sellerie, Nüsse, Milch, Fisch und Krustentiere sind jedoch weitaus häufiger als Reaktionen auf Zusatzstoffe.

Glutamat
Glutamat ist eine Aminosäure (ein Eiweissbaustein) und kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln wie beispielsweise in Käse oder Tomaten vor. Auch der Körper selbst bildet täglich erhebliche Mengen davon. Natürliches freies Glutamat und das als Geschmacksverstärker eingesetzte Mononatriumglutamat werden vom menschlichen Körper gleich gut aufgenommen und verstoffwechselt. Die Aminosäure wird zum Aufbau von körpereigenem Eiweiss benötigt und spielt als Botenstoff im Gehirn eine wichtige Rolle. Aufgrund der wissenschaftlichen Datenlage haben verschiedene Expertengremien den Einsatz von Geschmacksverstärkern als unbedenklich eingestuft. Fakt ist aber, dass in seltenen Fällen grössere Mengen an Glutamat zu Unverträglichkeitsreaktionen führen können.

Angabe von Zusatzstoffen
auf der Verpackung

Die Zusatzstoffe werden auf der Verpackung in der Zutatenliste aufgeführt. Es muss sowohl die Gattungsbezeichnung (z. B. Emulgator) sowie die Einzelbezeichnung (Lecithin) oder die entsprechende E-Nummer (E 322) angegeben werden.

Zur eindeutigen Identifikation deklariert Coop konsequent alle Zusatzstoffe mit der Gattungsbezeichnung und der E-Nummer wie zum Beispiel Antioxidationsmittel (E 330) anstatt Antioxidationsmittel (Zitronensäure).

Erfahren Sie, was Zutatenlisten uns sagen

Anforderungen von Coop an Zusatzsstoffe

Coop setzt sich für eine verantwortungsvolle und sinnvolle Verwendung von Zusatzstoffen ein. Wo immer möglich, verzichtet Coop auf Zusatzstoffe, auch wenn diese gesetzlich zugelassen sind. Coop hat deshalb für ihre Eigenmarken eigene Anforderungen definiert, die den Einsatz von Zusatzstoffen regeln und über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen.

Bei den Coop Naturaplan Bio-Produkten wird möglichst auf Zusatzstoffe verzichtet. Für Bio Knospe Produkte werden nur Zusatzstoffe zugelassen, welche für die Herstellung, Konservierung, Produktqualität- und sicherheit unerlässlich sind. Die in Bio Suisse Produkten eingesetzten Zusatzstoffe müssen natürlichen Ursprungs und ohne Anwendung von Gentechnologie hergestellt worden sein. Chemisch-synthetische Stoffe sind nicht erlaubt. Die Zulassung der eingesetzten Zusatzstoffe erfolgt produktspezifisch. Bio Suisse prüft individuell, ob ein Zusatzstoff für ein bestimmtes Produkt wirklich notwendig ist.

In JaMaDu Produkten ist der Einsatz von Zusatzstoffen grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen gibt es nur in Einzelfällen und nach sorgfältiger Prüfung.

Bei Betty Bossi Produkten wird, wenn immer möglich, auf sämtliche Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker sowie synthetische Farbstoffe und künstliche Aromen verzichtet.


Coop optimiert laufend die Rezepturen ihrer Eigenmarken. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders der Zucker-, Fett- und Salzgehalt.


Unsere Eigenmarken und Gütesiegel für eine genussvolle und gesunde Ernährung


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