Histaminintoleranz

In der Schweiz sind schätzungsweise ein Prozent der Bevölkerung von einer Histaminintoleranz betroffen. Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen, aber durch eine histaminarme Ernährung vermindert werden.


Vielfältige Beschwerden

Die Ursachen einer Histaminintoleranz sind bisher nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass unter anderem ein Mangel des Enzyms Diaminoxidase der Grund sein könnte. Dieses ist für den Abbau von Histamin verantwortlich. Histamin entsteht in Lebensmittel durch den bakteriellen Abbau der Aminosäure (Eiweissbaustein) Histidin. Histamin kommt in unterschiedlichen Konzentrationen sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln vor.

Diagnose/Therapie
Bisher existiert kein allgemeines Testverfahren, mit dem eine Histaminintoleranz eindeutig festgestellt werden kann. Ein Ernährungs- und Symptomtagebuch über zwei Wochen zu führen kann aber wertvolle Hinweise für die Diagnose liefern. Nahrungsmittelallergien sowie Unverträglichkeiten gegenüber Lactose, Gluten oder Fruktose müssen ausgeschlossen werden.
Ist die Diagnose eindeutig, sollte die Ernährung entsprechend angepasst werden. Nach einer Karenzphase, bei welcher eine streng histaminarme Ernährung erfolgt, kann die individuelle Verträglichkeit ausgetestet werden.
Dabei empfiehlt sich dies in Begleitung eines Allergologen oder einer dipl. Ernährungsberaterin HF/FH zu tun.
Die Histaminaufnahme kann durch eine geeignete Lebensmittelauswahl reduziert werden. Coop führt hierfür keine Spezialprodukte im Sortiment.


Lebensmittel mit hohem Histamingehalt

  • Schmelz-, Weich- und Hartkäse
  • Fruchtsorten wie Bananen, Erdbeeren und Ananas
  • Geräucherte, marinierte und eingelegte Fisch-, Fleisch- und Wurstwaren
  • alkoholische Getränke wie Rotwein und Sekt
  • Gemüse: Aubergine, Avocado, Ketchup, Sauerkraut, Spinat, Tomaten, Tomatenjus

Gut zu wissen

Der Histamingehalt eines Lebensmittels steigt im Laufe der Lagerung und des Reifegrads. Allgemein sollten folgende Lebensmittel gemieden werden: Gärungs-, Reifungs- oder Fermentationsprodukte, Konserven, Fertigprodukte, warm gehaltene oder wieder aufgewärmte Speisen sowie lang gelagerte Produkte.

Als Grundregel gilt: Nahrungsmittel möglichst frisch verzehren.



Verpassen Sie nicht unsere vierteljährlichen News mit interessanten Informationen zu Essen, Genuss und Lebensmitteln.


Unsere Eigenmarken und Gütesiegel für eine genussvolle und gesunde Ernährung


Alle Informationen und Empfehlungen auf dieser Seite wurden von Fachleuten sorgfältig zusammengestellt. Sie sind unverbindlich und dienen allein zu Ihrer allgemeinen Information. Für den Fall, dass die Ratschläge sowie die übrigen Angaben umgesetzt werden, wird jegliche Haftung, insbesondere auch für Folgeschäden vollumfänglich ausgeschlossen. Die Einsicht in die vorliegende Webpage führt zu keinem Auftragsverhältnis.