Kürbis

Er ziert herbstliche Dekorationen, schmeckt herrlich fein in einer Suppe oder als Salat. Der Kürbis. Oft wird der Kürbis als Gemüse verwendet, er kann aber noch weitaus mehr!


Im Herbst ist die Ernte der farbenfrohen Exemplare. Die vielen unterschiedlichen Farben, von weiss über grün bis tieforange lassen dieses Gewächs prächtig auf den Feldern leuchten.
Die Früchte der Kürbisgewächse beeindrucken nicht nur durch ihre Farbenpracht, sondern auch ihre Grösse kann riesige Dimensionen annehmen. Der schwerste europäische Kürbis wurde am 9. Oktober in Ludwigshafen (Deutschland) gekürt. Er ist 1190 kg schwer und ist somit gleich schwer wie ein ausgewachsener Stier (Gewicht bis 1200 kg).
Seinen wichtigsten Auftritt des Jahres hat der Kürbis jeweils am 31. Oktober, an Halloween. In der Nacht vor Allerheiligen, steht er aufwändig geschnitzt vor den Haustüren und erschreckt die vorbeigehenden Kinder. Dieser Brauch kommt ursprünglich aus Irland, wobei grossen Rüben Fratzen eingeschnitzt wurden, damit diese das Böse vom Haus fern halten. Als die ersten Iren dann in die USA emigrierten, nahmen sie diese Tradition mit. Aus den Rüben wurden Kürbisse, weil dieses Gewächs in den USA reichlich vorhanden war.

Nicht alle Kürbissorten sind essbar

Die Zierkürbisse enthalten den Stoff Cucurbitacin. Dieser lässt die Kürbisse bitter schmecken und verhindert auf natürliche Weise, dass diese vom Menschen gegessen wird. Der bittere Geschmack schützt den Menschen also davor nichts Giftiges zu sich zunehmen.
Das Kürbsikernöl kann Abwechslung in die Küche bringen. Die Fettsäurenzusammensetzung ist verglichen mit Raps- oder Olivenöl weniger empfehlenswert, weil es weniger Omega-3 Fettsäuren enthält. Jedoch spricht nichts dagegen, das Kürbiskernöl für einzelne (kalte) Speisen zu verwenden.

Kürbisinhaltsstoffe: wichtig für den Organismus

Ihr festes Fleisch lässt nicht erahnen, dass sie aus über 90 % Wasser bestehen und daher mit durchschnittlich 25 kcal/ 100g Fruchtfleisch kalorienarm sind. Die meist orange Farbe wird durch das Betacarotin verursacht. Betacarotin ist eine Vorstufe, welche im Körper, zu Vitamin A umgebaut wird. Vitamin A ist für die Gesundheit unserer Augen und Schleimhäute lebensnotwendig. Die Aufnahme von Betacarotin wird verbessert, wenn der Kürbis verarbeitet und mit ein wenig Öl oder Fett gegessen wird.
Weiter liefern die herbstlichen Gewächse, wie jede Frucht und jedes Gemüse, positive sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Für die Pflanze sind diese als Abwehr gegen Schädlinge, als Aromastoffe oder zur Vermehrung, wichtig. Sekundären Pflanzenstoffen werden gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Ebenfalls eine gesundheitsfördernde Wirkung haben die Nahrungsfasern, welche reichlich im Kürbis vorhanden sind. Diese Substanzen unterstützen eine gute Verdauung und fördern die langanhaltende Sättigung.

Kücheneinsatz

Zusammen mit Gewürzen, Früchten oder anderen Gemüsen, ist das prächtige Gewächs in der Küche vielseitig einsetzbar. Die Verarbeitung ist nicht bei jedem Kürbis gleich arbeits- und zeitintensiv-, damit sich ein farbenfrohes Menü zaubern lässt. Es gibt Sorten, welche nicht geschält werden müssen (beispielsweise Hokkaido oder Gleisdorfer Ölkürbis (pro Specia Rara)) und so direkt verarbeitet werden können. Die Verarbeitung von Butternusskürbisen (Butternut) ist etwas aufwändiger aber besonders lecker als gedämpfte Gemüsebeilage. Der Pattison und der Muskatkürbis können roh oder geraffelt Abwechslung auf den Teller bringen.
Ob herzhaft als Hauptdarsteller in einer Suppe, als feiner Kuchen oder als Dekorationselement, der Kürbis ist ein Tausendsassa.
- Rezept: Free From Rezept des Monats November (Kürbiskuchen)


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