Nachhaltige Waldwirtschaft für gesunde Wälder

2011 ist das internationale Jahr des Waldes. Eine gute Gelegenheit, das breite Engagement der Coop für ihre nachhaltige Sortimentsleistung aufzuzeigen. Denn Coop Bau + Hobby ist innerhalb der Schweizer Baumärkte führend in Angebot und Verkauf von Holzprodukten aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Coop setzt sich zusammen mit FSC und dem WWF seit langem für den Schutz der Wälder ein. Im UNO-Jahr des Waldes möchte Coop speziell in ihren Bau+Hobby Märkten zeigen, wie tief die vorbildliche Waldwirtschaft bei Coop verankert ist.


Was ist FSC (Forest Stewardship Council)?
Das Gütesiegel FSC (Forest Stewardship Council, auf Deutsch Internationaler Waldwirtschaftsrat) steht für eine vorbildliche und nachhaltige Waldwirtschaft. Das heisst, in einem FSC-Wald wird professionell Holz genutzt, aber höchstens soviel geschlagen, wie langfristig wieder nachwächst. Grossflächige Kahlschläge und andere umweltschädliche Nutzungsformen sind verboten. FSC fördert aktiv die biologische Vielfalt, indem Reservate eingerichtet und alte, abgestorbene Bäume stehen gelassen werden. Darüber hinaus muss mit der Waldbewirtschaftung das soziale und ökonomische Wohlergehen der Waldarbeiterinnen und -arbeiter sowie jenes der lokalen Bevölkerung gewährleistet sein oder gar verbessert werden.


Welche Grundsätze stehen hinter dem FSC-Label im Detail?
Mit zehn strengen Prinzipien garantiert das FSC-Label, dass die Wälder langfristig erhalten bleiben:

-Einhaltung der im jeweilgen Land geltenden Gesetze und der FSC-Prinzipien
-Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen müssen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein
-Wahrung der Rechte indigener Völker
-Die Waldbewirtschaftung muss das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder verbessern
-Ökonomische Effizienz und Produktvielfalt
-Gewährleistung von Biodiversität, Schutzfunktionen des Waldes und Landschaftsschutz
-Erstellung und Umsetzung eines Bewirtschaftungsplanes
-Kontrolle durch angemessene Dokumentation und Monitoring der umweltbezogenen und sozialen Leistungen
-Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert
-Plantagen müssen dazu beitragen, den Druck auf Naturwälder zu mildern, respektive deren Wiederherstellung und Schutz fördern

In der Schweiz sind knapp 50% der Waldflächen mit dem FSC-Gütesiegel zertifiziert. Trotz der bereits hohen Standards des Schweizer Waldgesetzes bietet die FSC-Zertifizierung marktwirtschaftliche Vorteile. Zudem sensibilisiert sie die Forstbetriebe auf die Themen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung, wie die Bedeutung von Waldreservaten oder die Wichtigkeit von Totholz.


Unterschiede in der Zertifizierung – Die Bedeutung der unterschiedlichen Logos
Bei FSC sind verschiedene Zertifikatsstufen möglich. Es existieren drei verschiedene Logos: FSC 100%, FSC Mix und FSC Recycled.

-FSC 100%: 100% des verwendeten Holzes stammt aus FSC Waldwirtschaft. Bei der Eigenmarke Coop Oecoplan sind fast alle Vollholzprodukte aus 100% FSC (ausgenommen Schweizer Holz).
-FSC-Mix: Gemisch aus FSC-zertifiziertem Holz/Fasern und Holz/Fasern aus kontrollierten Quellen. Zum Beispiel sind die Coop Oecoplan Windeln aus FSC-Mix zertifi-zierten Holzfasern hergestellt.
-FSC-Recycled: gilt für alle Produkte, die ausschliesslich aus rezykliertem Holz/rezyklierten Fasern stammen. Bei den Coop Eigenmarken im Papierbereich sind 54% des Sortiments rezykliert oder aus primärem FSC zertifiziertem Holz.

Mehr Details über FSC unter http://www.fsc-schweiz.ch/


Coop und FSC: Gemeinsame Grundsätze
Coop ist der Erhalt der Wälder mit ihrer Flora und Fauna wichtig und darum handelt sie seit Langem entsprechend. Mit einer strengen Holzrichtlinie, an die sich alle Einkäufer halten müssen, fördert Coop die nachhaltige Waldwirtschaft. Coop bietet Produkte mit dem FSC-Gütesiegel seit dessen Lancierung 2002 an. Gemäss Studien des WWF ist das FSC-Gütesiegel das einzig vertrauenswürdige Label, wenn es um Holzartikel aus zertifizierter nachhaltiger Waldwirtschaft geht. Deshalb arbeitet Coop eng mit FSC und WWF zusammen, um gemeinsam nachhaltige Waldprojekte zu realisieren.

Coop ist führend im Angebot von nachhaltigen Holzprodukten. Denn Coop verfolgt zum einen die FSC Zertifizierung wo immer möglich und zum anderen die allgemeine ökologische Verbesserung von Holzprodukten. Darüber hinaus soll der ökologische und soziale Mehrwert in Einklang gebracht werden.

Die langjährige und intensive Zusammenarbeit mit dem FSC Schweiz trägt Früchte. Der Umsatzanteil von FSC am gesamten Coop Holzsortiment beträgt heute stolze 70 %. Das Ziel, die Sortimente ganz auf FSC umzustellen, hat Coop bei einzelnen Produktegruppen (z.B. bei den Holzspielwaren) bereits erreicht. Neben der FSC-Zertifizierung bei Produkten wird bei Coop das Gütesiegel auch für die Mehl-, Zucker-, Schokolade- und Brotverpackungen verwendet. Im Jahr 2010 wurden alle 1 Liter-TetraPak Milchverpackungen auf FSC umgestellt.


Woher stammt das bei Coop verkaufte Holz?
Coop setzt in der Beschaffung unter der Nachhaltigkeits-Eigenmarke Oecoplan folgende Prioritäten:

Holzprodukte:
-100% oder FSC Mix-zertifiziertes Holz aus der Schweiz und aus grenznahen Gebieten
-100% FSC-zertifiziertes Holz aus Europa
-100% FSC-zertifiziertes aussereuropäisches Holz

Papierprodukte:
-100% Recycling-Papier, um mit den Waldressourcen möglichst haushälterisch umzugehen; Herkunft wenn immer möglich aus der Schweiz und aus grenznahen Gebieten
-100% Recycling-Papier aus Europa
-100% FSC-zertifizierte Fasern

Für das übrige Sortiment sind bei der Beschaffung die nachstehenden Prioritäten einzuhalten:
-Recyclingpapier (100% post consumer waste)
-FSC-zertifiziertes Holz und Fasern aus der Schweiz und grenznahen Gebieten
-FSC-zertifiziertes Holz und Fasern aus Europa
-(konventionelles) Holz und Fasern aus der Schweiz (hier gewachsen und verarbeitet, Belege liegen vor)
-FSC-zertifiziertes Holz und Fasern mit Herkunft ausserhalb von Europa


Weitere Informationen
Coop Nachhaltigkeitsbericht zum Download: www.coop.ch/nachhaltigkeit
Coop Fonds für Nachhaltigkeit: www.coop.ch/fonds


Kontakt
Denise Stadler, Leiterin Medienstelle Coop
+41 61 336 71 10
denise.stadler@coop.ch

Roland Furrer, Geschäftsführer FSC Schweiz
+41 62 893 01 65
furrer@fsc-schweiz.ch

Kontakte mit folgenden Interviewpartnern werden über die Coop-Medienstelle koordiniert:
Carine Boetsch, Coop Projektkoordinatorin Nachhaltigkeits-Eigenmarken und Gütesiegel
Guido Fuchs, Coop Projektleiter Nachhaltigkeit


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