Coop Nachhaltigkeit
Die Gewinnung von nachhaltigem Palmöl
Die Nachfrage nach Palmöl ist enorm. Der Anbau hat ebenso enorme Folgeschäden. Doch das muss nicht sein. Coop will bis spätestens 2013 in allen Eigenmarkenprodukten 80% des Bedarfs mit nachhaltigem Palmöl decken. Dies ist nur mittels Partnerschaften mit den Produktherstellern und Palmöl-Importeuren möglich.
Palmöl als wichtiger Rohstoff
Die Nachfrage nach Palmöl nimmt jährlich stark zu. Coop setzt Palmöl beziehungsweise Palmfett in über 1 000 Eigenmarkenprodukten ein. Dies hat drei Hauptgründe. Erstens ist es aufgrund seiner Beschaffenheit für viele Produkte der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie geeignet. Zweitens verzichtet Coop aus Gesundheitsgründen auf den Einsatz gehärteter Fette und aus Rücksicht auf die Vegetarier und Veganer auf den Einsatz tierische Fette. Drittens sind Öl-Palmen eine sehr produktive Kultur und daher ist Palmöl auch relativ günstig.
Rodung von Wäldern
Über 80 % des weltweiten Palmöls beziehungsweise Palmfetts kommen aus Indonesien und Malaysia. Zur Gewinnung von Anbauflächen werden jährlich Hunderttausende Hektar Regenwald gerodet, was in den Produktionsländern zu grossen ökologischen und sozialen Problemen führt. Die Zerstörung von indonesischem Torfland für den Palmölanbau setzt klimaschädliche CO2-Emissionen frei. Zudem führt die Verdrängung der lokalen Bevölkerung durch die Ausdehnung der Plantagen und die schlechten Arbeitsbedingungen auf den Plantagen zu sozialen Konflikten.
Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)
Bereits 2004 wurde Coop Mitglied des RSPO Roundtable on Sustainable Palm Oil. Die im RSPO formulierten Prinzipien und Kriterien haben das Ziel, den Anbau von sozial- und umweltgerechtem Palmöl zu fördern. Konkret bedeutet dies, dass für die Palmölplantagen ab 2005 kein Tropenwald mehr brandgerodet worden ist, dass die Gesetzte eingehalten werden und faire und sichere Arbeitsbedingungen vorherrschen. Auch Forderungen nach Erhalt der Artenvielfalt, minimalem Einsatz von Chemikalien und die Einhaltung der landesrechtlichen Bestimmungen müssen erfüllt sein.
RSPO bietet vier Möglichkeiten nachhaltiges Palmöl zu beziehen: Mehr
Coop setzt sich ambitiöse Ziele
Coop Eigenmarkenprodukte enthalten rund 3 500 Tonnen Palmöl, die mit Zertifikaten abgedeckt sind (Book&Claim). Für Coop ist diese Lösung aber unbefriedigend. Sie hat daher neue, bessere Wege gesucht und gefunden.
In einem ersten Schritt importiert Coop einen Teil ihres Palmölbedarfs für Eigenmarken Food-Produkte via Nutriswiss AG von einer RSPO-zertifizierten Plantage in Malaysia. Der Transport erfolgt völlig getrennt von herkömmlichem Palmöl in abgeschlossenen Containern. Das Palmöl wird zu Margarine verarbeitet, welche ab sofort für den Coop-Blätterteig verwendet wird. Coop möchte mit diesem ersten Schritt Erfahrungen sammeln. Sie strebt bis 2013 an, 80% des Palmöls in Coop-Eigenmarkenprodukten durch RSPO-Palmöl zu ersetzen.
Coop Medienmitteilung, 12.09.2011: Rückverfolgung bis zum Ursprung gesichert
WWF erteilt Coop gute Noten
Coop rangiert in den Top 10 von 59 international beurteilten Firmen.
Prinzipien und Kriterien des RSPO
Lernen Sie die Grundlagen der nachhaltigen Palmöl-Produktion kennen.