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Nachhaltigkeit

Coop Nachhaltigkeit

Coop verpflichtet sich zur Chemikalienreduktion in der Textilproduktion

Als erstes Schweizer Unternehmen hat Coop 2013 eine Absichtserklärung mit Greenpeace unterzeichnet, welche die Reduktion von gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion bis 2020 zum Ziel hat.

Detox Kampagne von Greenpeace

Seit mehreren Jahren kämpft die Umweltorganisation Greenpeace für die Elimination von gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion. Die Bekämpfung der Gewässer- und Bodenverschmutzung und der gesundheitlichen Auswirkungen für die Mitarbeitenden in den Produktionsländern stehen im Zentrum der Detox Kampagne von Greenpeace.

Was macht Coop?

Mit der Unterzeichnung des so genannten Detox-Commitment unterstreicht Coop ihr Engagement für eine faire und schonende Textilproduktion. Coop ergreift im Bereich aller Textileigenmarken diverse Massnahmen zur Reduktion des Einsatzes gefährlicher Chemikalien und zur Reduktion der mit dem Chemikalieneinsatz einhergehenden Gewässer- und Bodenverschmutzung:

1. Richtlinie Textil und Leder

Im November 2013 verabschiedete Coop die Richtlinie Textil und Leder. Diese regelt die sozialen, ökologischen und toxikologischen Anforderungen für die Coop Eigenmarken Textil und Leder. Dieser Mindeststandard bezieht sich sowohl auf den Anbau der Textilrohstoffe als auch auf die weitere Verarbeitung und die Transparenz der Lieferketten.
Richtlinie Textil und Leder

2. Negativliste für den Einsatz von Chemikalien

Die verbotenen Chemikalien, die in der Textil- und Lederproduktion in der gesamten Lieferkette für die Coop Eigenmarken spätestens ab 2020 nicht mehr eingesetzt werden dürfen, sind in einer Negativliste festgehalten. Diese deckt alle 11 Stoffgruppen ab, die Greenpeace als gefährlich einstuft. Die Geschäftspartner von Coop sind verpflichtet, diese Negativliste einzuhalten und ihre Textil-Produktion auf ungefährliche Chemikalien umzustellen. Die Negativliste wird periodisch nach aktuellem Kenntnisstand überarbeitet.
Chemikalien-Negativliste (MRSL – Manufacturing Restricted Substances List)

3. Messung von Umweltdaten der Coop Lieferanten

Um die Einhaltung der Anforderungen zu Überprüfen und den jährlichen Fortschritt zu dokumentieren, lässt Coop Umweltdaten bei ihren Lieferanten erheben. So werden z.B. Abwasser und Schlamm auf die unerwünschten Chemikalien der Negativliste überprüft, wobei besonders Färbereien und Druckereien (Ausrüster) im Fokus stehen. Die Audits werden von einer externen Firma durchgeführt. Zudem wird Coop die Lieferanten bei der Umstellung der Chemikalien noch stärker begleiten und diese beispielsweise mit Trainingsangeboten sensibilisieren und unterstützen.

4. Veröffentlichung der Umweltdaten auf der IPE-Datenbank

Die Ergebnisse der Umwelttests der wichtigen Coop Lieferanten werden auf einer öffentlich zugänglichen Datenbank veröffentlicht. Diese IPE-Datenbank wird vom Institute of Public and Environmental Affairs (IPE), einer Partnerorganisation von Greenpeace, betrieben und macht den Nutzungspegel der Chemikalien der Lieferanten von Coop transparent.
Das anfängliche Ziel, bis 2013 die Daten von 15 Ausrüstern auf der Datenbank zu veröffentlichen, hat Coop nicht erreicht. Durch eine Neupositionierung des Eigenmarkensortiments arbeitet sie ab 2015 mit weniger Ausrüstern zusammen. Auch benötigt es viel Überzeugungsarbeit, die Ausrüster von den Vorteilen einer Veröffentlichung ihrer Daten zu überzeugen. Zum einen arbeitet Coop nicht direkt mit diesen zusammen, sondern über die jeweiligen Konfektionäre. Zum anderen ist Coop global gesehen eine kleine Abnehmerin und verfügt daher über eine geringe Hebelwirkung. Hier setzen die oben erwähnten Trainingsangebote an.
Ziel ist, dass Coop bis Ende 2016 die Umweltdaten von ihren wichtigsten Ausrüstern (diese decken 80% des Eigenmarkenumsatzes ab) auf der IPE-Datenbank veröffentlichen kann. So werden 2014 die Umweltdaten der ersten zwei Betriebe veröffentlicht. Für 2015 und 2016 ist jeweils die Veröffentlichung der Daten von weiteren vier Betrieben geplant.
IPE-Datenbank (auf Englisch)

5. Testkampagnen auf Produktebene

Coop führt im Textilsortiment regelmässig Stichproben durch und testet die Produkte auf gefährliche Chemikalien. Bisher hat Coop drei Prüfkampagnen durchgeführt, die vierte erfolgt Anfang 2015.

  • Erste Prüfkampagne / Herbst 2013: (50 Proben von 24 Lieferanten, Kurzbericht)
  • Zweite Prüfkampagne / Frühjahr 2014: (52 Proben von 32 Lieferanten, Kurzbericht)
  • Dritte Prüfkampagne / Herbst 2014: (87 Proben aus Gesamtsortiment, Kurzbericht)

6. Arbeitsgruppe Textil und Leder, Fachteam Chemie und Begleitung vor Ort

In der Arbeitsgruppe Textil und Leder werden regelmässig (mind. 4 Mal jährlich) die Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung der Richtlinie besprochen und notwendige Massnahmen abgeleitet und umgesetzt. Sie setzt sich aus Spezialisten aus den Bereichen Einkauf, Qualitätssicherung, Nachhaltigkeit und Coop Naturaline zusammen.
Das Fachteam Chemie besteht aus Coop internen Mitgliedern mit naturwissenschaftlicher Ausbildung, die sich gezielt mit den Themen Chemikalieneinsatz, Umweltdaten der Lieferanten, Erarbeitung der Negativliste und Durchführung und Auswertung der Testkampagnen auf Produktebene auseinandersetzen.
Die wichtigste Schnittstelle zwischen den Fachexperten und den Lieferanten von Coop ist die Coop-Tochter Eurogroup Far East in Hong Kong. Die Eurogroup-Mitarbeitende leisten Sensibilitäts- und Überzeugungsarbeit bei den Lieferanten vor Ort und unterstützen so die Umsetzung der Absichtserklärung vor Ort.

Langjähriges Engagement von Coop

Die Nachhaltigkeits-Eigenmarke Coop Naturaline steht für faire und umweltschonende Textilproduktion und ist seit 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte. Die Lieferketten sind transparent, der Chemikalieneinsatz ist sehr strikt geregelt und die Verwendung von gefährlichen Chemikalien in allen Produktionsschritten verboten. Eine unabhängige Kontrollinstanz überprüft die unterschiedlichen Prozesse regelmässig.
Zu Coop Naturaline

In ihrer Richtlinie nachhaltige Beschaffung reguliert Coop bereits seit 2012 den Einsatz von Chemikalien, die gemäss der anerkannten Institutionen der EU (ECHA: Europäische Agentur für chemische Stoffe) als gefährlich eingestuft werden.




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