Homöopathie: Geschichte und Definition

Drei Grundprinzipien

Die klassische Homöopathie beruht auf drei Grundprinzipien:

  1. Dem Ähnlichkeitsprinzip („Similia similibus curentur“), nach dem eine Krankheit von dem Mittel geheilt wird, das bei einem Gesunden ähnliche Krankheitssymptome hervorruft.
  2. Der genauen Kenntnis der Arzneien durch die Prüfung der Arzneimittel an Gesunden.
  3. Der exakten Erfassung des individuellen Krankheitsbildes durch eine ausführliche Symptomenerhebung (Anamnese). Hierzu wurden von Hahnemann und seinen Nachfolgern ausgedehnte Tabellen (Repertorien) erstellt, mit deren Hilfe der Homöopath den Patienten und seine Krankheitserscheinungen einem sogenannten Arzneimittelbild zuordnen soll.

Zur Herstellung der Arzneimittel werden die Grundsubstanzen einer sogenannten Potenzierung unterzogen. Dabei werden sie wiederholt mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker verrieben. Die Verdünnungen erfolgen meist im Verhältnis 1:10 (dezimal D) oder 1:100 (centesimal C). Jede homöopathische Arznei kann in verschiedenen "Potenzen" verabreicht werden, je nach gewünschter Kraft des Heilmittels. Dargereicht werden homöopathische Arzneien in der Regel als Globuli, Tropfen oder auch als Tabletten.

Das richtig ausgewählte homöopathische Mittel versetzt den Organismus in die Lage, sich selbst zu heilen. D.h. der Organismus aktiviert seine Selbstheilungskräfte und die Krankheit wird geheilt. Die homöopathische Methode verwendet Arzneien, die den Symptomen des Kranken ähnlich sind. Daher kann eine kurzzeitige Verstärkung, die so genannte Erstverschlimmerung auftreten. Doch dadurch wird der Organismus in die Lage versetzt, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und gesund zu werden.

Die homöopathischen Arzneien bestehen zu 80 Prozent aus pflanzlichen, zu 15 Prozent aus mineralischen und zu 5 Prozent aus tierischen Ausgangsstoffen. Die Wirkung aller Substanzen wird stets am gesunden Menschen geprüft.

Quelle: www.spagyros.ch


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