Mineralstoffe und Spurenelemente

Mineralstoffe Wofür Für wen Woher
Kalium • Für das Herz (Herzmuskeltätigkeit!), die Muskeln, die Nerven und die Konzentration. • Für den Stoffwechsel, die Energiegewinnung und den Wasserhaushalt (entwässernd). Für die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen und die Aktivierung von Enzymen. Menschen, die über längere Zeit Entwässerungsmittel, Cortison oder Abführmittel einnehmen (müssen), sollten den Kaliumspiegel prüfen lassen. Vor allem aus Obst, Gemüse und Getreide. Aus Salat, Früchten (Beeren, Melonen), Pfifferlingen, Petersilie, Vollkornbrot, Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten. Im Winter: ungeschwefelte Trockenfrüchte (Aprikosen, Feigen), Bananen, Kiwi, Spinat, Kohlsorten, Brokkoli, Erbsen, getrocknete Pilze, Kartoffeln.
Kalzium • Für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Stabilisiert alle Körperzellen. • Für die Reizleitung von Muskeln und Nerven. • Für Blutgerinnung, geregelten Herzschlag und guten Schlaf. Mangelerscheinungen treten besonders in der Jugend und im Alter auf. Bis zum Ende der Pubertät baut der Mensch 90 Prozent seiner Knochenmasse auf. Ab dem 40. Lebensjahr und besonders bei Frauen ab der Menopause geht die Knochendichte zurück Osteoporosegefahr). Molkenpulver (z.B. Molkosan®), Käse (Hartkäse mehr als Weichkäse, weniger fette Käse mehr als fetthaltige), Schafs-, Ziegen-, Kuh- und Stutenmilch, Jogurt, Kefir, Quark, Mineral- und Trinkwasser. Spinat, Brokkoli und Grünkohl.
Chlor/Chlorid* Zusammen mit Natrium ist Chlorid verantwortlich für die Entstehung und Weiterleitung von Nervenimpulsen, für die Flüssigkeitsverteilung und den richtigen Druck ausserhalb der Zellen. Wer Salz verwendet, kann keinen Chloridmangel bekommen. Die Hauptzufuhr erfolgt durch das Salzen im Haushalt und die Aufnahme von Kochsalz aus industriell hergestellten Lebensmitteln.
Natrium • Zur Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks innerhalb und ausserhalb der Körperzellen. • Zur Regelung des Wasser- und des Säure-Basen-Haushaltes. • Für die Erregbarkeit und Kontraktion von Muskeln und Nerven. Ein Mangel ist äusserst selten. Fleisch-, Fisch-, Milchprodukte und Backwaren sind wegen ihres Salzgehalts reich an Natrium
Magnesium • Für Leistung und Ausdauer bei körperlicher Arbeit und Sport. • Für Stressgeplagte, zur Minderung von Gereiztheit und Aggressivität. • Für den Aufbau und die Erhaltung des Skelettsystems, der Zellen und Zähne, die Steuerung von Muskel- und Nervenfunktionen. • Hemmt die Blutgerinnung, senkt Blutfettwerte. Schwangere und besonders Stillende sowie ältere Menschen und eventuell Herzkranke haben einen erhöhten Bedarf. Menschen mit Diabetes, Vitamin B6-Mangel, Bluthochdruck, nächtlichen Muskelkrämpfen oder häufi gem Alkoholkonsum sollten den Magnesium-Status überprüfen lassen. Vollkornprodukte, Rohkost, Sojamilch, Schokolade, ungeschälter Reis, Haferfl ocken, Milch, Mineralwasser. Im Winter: Sonnenblumen und Kürbiskerne, Sesam-, Mohn- und Leinsamen, Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Nüsse, Bananen, Amaranth, Kakao, Kartoffeln.
Phosphor • Baustoff für Knochen und Zähne. • Für den Stoffwechsel, den Aufbau von Zellmembranen, zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts. • Für die Übertragung von Energie im Energiestoffwechsel und zur Aufrechterhaltung der Tätigkeit von Nerven und Gehirn.   Milch und Milchprodukte (Hartkäse), Fleisch, Wurst, Fisch, Getreide, Fertiggerichte. Ein Phosphormangel kommt so gut wie nie vor.
Schwefel* • Für Haare, Nägel und Bindegewebe. Im Wachstum wird besonders viel Schwefel benötigt. Ein Mangel tritt sehr selten auf. In pflanzlichem und tierischem Eiweiss.
Eisen • Für die roten Blutkörperchen, den Transport und die Speicherung von Sauerstoff im Blut. Bestandteil vieler Enzyme. • Für Konzentration und Leistung. Besonders Kinder, Jugendliche, Vegetarier, Veganer und stark menstruierende Frauen sollten auf eine gute Versorgung achten. Bei Schwangeren und Stillenden wird eine höhere Zufuhr empfohlen. Viel Eisen ist in Blutwurst, Leber und dunklem Fleisch. Auch Pflanzen enthalten Eisen, das allerdings schlechter zu verwerten ist: z.B. Weizenkleie, Vollkornprodukte, Erbsen, Fenchel und Kräuter. Im Winter: Spinat, Linsen, Schwarzwurzeln, Kohl, Karotten. Kürbiskerne, Leinsamen, Mandeln, Wal-, Hasel- und Erdnüsse.
Jod* • Für körperliche sowie geistige Entwicklung und Leistungsfähigkeit. • Für das seelische Gleichgewicht und die Regulation der Körpertemperatur. Treibstoff für Schilddrüsenhormone, die u.a. Knochenbildung, Gehirnentwicklung, Wachstum und Stoffwechsel steuern. Jodmangel verursacht eine Vergrösserung der Schilddrüse (Kropf). Jugendliche, Veganer und Fischverächter, Frauen mit Kinderwunsch, Schwangere und stillende Mütter müssen auf die optimale Versorgung achten. Seefisch (Kabeljau, Schellfisch, auch Fischstäbchen), Miesmuscheln, Algen, Fleisch, Milch, Edamer Käse, Eier, Roggenbrot, Haferflocken.
Selen Bestandteil einiger Enzyme, Antioxidans gegen freie Radikale. Ob eine erhöhte Selen-Zufuhr vorbeugend gegen Krebs, Herzinfarkt, Alzheimer und Immunerkrankungen wirkt, ist noch nicht ausreichend geklärt.   Fisch, Fleisch, Innereien (z.B. Leber, Niere), Eier. Der Selengehalt in Obst und Gemüse hängt von der Bodenqualität ab. Als selenreich gelten Linsen, Spargel, Knoblauch, Speisepilze, Sesam, Kokos- und Walnüsse.
Zink Zink spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, beim Aufbau der Erbsubstanz und verschiedener Hormone sowie beim Zellwachstum. • Für Haut, Nägel, Haare, Potenz, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Zinkmangel ist nicht ungewöhnlich. Jugendliche im Wachstum, Schwangere, Sportler, ältere Menschen, Vegetarier, Alkoholkonsumenten, Diabetes-und Darmkranke brauchen viel Zink. Rotes Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und einige Käsesorten

* Diese Mineralstoffe werden bei der Haarmineral-Analyse nicht analysiert.


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