«Ökologische Verpackung»: Nachhaltige Verpackung bei Biofrüchten und -gemüse bei Coop

Umweltfreundliche Verpackung für Biofrüchte und -gemüse

Nachhaltig produzierte Produkte finden Sie bei Coop vermehrt ohne Plastikverpackung. Netze aus Zellulose und Kartons aus Graspapier sind die Alternativen. Aufkleber und Banderolen kennzeichnen unverpackte Biofrüchte und -gemüse. Die Umstellung auf nachhaltige Verpackung erfolgt Schritt für Schritt.

«Ökologische Verpackung»: Was wir bisher erreicht haben – eine Chronologie

Forschungsprojekt für die Umsetzung einer Vision

Coop verkauft Biofrüchte und -gemüse lose oder nachhaltig verpackt.

Ausgerechnet Bioprodukte sind oft in Plastik verpackt – für viele Kunden ist dies kaum nachvollziehbar. Daher hat Coop in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (HLS FHNW) untersucht, welche Biofrüchte und -gemüse ohne Plastikverpackung verkauft werden können. Wichtig dabei ist, dass bei Transport und Lagerung die Ware unversehrt und frisch bleibt.

Konkret setzten die Forscher der HLS FHNW im Labor ausgewählte Bioprodukte jener Temperatur und Luftfeuchtigkeit aus, die auch in Coop-Verkaufsstellen vorherrschen. Das Resultat: Besonders bei Wurzel- und Knollengemüse kann auf Verpackung verzichtet und auf andere Möglichkeiten der Kennzeichnung ausgewichen werden. Empfindlichere und kleinteiligere Früchte und Gemüsesorten wie etwa Beeren oder Rosenkohl hingegen brauchen eine Verpackung, die sie umschliesst.

Gesetzliche Vorgaben

Bis zum Herbst 2019 will Coop zusammen mit den Bio-Suisse-Lieferanten überall dort auf Verpackungen verzichten, wo es möglich und sinnvoll ist. Um die gesetzliche Deklarationspflicht von Bioware einzuhalten, werden die Produkte mit Stickern oder Gummibändern mit Etikette, sogenannte Elastitags, gekennzeichnet. Als langfristige Lösungen werden ausserdem Papierbanderolen und Laser-Tagging geprüft. Bei Zitrusfrüchten werden Synthetiknetze durch Zellulosenetze ersetzt. Kartonverpackungen bestehen künftig aus Graspapier anstatt aus herkömmlichem Karton.

Was bedeutet das für Sie als Kunde?

Die Umstellung auf unverpackte Ware in den Coop Supermärkten unterstützt Sie als Verbraucher dabei, Produkte gänzlich ohne Verpackung oder mit ökologischerem Verpackungsmaterial zu kaufen. Weniger Plastikmüll und ein nachhaltiger Umgang mit der Ressource Holz sind dabei nur zwei der positiven Aspekte. Bitte beachten Sie, dass unverpackte Ware unter Umständen neuerdings gewogen werden muss – gerne gibt Ihnen das Verkaufspersonal Auskunft.


Unsere Partner

Die Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordschweiz entwickelte zusammen mit Coop Verpackungsalternativen für Früchte und Gemüse

Hochschule für Life Sciences FHNW freut sich über Kooperation

«Die Abfallmengen in der Schweiz steigen jährlich (Stand 2016: 730 Kilogramm pro Kopf und Jahr). Insbesonders Verpackungsabfälle stossen bei ökologisch sensibilisierten Personen auf wachsendes Unverständnis. Die Hochschule für Life Sciences FHNW (HLS FHNW) freut sich sehr, zusammen mit Coop einen konkreten Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zu leisten und zur Reduktion von Schweizer Verpackungsabfällen beizutragen. Durch die alternativen Lösungen wird Material eingespart und dennoch können konventionelle und biologische Lebensmittel klar voneinander unterschieden werden.»

Bio Suisse unterstützt Coop bei der Umstellung auf nachhaltige Verpackung

Bio Suisse begrüsst die Verpackungsreduktion

«So viel wie nötig, so wenig wie möglich – so lautet die Devise von Bio Suisse bei Verpackungen. Verpackungen schützen und dienen der gesetzlich notwendigen Kennzeichnung von Knospe-Produkten. Wiederverwertbare und ökologische Materialien sowie Mehrwegsysteme sind zu bevorzugen. Bio Suisse begrüsst die fortlaufenden Anstrengungen von Coop zur Verpackungsreduktion und -optimierung bei Knospe-Produkten.»