Ratgeber «Gesund essen» von Coop

Ein hoch auf den Apfel

Diesen Herbst können wir uns, nach einem mageren Ertrag im 2017, über eine hervorragende Apfelernte freuen! Der Apfel ist in der Schweiz die am meisten gegessene Frucht überhaupt und auch weltweit ist er auf Platz zwei ganz vorne mit dabei. Das mag unter anderem an der hervorragenden Lagerfähigkeit und der Sortenvielfallt liegen, wodurch Äpfel das ganze Jahr über verfügbar sind. Schätzungsweise gibt es weltweit etwa 20'000 verschiedene Apfelsorten.

Wie andere Früchte und Gemüse zeichnen sich Äpfel durch eine geringe Energiedichte bei hoher Nährstoffdichte aus. Das heisst, dass sie wenig Energie (Kalorien) dafür aber viele wertvolle Inhaltsstoffe liefern. Jüngere Studien lassen einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Äpfeln und einem tieferen Risiko für Krebserkrankungen, Alzheimer, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Lungenerkrankungen vermuten. Dies scheint unter anderem auf den hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen und Pektin zurück zu führen sein. Unter Beachtung der Tatsache, dass natürlich noch eine Vielzahl anderer Faktoren bei der Entstehung von Krankheit bzw. der Gesundheitsprävention eine Rolle spielen, kann gesagt werden, dass in dem alt bekannten Sprichwort "an apple a day keeps the doctor away" wahrscheinlich mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit liegt.

Bei genauerer Betrachtung der Inhaltsstoffe des Apfels stellt man fest, dass dieser nicht besonders durch hohe Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen, sondern viel mehr durch seinen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen besticht. Zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören die im Apfel enthaltenen Polyphenole, welchen viele positive Wirkungen auf die Gesundheit zugesprochen werden. Sie sind vorwiegend in den Zellwänden und in der Schale des Apfels enthalten. Aus diesem Grund hat man wohl am meisten vom Apfel und seinen wertvollen Inhaltsstoffen, wenn man ihn unverarbeitet und frisch, samt Schale isst. Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen schwankt je nach Sorte, Wetterbedingungen, Wachstumsort, Düngung und Lagerung.

Zu den polyphenolreichsten Apfelsorten gehören grüner Fürstenapfel, Surschibech, Engishofer und Redfield. Da wir die enthaltenen Polyphenole geschmacklich teilweise eher als unangenehm und etwas bitter wahrnehmen, sind gerade diese Sorten aber leider zum Reinbeissen nicht besonders beliebt. Sie werden vorwiegend zur Saftherstellung verwendet, wobei der Grossteil der enthaltenen Polyphenole im Pressrückstand zurück bleibt.

Sortenabhängig ist auch der Fructosegehalt der Äpfel. Während Äpfel im Allgemeinen als fructosereich gelten und von Betroffenen einer  Fructosemalabsorption eher schlecht vertragen werden, gibt es durchaus auch Sorten mit weniger Fructose. So enthalten die Sorten Granny Smith und Boskop nur ungefähr die Hälfte an Fructose als der Durchschnitts-Fructosegehalt von Äpfel. Viel Fructose enthalten hingegen Golden Delicious, Royal Gala und Fuji.

Äpfel lagern Sie am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, im Keller oder in einem kühlen Vorratsraum. Da Äpfel das Ethylen produzieren, sollten diese nicht direkt neben ethylenempfindlichen Früchten wie Kiwis, Honigmelonen oder Mangos aufbewahrt werden. Diese werden ansonsten weich und verderben schneller.

Das berühmte Sprichwort "an apple a day keeps the doctor away" ist lange nicht nur für den Apfel anwendbar.

Denn alle Gemüse und Früchte - egal ob roh oder gekocht - liefern verschiedene lebenswichtige Vitamine, Mineralstoffe, Nahrungsfasern und sekundäre Pflanzenstoffe. Durch einen hohen Gemüse- und Früchtekonsum kann das Risiko für Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen bewiesenermassen deutlich gesenkt werden. "5 am Tag", eine Kampagne der Krebsliga Schweiz, empfiehlt deshalb täglich fünf Portionen Gemüse und Früchte zu essen. Dies ganz nach Lust und Laune, ohne diese wägen zu müssen, denn eine Portion entspricht etwa einer Handvoll. Mehr zur Kampagne "5 am Tag" sowie spannende Infos und Rezepte finden Sie unter www.5amtag.ch.

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