Ratgeber «Gesund essen» von Coop

Essbare Blüten – Holen Sie sich den Frühling auf Ihren Teller

Endlich ist es wieder soweit - Der Frühling erwacht und überall beginnt es in den schönsten Farben zu blühen. Doch die zarten Blüten überzeugen nicht nur in der Natur mit ihrer Farbenpracht, sondern auch auf dem Teller kann man mit ihnen essbare Kunstwerke zaubern.

Welche Blüten kann man essen?

Viele Blüten sind essbar und schmecken süss bis würzig scharf und sorgen für ganz besondere Geschmackserlebnisse. Jedoch sind nicht alle farbenfrohen Blumen bedenkenlos geniessbar. Wichtig ist es nur Blüten zu essen, von denen man ganz sicher weiss, dass sie essbar sind. Beispielsweise gelten Fingerhut, Maiglöckchen, Trompetenblumen oder Christrose als giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Bärlauch wird häufig mit der giftigen "Herbstzeitlosen" verwechselt. Sind Sie sich nicht sicher, fragen Sie bei einem Gärtner oder Floristen nach. Ist das nicht möglich, sollte besser auf den Verzehr verzichtet werden.

Einheimische Blüten von Rose, Holunder, Lavendel, Ringelblume, Kapuzinerkresse, Zucchini, Schlüsselblume, Goldmelisse, Kamille, Schnittlauch, Borretsch, Chrysantheme, Dahlie und Gänseblümchen sind geniessbar. Wichtig ist, dass die Blüten nicht gespritzt wurden. Herkömmliche Pflanzen aus dem Blumengeschäft eignen sich nicht zum Verzehr, da sie meist mit Chemikalien behandelt wurden. Am besten ist es die essbaren Blüten im eigenen Garten oder Balkon anzupflanzen (Tipp: Samen zum selbst pflanzen erhalten Sie im Coop Bau und Hobby). Wiesen und Felder eignen sich gegebenenfalls auch zum Sammeln. Dabei sollten allerdings Plätze vermieden werden, die sich neben stark befahrenen Strassen oder in öffentlichen Parks befinden.

Den intensivsten Geschmack haben die Blüten an einem warmen Morgen, bevor die Sonne scheint. Dann sind die Aromastoffe in den Blütenblättern am stärksten wahrnehmbar. Sobald man einen bunten Strauss zusammen hat, können die Blüten frisch verwendet oder getrocknet und für einen späteren Zeitpunkt aufbewahrt werden. Zum Trocknen werden die Blüten zu einem Bündel zusammengebunden und für mind. 4 Wochen kopfüber an einem trockenen, luftigen, dunklen  Ort aufgehängt. Zum Binden eignet sich ein elastisches Gummiband, da die Blütenstängel beim Trocknen schrumpfen und der Gummi hier den nötigen Halt sicherstellt. Anschliessend können die getrockneten Blüten in luftdichten Gläsern an einem dunklen Ort aufbewahrt werden. So halten sie sich etwa ein Jahr. Möchten Sie, dass die gerade gepflückten Blüten schön frisch bleiben, geben Sie sie am besten zusammen mit einem feuchten Küchentuch in einem luftdichten Behälter und lagern Sie diese im Gemüsefach des Kühlschrankes. Übrigens kann ein Bad im Eiswasser  lumpige Blüten wieder etwas auffrischen.   

Verwendung in der Küche

Die Blüten sehen wunderschön aus und zaubern frische Farbe in jedes Gericht. Sie können frisch eingefroren werden und als besonders hübsche Eiswürfel Getränke optisch auffrischen oder man benutzt sie zur Dekoration von Torten, Cupcakes oder anderem Gebäck. Dazu können sie vorher kandiert oder einfach frisch von der Wiese auf dem Gebäck arrangiert werden. Zum Kandieren der Blüten wird sehr frisches, halbsteif geschlagenes Eiklar vorsichtig auf die Blätter gestrichen, dann werden die Blüten dünn mit Zucker bestreut und auf einem Gitter zwei Tage getrocknet. Aber auch ein einfaches Gebäck, wie das britische Shortbread, wird verziert mit Blüten zu dem Hingucker auf der Kaffeetafel (Hier geht`s zum FOOBY Rezept: Earl Grey Shortbread mit Blüten)

Die Blüten eignen sich hervorragend als Topping auf Salaten. Dafür sollte aber zuerst das Dressing auf den Salat gegeben werden und danach die Blüten. Der Essig in dem Dressing könnte sonst die Farbe und die Konsistenz der Blüten verändern. Mit selbstgemachten Blütensirup, lässt sich der blumige Geschmack bis in den Winter konservieren. Aus Löwenzahn lässt sich beispielsweise ein honigartiger Sirup zubereiten, der sich perfekt als Brotaufstrich eignet. Auch getrocknete Blüten sind vielseitig einsetzbar. Statt einer Kräuterbutter kann man eine Butter mit getrockneten Blüten zubereiten. Das schmeckt nicht nur, sondern sieht auch wunderschön aus. Ein tolles Geschenk aus der Küche ist auch ein selbstgemachtes Blütensalz, das aus Meersalz und getrockneten Blüten rasch hergestellt werden kann. Ein Tee aus den Lieblingsblüten kann im Sommer als Eistee erfrischen und im Winter blumigen Farbenzauber in den dunklen Alltag bringen.  

Wann haben welche Blüten Saison und wie schmecken sie?

Frühjahr

  • Bärlauch (kräftiges, würziges Knoblaucharoma)
  • Dahlie (würzig-säuerlich)
  • Gänseblümchen (nussig)
  • Lavendel (leicht herb-bitter)
  • Löwenzahn (würzig-herb bis leicht-bitter)

Sommer

  • Apfel (fruchtig, leicht zitronig)
  • Basilikum (kräftig, leicht bitter)
  • Kamille (leicht bitter, mild)
  • Kapuzinerkresse (würzig scharfes Kressearoma)
  • Kürbisblüten (mild)
  • Kornblume (leicht würzig)
  • Lindenblüte (leicht süsslich)
  • Malve (mild, leicht süsslich)
  • Melisse (intensiv zitronig)
  • Minze (würzig, erfrischend)
  • Oregano (leicht herb-bitter)
  • Rosen (blumig, leicht süsslich)
  • Thymian (mild, leicht zitronig)
  • Zucchini (mild)

Herbst

  • Gänseblümchen (nussig)
  • Kamille (leicht bitter, mild)
  • Kapuzinerkresse 
    (würzig scharfes Kressearoma)
  • Rosen (blumig, leicht süsslich)

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