Ratgeber «Gesund essen» von Coop

Superkräfte durch Superfoods?

"Superfoods" - Ein Ausdruck, welcher heutzutage sprichwörtlich in aller Munde ist. Quinoa aus Bolivien, Goji- Beeren aus China oder Bio Weizengraspulver aus Neuseeland. Die sogenannten Superfoods eroberten im Sturm die Regale von Bioläden, wie auch von Grossverteilern. Mit attraktiven Eigenschaften versprechen die Lebensmittel Gesundheit, Vitalität und Schönheit durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Enzymen oder sekundären Pflanzenstoffen. Ausserdem stammen sie oft aus exotischer Umgebung. Doch was steckt hinter diesen Lebensmitteln und was ist eigentlich an ihren "Superkräften" dran?

Der Begriff Superfoods tauchte das erste Mal in einer Zeitung 1949 in Kanada auf und beschrieb die angeblichen gesundheitsfördernden Eigenschaften eines Muffins. Ende 20. Jahrhundert erreichte der Begriff dann auch Europa. Seltene Früchte aus Ozeanien, China, Südostasien oder Südamerika waren unter den ersten Produkten, die erfolgreich unseren Markt erreichten. Und gerade im jetzigen Streben nach gesunder Ernährung finden die Superfoods ihren Platz und Innovationen in diesem Bereich spriessen von Woche zu Woche aufs Neue.

Bis heute existiert keine rechtlich bindende Definition, die besagt welches Lebensmittel als Superfood bezeichnet werden darf. Gemeint sind aber meist Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Vitaminen, Enzymen oder sekundären Pflanzenstoffen, wie Antioxidantien. Solche Antioxidantien sind beispielsweise auch in der Heidelbeere enthalten. Diese sollen freie Radikale im Körper einfangen und somit gewisse Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen oder Krebs verhindern.

Gewissen Früchten, Gemüsesorten, Körner und Samen werden schon fast magische heilende Kräfte zugesprochen. Doch wer bestimmt, was der Wahrheit entspricht und was zu schön ist, um wahr zu sein? Aussagen wie "Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperliche Betätigung bei" gehören zu den sogenannten gesundheitsbezogenen Angaben. Ihre Anwendung ist im schweizerischen Recht genauestens geregelt. Ob solche Aussagen gemacht werden dürfen ist von der aktuellen Beweislage abhängig und mehrere aussagekräftige Studien werden benötigt für eine Bewilligung der entsprechenden Behörde.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind Angaben wie "Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Erhaltung normaler Knochen bei" und viele Weitere zu Zink, Eisen, Vitamin E, etc. erlaubt. Denn dafür sind die Beweise ausreichend fundiert. Allerdings fehlt die Beurteilung vieler Stoffe noch, die ebenfalls in Lebensmitteln vorkommen. So sind Erweiterungen der bisherigen Liste durchaus zu erwarten. Momentan sind einige tausend beantragte Auslobungen auf der Warteliste, ihre definitive Entscheidung ist noch ausstehend. Dazu gehören viele sekundäre Pflanzenstoffe, wie beispielsweise Anthocyane, denen meist entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen nachgesagt werden. Für diese Substanzen sind noch nicht genug oder nicht genug eindeutige Resultate und Beweise gesammelt worden.     

Dabei ist eine stetige Herausforderung nachweisen zu können, dass sich beispielsweise eine positive Wirkungen beobachtet in einem isolierten System ebenso übertragen lässt auf ein komplexes System, wie der menschliche Körper.  

Die Nachfrage nach Superfoods wächst stetig, die Deklaration der gesundheitsfördernden Wirkung hinkt hingegen noch etwas nach. Um an Lebensmittel mit nennenswerten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen zu kommen, muss man nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Dies beweist die neue Produktlinie Naturaplan Bio Campiuns. Als Superfoods mit Heimvorteil enthalten sie viele wertvolle Nährstoffe und tragen allesamt die Knospe von Bio Suisse.  

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