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Süssungsmittel: die gesunde Wahl?

Wie sinnvoll Süssungsmittel als Ersatz von Zucker sind, ist aus gesundheitlicher Sicht umstritten. Fachorganisationen empfehlen, Zucker im Alltag zu reduzieren anstatt zu ersetzen – dadurch können wir uns schrittweise an einen weniger süssen Geschmack von Lebensmitteln gewöhnen. Sind Süssungsmittel eine gesunde Alternative oder nicht? Wir klären auf.

Was sind Süssungsmittel?

Xylit in einer Schale, welche auf Baumblättern und Baumrinde steht
Süssungsmittel gehören zu den Zusatzstoffen. In der Zutatenliste werden Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe mit ihrem Namen oder ihrer E-Nummer angegeben, z.B. «Süssungsmittel (E 967)» oder «Süssungsmittel (Xylit)». Bei Süssungsmitteln wird zwischen Zuckeralkoholen und Süssstoffen unterschieden. Beide dienen als Ersatz für Zucker. Süssstoffe haben eine hohe Süsskraft und liefern praktisch keine Kalorien. Zuckeralkohole liefern Kalorien, jedoch weniger als Zucker.

Zuckeralkohole

Zuckeralkohole liefern durchschnittlich etwa zwei Kilokalorien pro Gramm – etwa halb so viel wie Zucker. Eine Ausnahme ist Erythrit, welches keine Energie liefert. Zuckeralkohole sind aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich – deshalb gibt es für deren Verwendung keine definierten Höchstmengen. Nach dem Konsum grösserer Mengen können jedoch Durchfall und Blähungen auftreten. Eine Ausnahme stellt auch hier Erythrit dar, bei welchem auch in grösseren Mengen keine der genannten Beschwerden zu erwarten sind.
Hier sehen Sie alle Zuckeralkohole und deren E-Nummern in der Übersicht:
Zuckeralkohol
E-Nummer
Zuckeralkohol
Sorbit
E-Nummer
E 420
Zuckeralkohol
Mannit
E-Nummer
E 421
Zuckeralkohol
Isomalt
E-Nummer
E 953
Zuckeralkohol
Polyglycitolsirup
E-Nummer
E 964
Zuckeralkohol
Maltit
E-Nummer
E 965
Zuckeralkohol
Lactit
E-Nummer
E 966
Zuckeralkohol
Xylit
E-Nummer
E 967
Zuckeralkohol
Erythrit
E-Nummer
E 968
Zuckeralkohole: Bezeichnung und E-Nummer
Xylit (auch Birkenzucker genannt) und Erythrit können Zucker beim Backen mengenmässig 1:1 ersetzen. Beide ähneln Kristallzucker im Aussehen; in Sachen Geschmack und Konsistenz gibt es jedoch Unterschiede. Auch haben Xylit und Erythrit einen kühlenden Effekt im Mund, was je nach Produkt störend sein kann.

Süssstoffe – Süssungsmittel mit wenig Kalorien

Der Einsatz von Süssungsmitteln ist nur für bestimmte Lebensmittel erlaubt – und dies in beschränkten Mengen. Süssstoffe haben eine 30 bis 3'000-fache Süsskraft von Haushaltszucker. Sie sind so gut wie kalorienfrei und verursachen keine Karies. Dennoch gibt es festgelegte Mengen pro Kilogramm Körpergewicht, welche nicht überschritten werden dürfen.
Hält sich der Verzehr in diesem Rahmen, sind aus heutiger Sicht beim Menschen keine negativen gesundheitlichen Folgen zu erwarten. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Süssstoffe möglicherweise die Darmflora verändern, was sich negativ auf die Gesundheit auswirken könnte. Diskutiert wird eine Begünstigung der Entstehung von Diabetes Typ 2. Die Annahme, dass Süssstoffe Übergewicht fördern, wurde aus Tierstudien hergeleitet. Beim Menschen konnte dieser Effekt nicht beobachtet werden – im Gegenteil: Gemäss wissenschaftlicher Studien können Produkte, die Süssstoffe enthalten, bei einer Gewichtsreduktion unterstützen.
Hier sehen Sie alle Süssstoffe und deren E-Nummern in der Übersicht:
Süssstoff
E-Nummer
Süssstoff
Acesulfam-K
E-Nummer
E 950
Süssstoff
Aspartam
E-Nummer
E 951
Süssstoff
Cyclamat
E-Nummer
E 952
Süssstoff
Saccharin
E-Nummer
E 952
Süssstoff
Sucralose
E-Nummer
E 955
Süssstoff
Thaumatin
E-Nummer
E 957
Süssstoff
Neohesperidin DC
E-Nummer
E 959
Süssstoff
Neotam
E-Nummer
E 961
Süssstoff
Aspartam-Acesulfamsalz
E-Nummer
E 962
Süssstoff
Advantam
E-Nummer
E 969
Süssstoffe: Bezeichnung und E-Nummer
Gerüchte, dass Süssungsmittel schädlich für die Gesundheit sind – krebserregend wirken und dick machen – halten sich hartnäckig. Wissenschaftlich lässt sich dies nicht belegen. Süssstoffe könnten sich jedoch anderweitig nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Es macht deshalb Sinn, den Zucker zu reduzieren anstatt ihn durch Süssungsmittel zu ersetzen. Sie möchten mehr über einen gesunden Umgang mit Zucker erfahren? In unserem Ratgeberbereich finden Sie weitere hilfreiche Beiträge.