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Gibt es gesunde Alternativen zu Zucker?

Zuckeralternativen wie Honig, Agavensirup, Reissirup, Yaconsirup oder Ahornsirup werden als natürlicher und gesünder wahrgenommen als weisser Haushaltszucker. Doch ist das tatsächlich wahr? Ein Blick auf die Nährwerte zeigt: Auch sie bestehen zum grössten Teil aus Zucker. Die Anteile an verschiedenen Zuckerarten sind jedoch unterschiedlich – das bringt Vor- und Nachteile.

Zuckeralternativen im Vergleich

Holzbrettchen mit Honig und Agavendicksaft als Zuckeralternativen
Agavendicksaft und Honig haben einen hohen Anteil an Fruktose (= Fruchtzucker): Agavendicksaft besteht zu 90 Prozent aus Fruktose, Honig zu rund 50 Prozent. Da Fruktose eine hohe Süsskraft aufweist, können Agavendicksaft und Honig sparsam verwendet werden. Fruktose hat eine geringe Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, was aus gesundheitlicher Sicht vorteilhaft ist. Studien zeigen jedoch, dass ein hoher Fruktosekonsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gicht erhöhen kann.
Bei Reissirup sieht es anders aus: Er enthält keine Fruktose und hat aus diesem Grund eine geringere Süsskraft. Reissirup eignet sich hervorragend für Personen mit einer Fruktoseintoleranz.
Ahornsirup besteht vorwiegend aus Saccharose und ist dem Kristallzucker in seiner Zusammensetzung somit sehr ähnlich. Auch seine Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel ist mit Kristallzucker vergleichbar.

Yacon – die Zuckeralternative aus Südamerika

Yaconknollen auf Erde
Eine aus gesundheitlicher Sicht sehr interessante Zuckeralternative wird aus der Knolle der südamerikanischen Yaconpflanze gewonnen. Yaconsirup enthält einen hohen Anteil an Fructanen. Diese gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo sie die Aktivität gesundheitsfördernder Bakterien stimulieren. Der Nachteil von Fructanen: Nicht alle Personen vertragen diese in grösseren Mengen. Bei empfindlichen Personen können sie Verdauungsbeschwerden verursachen.
Ein weiterer nennenswerter Vorteil von Yaconsirup ist, dass dieser den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lässt. Der Sirup schmeckt fruchtig und leicht nach Karamell. Er eignet sich hervorragend für Jogurts oder Müesli, selbst gemachtes Granola oder zum Backen.

Fazit: Das sind die Vorteile von Zuckeralternativen

Natürliche Zuckeralternativen sind nicht per se gesünder als raffinierter Haushaltszucker. Einige Zuckeralternativen können dank hohem Anteil an Fruktose oder intensivem Eigengeschmack jedoch sparsamer verwendet werden als Kristallzucker. Manche Zuckeralternativen enthalten geringe Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen oder Antioxidantien. Diese sind jedoch zu gering, um aus gesundheitlicher Sicht relevant zu sein.
Alternativen zu Zucker eignen sich dann, wenn sie aus kulinarischer Sicht überzeugen und sparsamer als Zucker eingesetzt werden können. Eine aus gesundheitlicher Sicht interessante Zuckeralternative ist der Yaconsirup. Weitere Infos dazu, wie Sie Zucker in Lebensmitteln erkennen oder wie Sie Zucker im Alltag reduzieren finden Sie in unserem Ratgeberbereich.