Keine Kamera verfügbar. Bitte Zugriff auf Kamera erlauben und Applikation neu starten.

Coop und der Eco-Score: Eine Partnerschaft für die Zukunft der Welt

Wir schreiben Nachhaltigkeit gross. Mit dem Eco-Score von Beelong haben wir nun einen Umweltindikator eines unabhängigen Anbieters im Angebot, der jeden Schritt der Herstellung eines Produkts auf dessen Umweltauswirkungen hin beurteilt. Das hilft, die Welt nachhaltiger zu machen – mit jedem Einkauf.

Nachhaltigkeit auf einen Blick

Mithilfe des Eco-Scores fördern wir die Transparenz im Lebensmittelmarkt und zeigen die Auswirkungen von Lebensmitteln auf unseren Planeten auf. Damit begleiten wir Konsumentinnen und Konsumenten auf ihrem Weg zu einer möglichst nachhaltigen Ernährung.
Schritt für Schritt und bis Ende 2026 werden alle Lebensmittel der Coop Eigenmarken anhand einer Skala von A+ für die geringsten bis zu einem E- für die grössten Umweltauswirkungen bewertet. Im Coop Onlineshop sind bereits über 2 000 Eigenmarkenprodukte mit dem Eco-Score bewertet. Einige dieser Produkte enthalten die Auslobung demnächst zusätzlich auch auf der Verpackung.
Jedes Produkt hat von der Produktion bis zum Konsum Auswirkungen auf unseren Planeten. Folgende Bewertungskriterien fliessen in die Berechnung des Eco-Scores.

Eco-Score Bewertungskriterien

CO2-Fussabdruck

Nicht alle Lebensmittel, die wir konsumieren, haben die gleichen Auswirkungen auf das Klima. Insbesondere Lebensmittel auf Basis tierischer Proteine benötigen bei ihrer Herstellung mehr Ressourcen und haben eine grössere Auswirkung auf die Umwelt.
Der CO2-Fussabdruck gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für eine nachhaltige Herstellung. Hier kommt die Summe der Treibhausgase zusammen, die von der Herstellung vom Hof bis zur Auslieferung des fertigen Produkts entstehen. 

Wasser-Fussabdruck

Der Wasser-Fussabdruck entspricht der Summe des Wasserverbrauchs und der Wasserverschmutzung (Süss- und Meerwasser). 
Insbesondere Lebensmittel aus tierischem Eiweiss (Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier) benötigen oft mehr Wasser für ihre Herstellung. Darüber hinaus sind nicht alle geografischen Gebiete in Bezug auf das verfügbare Süsswasser gleich. Einige Länder haben weniger Wasser zur Verfügung und daher einen höheren Wasserstress. 
Die Wasserverschmutzung umfasst zwei Hauptkomponenten; die Eutrophierung von Süsswasser und Meerwasser. Von Eutrophierung spricht man, wenn zu viele Nährstoffe zur Überdüngung von Gewässern führen.

Bodennutzung

Der Boden und sein Ökosystem sind zentrale Naturressourcen für die Landwirtschaft. Diese wertvollen Ressourcen werden heute durch nicht umweltfreundliche Anbaumethoden geschädigt. Deshalb ist dieses Kriterium bei der Bewertung der Umweltauswirkungen eines Lebensmittels von entscheidender Bedeutung.
Die Bodennutzung eines Nahrungsmittels stellt dar, wie stark die Herstellung eines Produkts den Boden und das Ökosystem beansprucht.

Biodiversität

Bei Lebensmitteln ist der Verlust der biologischen Vielfalt eine mindestens genau so grosse Herausforderung wie der Klimawandel. Einige landwirtschaftliche Produktionsmethoden sind umweltfreundlicher als andere und fördern die Biodiversität und ihre wesentlichen Ökosystemleistungen in unterschiedlichem Masse.
Die wichtigsten Informationsquellen sind gegenwärtig landwirtschaftliche Labels (Produktionsbedingungen, Zucht- oder Fangmethode) und die entsprechende Gesetzgebung in den Produktionsländern.

Saisonalität (Obst und Gemüse)

Die Saisonabhängigkeit von Obst und Gemüse gibt unterem an, ob die natürlichen Produktionszyklen von Lebensmitteln eingehalten werden oder ob eine künstliche Beheizung in Gewächshäusern stattfindet. Dabei geht es vor allem darum, Energie einzusparen, wenn immer möglich auf erneuerbare Energiequellen zurückzugreifen sowie die Verwendung fossiler Energieträger zu reduzieren.

Gefährdete Arten und Fangmethode (Fisch)

Die Überfischung der Meere hat in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen, sodass heute etwa ein Drittel der Fischbestände überfischt ist.
Dieses Kriterium bewertet, ob sich der Fischbestand in einem Gleichgewicht befindet und welche Fangmethode verwendet wurde. Berücksichtigt werden Informationen, welche im «Ratgeber Fische & Meeresfrüchte» des World Wide Fund (WWF), von Ethic Ocean und der International Union for Conservation of Nature (IUCN) empfohlen werden.

Tierwohl

Wie Nutztiere gehalten werden, hängt in erster Linie von der landwirtschaftlichen Produktionsweise ab. Bei zwei ähnlichen Lebensmitteln können die Haltungsbedingungen stark variieren und unterschiedliche Auswirkungen auf das Tierwohl und die allgemeine Einhaltung von Umweltstandards haben. Zudem spielt die Art der Fütterung eine entscheidende Rolle in Bezug auf die gesamten Umweltauswirkungen des Produkts.
Die wichtigsten verfügbaren Informationsquellen sind landwirtschaftliche Labels, die entsprechende Gesetzgebung in den Produktionsländern sowie Informationen über bestimmte Haltungsformen (z. B. Freiland, Bodenhaltung) oder spezielle Tierhaltungsprogramme (z. B. BTS/RAUS).

Zurückgelegte Distanzen

Die landwirtschaftliche Produktion ist in der Regel für den Grossteil der Umweltauswirkungen im Lebenszyklus eines Lebensmittels verantwortlich. Allerdings spielt auch die Distanz eine Rolle, welche die einzelnen Zutaten und schliesslich das Endprodukt zurücklegen.
Der Eco-Score berücksichtigt die Ursprungsländer der Rohstoffe, das Herstellungsland des Endprodukts und das Verbrauchsland (Schweiz).

Transportarten

Nicht nur die Distanz, sondern auch die genutzten Verkehrsmittel beim Transport von Waren sind für deren ökologischen Fussabdruck entscheidend. Hier werden die Transportarten Flugzeug, Schiff, Lkw und Zug sowie die zurückgelegten Kilometer bewertet. Beispielsweise ist der Energieverbrauch beim Transport von Lebensmitteln per Flugzeug dreissigmal höher als beim Transport per Lkw (KVU, 2017).

Konservierungsart

Vor allem die Verwendung von Kälte beim Transport und bei der Lagerung, insbesondere zum Kühlen und Gefrieren, ist energieintensiv. Solche Konservierungsarten haben einen Einfluss auf den Energieverbrauch des Produkts und letztendlich auf den ökologischen Fussabdruck.

Verpackungen

Die Umweltauswirkungen der einzelnen Verpackungsarten hängen davon ab, wie viel Material für die Verpackung des Produkts benötigt wird, welche Umweltauswirkungen bei der Herstellung der Rohstoffe entstehen und ob sie recycelt werden können.
Alle Hauptverpackungsarten vom losen Gebinde über Glas und PET-Flaschen bis hin zu Karton, Holz oder biologisch abbaubarem Material werden berücksichtigt.

Nachhaltigkeitspolitik

Die Nachhaltigkeitspolitik des Unternehmens beinhaltet Massnahmen, die nicht direkt mit der landwirtschaftlichen Produktion in Verbindung stehen, aber dazu beitragen, die Umweltauswirkungen auf Unternehmensebene zu reduzieren. Mit dem digitalen Fortschrittsbericht informiert Coop detailliert über die ambitionierten Mehrjahresziele im Bereich Nachhaltigkeit.
Darüber hinaus fliesst auch die Nachhaltigkeitspolitik der Produktionsländer in die Bewertung. Die Wirksamkeit umweltpolitischer Massnahmen sowie die Auswirkungen auf die Umwelt werden für 180 Länder anhand von 40 Indikatoren über den Environmental Performance Index (EPI) erfasst.

Gewichtung nach Energiegehalt (kcal)

Die Umweltauswirkungen eines Produkts werden anhand seines Energiegehalts berechnet. Das bedeutet, dass die Auswirkungen jeder Zutat und jedes der oben genannten Kriterien im Verhältnis zum Energiegehalt dieser Zutat im Endprodukt gewichtet werden.
Der Eco-Score vergleicht die Umweltauswirkungen von Lebensmitteln auf Basis ihres Energiegehalts (kcal) und nicht auf Basis ihres Gewichts (kg) aus den folgenden beiden Gründen; (1) um den Vergleich zwischen verschiedenen Produktkategorien aussagekräftig zu machen und (2) um die Empfehlungen an die Definition der Ernährungssicherheit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) anzupassen.