Das Projekt Ecuador

Das Projekt Ecuador fördert den nachhaltigen Anbau des Nacional Arriba Kakaos in dynamischen Agroforstsystemen. Dieses System beinhaltet eine Vielzahl verschiedener Pflanzen und sorgt so für eine hohe Biodiversität. Höchste Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit, direkte Partnerschaft und faire Kakaopreise – das ist die Projektschokolade von Coop Naturaplan.
  • Immer mehr Kleinbauern in Ecuador kultivieren statt Qualitätskakao lieber Hochertragskakao in Monokulturen. Monokulturen zerstören langfristig Böden und Pflanzen – die Ernteerträge brechen ein.
  • Das Projekt Ecuador fördert den Anbau des Edelkakaos im Agroforstsystem zusammen mit Früchten, Gemüse und Edelholzbäumen. Dank ausgewogenem Anbau sind die Pflanzen gesünder und produktiver.
  • Aktuell wenden 400 Produzenten die Agroforstmethode an. 2022 sollen es doppelt so viele sein. Bisher wurden 340 Hektar Monokultur in Mischanbau umgewandelt.
  • Der Edelkakao aus Ecuador ist durch Bio Knospe und Fairtrade Max Havelaar zertifiziert. Aus ihm entstehen die beiden Ecuador-Projektschokoladen. Exklusiv erhältlich bei Coop.

Auswirkungen des Projekts

Vorteile für die Kleinbauern

Die Böden der Kleinbauern werden fruchtbarer, die Kakaoproduktivität steigt. Gleichzeitig entfallen die Ausgaben für teuren Kunstdünger und Pestizide. Durch den Mischanbau wird ihr Einkommen diversifiziert, das Missernterisiko minimiert und die Ernährungssicherheit gewährleistet: Laufend lassen sich die diversen Kulturpflanzen verkaufen oder selbst konsumieren. Zusätzliches Einkommen kann aus dem Verkauf der Edelhölzer erwirtschaftet werden. Zusätzlich profitieren die Produzenten von den Prämien für die Bio Knospe- und Fairtrade Max Havelaar-Zertifizierung ihrer Bohnen.

Bäuerin Ingrid

Ingrid Gisela Sarcos Altamirano aus Milagro

Bauer Manuel

Manuel Isidro Macías Guevara aus Peñafiel de medio

Eindrücke aus Ecuador

Agroforstwirtschaft

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft kultivieren die Bauern ihren Kakao in Kombination mit anderen Nutzpflanzen (z.B. Banane, Mango, Maniok) und mit riesigen Edelholzbäumen (z.B. Mahagoni). Die verschiedenen Pflanzen unterstützen einander: Lichtliebende, hoch wachsende Kulturen überdecken schattenbedürftige; Pflanzen mit hohen Nährstoffansprüchen erhalten Unterstützung von nährstoffspendenden Nachbarn. Der Kakao wächst in diesem ausgewogenen Mischanbau im feucht-schattigen Unterholz. Dort fühlt er sich wohl, liefert mehr Früchte und ist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Wetterextremen.

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft werden die verschiedenen Pflanzen stetig zurückgeschnitten. Es fallen grosse Mengen organischen Materials an, das im Gegensatz zum Monokulturanbau nicht weggeworfen oder verbrannt, sondern als Mulch liegen gelassen wird. So trocknet der Untergrund nicht aus und die Nährstoffe gelangen zurück in den Boden. Ein geschlossener Kreislauf also. Kunstdünger? Pestizide? Kein Bedarf.

Das Projekt Ecuador wird von Chocolats Halba und Coop zusammen mit der Stiftung Swisscontact und der Kakaokooperative Unocace durchgeführt.

Naturaplan Projektschokolade

Mit dem Kauf von Produkten, die nach Fairtrade-Standards gehandelt werden, leisten Sie einen Beitrag für faire Preise und gute Arbeitsbedingungen.