Projektschokolade «Honduras»

Honduras gilt als eines der Ursprungsländer des Kakaos. Bereits vor über 3 000 Jahren wurde Kakao von den Mayas kultiviert und zu speziellen Anlässen konsumiert. Diese Tradition zeigt sich noch heute im hohen Qualitätsbewusstsein der Kakaoproduzenten.

Das Projekt Honduras

Das Projekt Honduras fördert den nachhaltigen Anbau des Edelkakaos Trinitario und ermöglicht den Kakaobauern einen direkten Marktzugang. Höchste Ansprüche an Qualität und Nachhaltigkeit, direkte Partnerschaft und faire Kakaopreise – das ist die Projektschokolade von Coop Naturaplan.
  • Durch Misswirtschaft und Monokulturen wurde der Kakaosektor in Honduras um die Jahrtausendwende lahmgelegt. Viele Kakaobauern stiegen auf Viehzucht um und rodeten für Weideland grosse Waldflächen.
  • Das Projekt Honduras wurde 2008 gestartet. Es fördert den Anbau des Edelkakaos Trinitario im Agroforstsystem zusammen mit Früchten, Gemüse und Edelholzbäumen. Dank ausgewogenem Anbau sind die Pflanzen gesünder und produktiver. Durch den direkten Marktzugang und höhere Kakaopreise wird zudem das Einkommen der Bauern verbessert.
  • Aktuell profitieren 1 300 Bauern vom Projekt Honduras. 2021 sollen es 2 000 Bauern sein.
  • Aus dem Bio Knospe-und Fairtrade Max Havelaar-zertifizierten Edelkakao entstehen die vier Honduras-Projektschokoladen. Exklusiv erhältlich bei Coop.

Auswirkungen des Projekts

Vorteile für die Kleinbauern

Die Böden der Kleinbauern werden fruchtbarer, die Kakaoproduktivität steigt. Gleichzeitig entfallen die Ausgaben für teuren Kunstdünger und Pestizide. Durch den Mischanbau wird ihr Einkommen diversifiziert, das Missernterisiko minimiert und die Ernährungssicherheit gewährleistet: Laufend lassen sich die diversen Kulturpflanzen verkaufen oder selbst konsumieren. Zusätzlich profitieren die Produzenten von den Prämien für die Zertifizierung ihrer Bohnen durch Bio Knospe und Fairtrade Max Havelaar. Weitere lukrative Einnahmemöglichkeiten ergeben sich durch die Aufforstung: Die Kleinbauern verdienen am Pflanzen und Managen der Bäume und können diese nach 20 bis 30 Jahren schlagen und veräussern – sofern rechtzeitig Ersatz gepflanzt wird.

Bäuerin Meidy

Meidy Posa aus Jutiapa, Atlántida

Bauer Miguel

Juan Miguel Aguilera Martínez aus Diamante de Sion

Eindrücke aus Honduras

Agroforstwirtschaft

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft wird der Kakao unter ähnlichen Bedingungen kultiviert wie im tropischen Regenwald, wo er ursprünglich beheimatet war. Die Bauern kultivieren ihren Kakao in Kombination mit anderen Nutzpflanzen (z.B. Banane, Mango, Maniok) und mit riesigen Edelholzbäumen (z.B. Mahagoni). Die verschiedenen Pflanzen unterstützen einander: Lichtliebende, hochwachsende Kulturen überdecken schattenbedürftige. Pflanzen mit hohen Nährstoffansprüchen erhalten Unterstützung von nährstoffspendenden Nachbarn. Der Kakao wächst in diesem ausgewogenen Mischanbau im feucht-schattigen Unterholz. Dort fühlt er sich wohl, liefert mehr Früchte und ist widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten, Schädlingen und Wetterextremen.

Bei der dynamischen Agroforstwirtschaft werden die verschiedenen Pflanzen stetig zurückgeschnitten. Es fallen grosse Mengen organischen Materials an, das im Gegensatz zum Monokulturanbau nicht weggeworfen oder verbrannt, sondern als Mulch liegen gelassen wird. So trocknet der Untergrund nicht aus, und die Nährstoffe gelangen zurück in den Boden. Ein geschlossener Kreislauf also. Kunstdünger? Pestizide? Kein Bedarf.

Das Projekt Honduras wird von Chocolats Halba und Coop zusammen mit der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, der Stiftung Fundación Helvetas und der Entwicklungsorganisation Rikolto durchgeführt.

Naturaplan Projektschokolade

Mit dem Kauf von Produkten, die nach Fairtrade-Standards gehandelt werden, leisten Sie einen Beitrag für faire Preise und gute Arbeitsbedingungen.