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Muscat

Die Weine aus dieser Rebsortenfamilie verströmen allesamt einen intensiven Duft, der offenbar auch die Fliegen anzieht. Denn der Name stammt vermutlich aus dem Lateinischen, von «musca», die Fliege.
Der Muskateller gehört zu den ältesten und bekanntesten Rebsortenfamilien. Er ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. Phönizier, Griechen und Römer führten ihn mit sich, aber er wurde wahrscheinlich schon lange Zeit vorher angebaut.
Von dieser grossen Familie mit über 200 Sorten ist der Muscat blanc à petits grains ronds die hochwertigste Rebe. Sie ergibt Weine mit einer Muskatblume, die überwältigt. Entlang der französischen Mittelmeerküste wird sie für angereicherte, süsse Weine, die Vins doux naturels, auch Muscat de Frontignan genannt, verwendet. In Italien ergibt sie den Grundwein für Asti spumante, einen süssen, blumig duftenden Schaumwein. Ein weiteres Mitglied der Muskatellerfamilie ist der Muscat d’Alexandrie. Diese Rebsorte ist genauso alt, aber von minderwertigerer Qualität und wird auch für Tafeltrauben angebaut. Sie benötigt ein wärmeres Klima, in dem sie höhere Erträge und Zuckergehalte erbringt.
Das dritte Familienmitglied ist Muscat Ottonel. Diese Rebe ist ein relativ junger Abkömmling dieser Familie. Sie ist erst 150 Jahre alt und stammt aus dem Loiretal. Ihr Charakter ist muskatähnlich, aber weniger parfümiert. Muscat Ottonel ist in Österreich am weitesten verbreitet.