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Wir sehen grosse Möglichkeiten, einzigartige Weine zu erzeugen

Zwei Schweizer Ehepaare, Stefan und Christine Giesen sowie Serge und Florence Meyer, haben das Weingut Podere Colle Castagno in der kleinen toskanischen Appellation Montecucco gegründet. Sie gehört zur Maremma. Der erste Jahrgang stammte aus dem Jahr 2009. Auf Mondovino ist der Colle Castagno Edition Peter Keller 2015, ein 100%iger Sangiovese, erhältlich. Serge Meyer erläutert im Gespräch die Philosophie und Pläne des ambitionierten Familienbetriebs.
Wer steckt hinter dem Podere Colle Castagno?
Serge Meyer: Mein Partner Stefan Giesen, ein Jurist, lebt schon seit langem in der Toskana und besass ein Weingut. Er wurde auf die Podere Colle Castagno aufmerksam gemacht und erwarb den Betrieb. Ich stieg dann aus Interesse ebenfalls ein. Wir besitzen heute je die Hälfte. Ich hatte vorher zehn Jahre bei der Eidgenössischen Alkoholverwaltung gearbeitet und widme mich heute hauptberuflich der Podere Colle Castagno.
Worin bestand Ihre Motivation, sich zu beteiligen?
Wein hat mich stets gefesselt. Es ist eine tolle Herausforderung, etwas Neues aufzubauen. Die Maremma liegt zwar nicht gerade um die Ecke, aber ich teile meine Arbeit zwischen Italien und der Schweiz auf.
Warum fiel die Wahl gerade auf die Toskana, respektive Maremma?
Die Toskana hat mir immer sehr gut gefallen. In der noch wenig bekannten Montecucco sind die Hektarenpreise noch nicht so abgehoben wie etwa im Montalcino oder im Chianti Classico, wo es schwierig ist, etwas aufzubauen. Wir glauben, dass der Boden und das Klima zwischen dem Monte Amiata und dem Meer grosse Möglichkeiten bieten, einzigartige, herkunftsbezogene Weine zu produzieren.
Wie arbeiten Sie in den Rebbergen?
Zurzeit sind sechs Hektaren mit Reben bepflanzt. Das Anwesen befindet sich oberhalb eines gegen Südwesten gerichteten natürlichen Amphitheaters auf 450 Metern über Meer. Die Rebberge reichen bis auf 600 Meter, was gerade im Zeichen der Klimaerwärmung ein grosser Vorteil bedeutet. Wir bewirtschaften die Rebberge biologisch. Viele Arbeiten werden von Hand ausgeführt. Diese Art und Weise ist für uns ein Synonym für Qualität. Eine Zertifizierung steht nicht im Vordergrund.
Welchen Weinstil entspricht Ihrem Ideal?
Wir fokussieren uns bewusst auf den Sangiovese. Unsere Philosophie besteht darin, eigenwillige, individuelle, terroir- und sortentypische Weine zu keltern. Neben der Kraft sind Eleganz, Frische und eine gute Struktur wichtig.
Welches sind die Pläne für die Zukunft?
Mittelfristig besteht das Ziel darin, einen Weinkeller zu bauen. Derzeit müssen wir noch etwas improvisieren, weil wir zu wenig Platz haben. Vielleicht ist es möglich, in den Genuss des Zuschussprogramms der EU zu kommen. Zudem haben wir vor zwei Jahren eine Hektare mit Syrah angepflanzt. Bis die Rebstöcke in den Ertrag kommen, dauert es indessen noch eine gewisse Zeit. Wer in Wein investiert, denkt langfristig.
Interview: Peter Keller