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Salate

Salat wird in vielen Variationen genossen. Die Palette ist unermesslich. Er kann als Vorspeise, als Beilage oder als Hauptgericht serviert werden.
Grüner Salat unterscheidet sich in Geschmack, Gewicht, Aroma und Konsistenz aber deutlich von einem Wurst-Käse-Salat. Je nach Salat und natürlich auch je nach Dressing, das gerade beim Salat meist die wichtigste Rolle spielt, passen auch hier die unterschiedlichsten Weine dazu.
Für die Kombination mit Wein gibt es schwierige und einfachere Dressings. Schwierig zu kombinieren sind alle Dressings mit Eiern oder viel Säure. Also mit viel Essig, Crème fraîche, Joghurt, Mayonnaise oder Zitronensaft. Bei solchen Dressings ist es besser, keinen Wein zu trinken. Weinfreundliche Dressings enthalten dagegen wenig Säure. Sie sind meist auf Öl-Basis zubereitet, enthalten dann aber anstelle von Essig nur wenig süsslichen Balsamico, Sojasauce, Sesam, Kräuter und andere aromatische Hauptzutaten.

Blattsalate und neutrale Salate

Grüner Salat hat ein feines, delikates Eigenaroma, das vom Wein sofort dominiert wird. Zudem sind in den Standarddressings für grünen Salat fast immer Essig und oft Mayonnaise oder Joghurt enthalten. Deshalb wird grüner Salat am besten ohne Wein genossen. Dasselbe gilt auch für Chicorée, Endivien, Radicchio und andere bittere Salate, weil die bittere Komponente mit Wein nicht harmoniert.
Gemüsesalate wie Karotten-, Randen-, Mais-, Fenchel- oder Kohlrabisalat sind dagegen einfacher zu kombinieren, weil der Eigengeschmack der Gemüse stärker ist als bei grünem Salat. Allerdings muss auch hier auf das Dressing geachtet werden. Wenn das Dressing weinfreundlich ist, passt oft ein leichter, trockener Wein wie ein Pinot grigio, ein Riesling-Silvaner, ein Verdejo oder ein leichter Chardonnay. Alternativ kann auch noch der Apérowein zum Salat getrunken werden.

Fenchelsalat

Zu Fenchelsalat: Verdejo aus dem Rueda wie Marqués Riscal Rueda.
Fenchel ist ein sehr knackiges Gemüse mit einem starken Eigengeschmack. Verdejo ist ein knackiger, aromatischer und frischer Weisswein und hat typischerweise neben Zitrusaromen auch Noten von Anis und Fenchel.

Angemachte Salate

Angemachte Salte schmecken hervorragend mit Schaumwein, kräftigen Rosés oder mittelschweren Weissweinen.
Angemachte Salate sind kräftige Salate, die mit der untergerührten Sauce serviert werden. Dazu gehören Kartoffelsalat, Coleslaw (amerikanischer Krautsalat), Caesar Salad, Linsen- oder Gurkensalat. Diese Salate sind einfacher mit Wein zu kombinieren als grüner oder Gemüsesalat, weil sie oft herzhafter sind und komplexere Aromen aufweisen. Auch hier muss allerdings hauptsächlich auf das Dressing geachtet werden. Wenn das Dressing weinfreundlich ist, sind diese Salate als Vorspeise geeignet und schmecken hervorragend mit Schaumwein, kräftigen Rosés oder mittelschweren Weissweinen.

Caesar Salad

Zu Caesar Salad: ein kräftiger Schaumwein wie Contadi Castaldi brut.
Ein Caesar Salad wird traditionellerweise mit Parmesansauce und Knoblauchcroûtons angerichtet, deshalb braucht es eine aromatische und etwas körperreichere Weinbegleitung. Ein prickelnder Schaumwein verstärkt zusätzlich noch das luftig-knackige Mundgefühl der knusprigen Croûtons.

Karottensalat

Zu Karottensalat: ein leichter Chardonnay wie Chardonnay Chile Los Vascos.
Karottensalat hat eine süssliche Note aufgrund des hohen Zuckergehalts der Karotten und ein dezentes Eigenaroma. Chardonnay hat auch recht wenig Aroma, aber ein cremiges, weiches Mundgefühl, welches mit der Süsse der Karotten harmoniert.

Gurkensalat

Zu Gurkensalat: kräftiger Rosé wie Château Aquéria Rosé Tavel.
Für Gurkensalat wird meist auch Dill verwendet. Dieser ist sehr aromatisch und hat eine süssliche Note. Rosé bringt zusätzliche rote Fruchtnoten in das Gericht; und diese saftige, frische Frucht harmoniert mit dem süsslichen Dill.

Süsse exotische Salate

Bei exotischen Salaten muss auf das Dressing geachtet werden.
Exotische Salate wie thailändischer Papayasalat oder Curry-Reissalat zeichnen sich durch süssliche oder scharfe Dressings aus und sind oft auch sehr würzig. Diese Salate sind nicht einfach mit Wein zu kombinieren, weil Schärfe oder viel Gewürz viele Weine geschmacklich übertönen. Auch hier muss also auf das Dressing geachtet werden. Wenn Früchte im Salat gewünscht sind, dann besser süsse wie Papaya oder Melone auswählen. Saure Früchte wie Orangen oder Äpfel harmonieren oft schlecht mit trockenen Weinen. Wenn das Dressing weinfreundlich ist, sind diese Salate als Vorspeise geeignet und schmecken hervorragend mit eleganten Schaumweinen, leichten Rosés oder fruchtbetonten Weissweinen.

Curry-Reissalat

Zu Curry-Reissalat: aromatischer, milder Weisswein wie Blanck Gewürztraminer Alsace AOC.
Aromatisches, mildes Curry harmoniert mit den exotischen Aromen des Gewürztraminers und die breite, säurearme Art des Weins bringt zusätzliches Volumen und Schmelz in das Gericht.

Thailändischer Papayasalat

Zu thailändischem Papayasalat: ein süsser, aber trotzdem erfrischender Schaumwein wie Araldica Moscato d' Asti.
In der Thaiküche ist Chili ein fester Bestandteil. Der sehr tiefe Alkoholgehalt (5–6 Volumenprozent) und die Restsüsse des Moscato d' Asti verhindern brennende Schärfe im Gaumen, und die fruchtig-traubigen Aromen des Weins passen hervorragend zu Papaya.

Meeresfrüchtesalat

Zum Meeresfrüchtesalat passt eine Vielzahl von trockenen, frischen Weissweinen.
Meeresfrüchtesalat mit Muscheln und Crevetten hat oft eine spürbar süssliche Note und wird meist mit Zitronensaft, Olivenöl und je nach Geschmack mit Kräutern angemacht. Wenn der Zitronensaft vorsichtig dosiert wird, passt eine Vielzahl von trockenen, frischen Weissweinen sehr gut.

Meeresfrüchtesalat mit Kräutern

Zu Meeresfrüchtesalat mit Kräutern: ein aromatisch-frischer Weisswein wie Sancerre Fournier.
Sancerre weist ein kräuterig-salziges Eigenaroma auf, das hervorragend mit dieser Zubereitungsart harmoniert.

Rustikaler Meeresfrüchtesalat

Zu rustikalem, aber schmackhaftem Meeresfrüchtesalat, nur mit Olivenöl, wenig Zitronensaft, Salz und Pfeffer angemacht: ein bodenständiger, mineralischer Chablis wie Les Vaillons A. Bichot Chablis Premier Cru AOC.
Chablis hat ein dezentes Aroma und ist die erfrischendste Variante von Chardonnay. Trotz seiner Eleganz bringt er auch Schmelz und somit zusätzliches Volumen in das Gericht.

Deftige Salate / Hausmannskost

Deftige Salate verlangen nach einem kräftigen Wein.
Unter deftigen Salaten verstehen wir Siedfleischsalat, Wurst-Käse-Salat und andere schwere Salate, die meist als Hauptgang gegessen werden. Diese Salate, oft auch lauwarm genossen, verlangen nach einem kräftigen Wein. Und gerade weil diese Salate herzhafte Zutaten haben und komplexere Aromen aufweisen, sind sie gut mit Wein kombinierbar. Auch hier muss allerdings hauptsächlich auf das Dressing geachtet werden. Wenn das Dressing weinfreundlich ist, schmecken solche Salate hervorragend mit Weissweinen, die im Barrique ausgebaut wurden, mit kräftigen Rotweinen und gereiften, nach traditioneller Methode gekelterten Schaumweinen.

Wurst-Käse-Salat

Zu Wurst-Käse-Salat: ein kräftiger, säure- und tanninreicher Rotwein wie Chianti Ricasoli.
Wurst und Käse haben beide einen recht hohen Fettgehalt. Deshalb passt ein Wein, der mit jedem Schluck den Gaumen mit Säure und Tannin vom Fett befreit. Der rustikal-südländische Charakter von Sangiovese bringt diesem Gericht auch die nötige Atmosphäre.

Pastasalat mit Gemüse und Käse

Zu Pastasalat mit Gemüse und Käse: ein saftig-fruchtbetonter Rotwein ohne viel Barrique wie Quinta Nova.
Da Pasta wenig Eigengeschmack hat, ist meist recht viel Dressing mit im Spiel. Um das Dressing und den Salat mit einer fruchtigen Komponente zu ergänzen, passt ein Wein, der intensives Fruchtaroma aufweist, ausgezeichnet.