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Graciano

Graciano ist in vielen Ländern zu Hause und hat entsprechend verschiedene Namen. Sie sind teilweise verwirrend, da dieselben Bezeichnungen an verschiedenen Orten jeweils völlig andere Rebsorten meinen. So hat der Graciano zum Beispiel mit der Négrette oder der Monastrell nichts gemeinsam.
Die Heimat des Graciano ist eindeutig Spanien. Vor der Reblauskatastrophe wurde er im Ebrotal hoch geschätzt, war danach aber fast vom Aussterben bedroht. Im Zuge der Klassifizierung des Rioja-Gebiets im Jahr 1991 gewann er erneut an Anerkennung. Aus dem Graciano hergestellte Weine sind dunkelfarbig, gerbstoff- und extraktreich und besitzen eine markante Säure. Er dient als Verschnittpartner in Rioja-Weinen, wird in kleinen Mengen aber auch sortenrein vinifiziert.