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Peter Keller erklärt Ihnen die Eigenschaften und Voraussetzungen von Cuvées und reinsortigen Weinen.

Burgund oder Bordeaux?

Der Titel ist vielleicht etwas zugespitzt, wenn es um deutsche Weine geht. Aber er illustriert perfekt, ob reinsortige Weine oder Cuvées, also ein Verschnitt von mehreren Weinen aus verschiedenen Rebsorten oder Lagen, die bessere Wahl sei.
Ein roter Burgunder ist stets reinsortig. Er besteht aus Pinot noir. Ein Bordeaux dagegen enthält in der Regel mehrere Varietäten, vornehmlich Cabernet Sauvignon und Merlot, kombiniert mit kleinen Anteilen von Cabernet Franc, Petit Verdot und vereinzelt Malbec. Es hängt mit der persönlichen Vorliebe zusammen, welchen Wein man lieber mag. Exzellent können beide sein.
Doch wann wählen Winzer und Winzerinnen die eine oder andere Option? Es hat wohl vor allem mit der Tradition im jeweiligen Anbaugebiet zu tun. So darf ein Châteauneuf-du-Pape aus bis zu 13 Rebsorten bestehen. Auch im portugiesischen Dourotal schwört man auf die Kunst der Vermählung. Ziel der Assemblage besteht darin, dass der verschnittene Wein besser schmeckt als jede Partie für sich. Die Winzer wollen eine Harmonie aller Elemente wie Aromen, Tannine, Säure, Alkohol und auch Farbe erreichen. Es hängt aber auch damit zusammen, dass nicht alle Sorten gleichzeitig zur Lese bereit sind. Witterungseinflüsse können somit mit einer Cuvée ausgeglichen werden. Reift eine Varietät nicht optimal aus oder ist der Ertrag gering, kann mit einer anderen korrigiert und ausgeglichen werden.
Berühmte Anbaugebiete, nicht nur das Burgund, sind reinsortigen Weinen zugetan, etwa das Piemont mit dem aus Nebbiolo gekelterten Barolo- und Barbaresco-Weinen oder Kalifornien mit dem Cabernet Sauvignon. Dergestalt wird der Charakter einer Sorte und seiner jahrgangstypischen Herkunft besonders hervorgehoben. Auch Deutschland ist traditionell mit reinsortigen Weinen gesegnet, Riesling, Scheurebe, Grauburgunder oder Spätburgunder, um einige Beispiele zu nennen. Auch das Weingut der aufstrebenden Winzerin Julia Schittler aus Rheinhessen lebt diesem Credo nach. Für die Edition Peter Keller hat die Deutsche indessen eine Ausnahme gemacht. Aus Chardonnay und Weissburgunder ist ein facettenreicher, komplexer und eleganter Weisswein entstanden – konsequent trocken und mit einer guten Säure ausgestattet. Die gelungene Spezialabfüllung gibt es exklusiv bei Mondovino.
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75cl

Rheinhessen Chardonnay-Weissburgunder Edition Peter Keller 2021 Weingut Julia Schittler

Deutschland, 2021

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Der Chardonnay-Weissburgunder Edition Peter Keller 2021 von Julia Schittler vereint zwei exzellente Rebsorten zu gleichen Teilen. Der deutsche Weisswein zeigt sich mit herausragenden Eigenschaften. In der Nase enthüllt sich ein feiner Duft von gelben Früchten und würzigen Kräuternoten. Sowohl im Bouquet als auch im Gaumen ist das Holz perfekt eingebunden und nicht dominant. Die speziell abgefüllte Cuvée ist trocken, mittelschwer, elegant, gut strukturiert, tiefgründig und relativ langanhaltend. Aufgrund seiner schönen Fülle eignet sich der Wein bestens als Begleiter zu Fischgerichten und hellem Fleisch. Die handgelesenen Trauben kommen aus dem Zornheimer Berg in Rheinhessen. Die rund 30-jährigen Reben wachsen auf Kalk- und Lehmböden, die sich gut für Chardonnay und Weissburgunder eignen. Der Wein wird spontan mit wilden Hefen im Barriques vergärt. Julia Schittler hat den Chardonnay in neuem, den Weissburgunder in gebrauchtem Holz ausgebaut. Wenig Schwefel wurde lediglich bei der Abfüllung beigegeben. Die spannungsreiche Cuvée hält sicher zehn Jahre und gewinnt mit der Reife an Vielschichtigkeit.

Preis
10% ab 6

24.50

Preis pro 10 Zentiliter
3.27/10cl
Aktion nur online gültig