Warenkorb

Ihr Warenkorb ist noch leer.

Fügen Sie ein Produkt hinzu und starten Sie Ihren Einkauf.

Gesamtsumme

Warenwert:
CHF
Liefergebühren:
CHF

Gesamt:

CHF

Naturweine - ein Nischenprodukt oder mehr?

Kein Thema wird so kontrovers diskutiert wie Natural Wines. Aber was versteht man überhaupt darunter? „Naturwein“ ist kein geschützter oder gesetzlich geregelter Begriff. Für die Produktion gelten indessen gewisse Richtlinien. So entstehen Natural Wines möglichst ohne Zusatzstoffe. Lediglich der Einsatz wilder Hefen ist erlaubt, um den Tropfen spontan zu vergären. Hinzugefügt oder weggenommen wird nichts: keine Enzyme, kein Aufzuckern, weder Entsäuerung noch Aufsäuern, keine Schönung und Filtration, möglichst keine Zugabe von Schwefel oder sehr geringe Mengen bis höchstens 40 mg/l. Aus Respekt vor der Natur arbeiten die Winzer im Rebberg ökologisch oder gar biodynamisch.
Diese Art der Vinifikation bringt es mit sich, dass man im Keller peinlichst genau auf Hygiene achten muss. Sonst gibt es Weine, die mikrobiologisch zweifelhaft erscheinen, durchoxidiert sind oder deutliche Fehltöne aufweisen. „Naturweine müssen sauber sein und dürfen weder stinken noch eine flüchtige Säure aufweisen“, erklärt die österreichische Winzerin Stefanie Renner, die zu den Stars in Sachen Natural Wines gehört. Zusammen mit den Geschwistern Susanne und Georg hat sie die Linie „Rennersistas“ aufgebaut. Mit diesen Weinen sorgt das Trio seit einiger Zeit für Furore. Für die Edition Peter Keller hat das Gut aus dem Burgenland einen vorbildlichen, spannungsreichen, natürlichen Blaufränkisch 2017 abgefüllt (exklusiv erhältlich auf www.mondovino.ch).
Stefanie Renner schätzt an den Natural Wines die Tatsache, dass die Stilistik ein breites Spektrum umfasst. Das Ziel sei jedoch stets, das Terroir, die Herkunft unverfälscht in die Flasche zu bringen, ergänzt die engagierte Winzerin. Die Gewächse würden sich durch eine unverfälschte Frucht sowie mehr Lebendigkeit als konventionell erzeugte Beispiele auszeichnen. Im Gegensatz zu anderen Produzenten ist Schwefel kein Dogma für Renner. Wenn es erforderlich ist, wird eine kleine Menge dazugegeben.
Die Gärung und der Ausbau von Natural Wines können in unterschiedlichen Behältnissen erfolgen, vom traditionellen Holzfass über das Beton-Ei bis zur Amphore. Namentlich Weissweine aus der Amphore fallen durch eine ungewohnte Aromatik aus. Das hängt damit zusammen, dass es sich oft um sogenannte Orange Wine handelt. Ein Naturwein kann, muss aber nicht, ein Orange Wine sein. Die Bezeichnung steht für einen Weisswein, der wie ein Roter an der Maische vergoren wird. Weisse werden in der Regel sofort oder nach kurzer Maischestandzeit abgepresst. Dank dem längeren Verweilen an den Traubenhäuten fällt die Farbe deutlich intensiver aus, eben orangefarben. Die Weine sind zudem oft trüb, weil sie nicht filtriert werden.
Natural Wines sind eine spannende Ergänzung auf dem Planeten „Wein“. Aber nur dann, wenn sie wirklich sauber vinifiziert sind und Genuss bereiten. Naturwein ist im riesigen Angebot jedoch eine Nische - und wird es künftig wohl auch bleiben.