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Es finden sich heute in zahlreichen Weinregionen in aller Welt schweizerischeWinzer, die für Furore und Aufsehen sorgen.

Schweizer Winzer im Ausland

Bauern, die zu Hause keine Zukunft sehen, Aussteiger, Investoren, Visionäre: Es gibt für Schweizer und Schweizerinnen viele Beweggründe, den Traum von einem Weingut im Ausland zu realisieren. In jedem Fall braucht es einen langen Schnauf, eine gute Portion Gelassenheit und nicht zuletzt das nötige Kleingeld. Heute finden sich in zahlreichen Weinregionen in aller Welt einheimische Winzer, die für Furore und Aufsehen sorgen.
Den ehemaligen Banker Marcel Bühler hat es nach Südfrankreich verschlagen. In der Appellation Roussillon hat er die Domaine des Enfants aufgebaut. Das öde Büro wurde mit einer magischen Landschaft getauscht. Hektik und Stress sind Ruhe und Zufriedenheit gewichen: Bühler pflegt aussergewöhnliche Rebstöcke und beobachtet, wie die genügsamen Pflanzen unter seiner Fürsorge erstarken und gedeihen. Mit dem Endprodukt, charaktervollen und authentischen Weinen, kann er nicht nur sich selber, sondern auch anderen Menschen Freude bereiten und diese vielleicht auch berühren. Wein als Natur- und Kulturprodukt. Das gilt auch für die Spezialabfüllung «L’Enfant Perdu» für die Edition Peter Keller, die exklusiv bei Mondovino erhältlich ist.
Während Marcel Bühler inzwischen auf eine bereits 15-jährige Vergangenheit zurückblickt, kann die in der Toskana tätige Barbara Widmer in diesem Jahr eine Reihe von Jubiläen feiern. Ihre Eltern hatten vor 40 Jahren das verwahrloste Gut Brancaia mitten im Chianti Classico erworben, und zwar nicht als prestigeträchtiges Investment, aber mit dem Ziel, hochwertige Weine zu erzeugen. Dies wurde erreicht. Vom Spitzenwein Il Blu, einem Cuvéee aus Merlot, Sangiovese und Cabernet Sauvignon, kommt mit dem 2018er im Herbst der 30. Jahrgang auf den Markt. Es ist gleichzeitig der 20. Jahrgang, für den Barbara Widmer verantwortlich ist. Sie feiert 2021 zudem ihren 50. Geburtstag. Mehr Festivitäten gehen fast nicht mehr.
Brancaia zählt gewiss zu den bekanntesten Weingütern im Ausland, die in Schweizer Besitz sind. Doch die Reihe könnte mit zahlreichen Namen erweitert werden. So ist Musiker Dieter Meier mit dem Gut Ojo de Agua in Argentinien tätig. Der Schweizer Unternehmer Silvio Denz ist stark im Bordeaux engagiert. Ihm gehören etwa die Châteaux Faugères, Péby-Faugères und Lafaurie-Peyraguey. Und vielleicht noch ein Geheimtipp in Deutschland: Urban Kaufmann, der zu Hause einst eine renommierte Käserei geleitet hatte, übernahm im Rheingau ein Weingut und führt es jetzt zu neuen Höhen.
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75cl

Vin de Pays Côtes Catalanes L'Enfant Perdu Edition Peter Keller

Frankreich, 2017

Durchschnittliche Bewertung: 3.0 von 5 2 Bewertungen

Die südfranzösische Domaine des Enfants des Schweizers Marcel Bühler steht für handwerklich produzierte Weine mit hohem Qualitätsanspruch. Nachhaltiges, biologisches Arbeiten im Rebberg ist für den Winzer selbstverständlich. L’Enfant Perdu Edition Peter Keller ist Ausdruck seiner Philosophie. Wie im Roussillon üblich, handelt es sich um eine Cuvée aus verschiedenen regionaltypischen Rebsorten, in diesem Fall zu 66% Syrah sowie zu je 17% Grenache und Carignan. Die Reben wachsen auf Schiefer- und Lehmböden. 2017 war ein warmes Jahr. Das Resultat ist eine tieffarbene, gut strukturierte Spezialabfüllung mit einer vielschichtigen, klaren Aromatik von dunklen Früchten, Kräutern, Gewürzen und mineralischen Anklängen. Im Gaumen ist er kraftvoll und mächtig, aber dank einer guten Frische überhaupt nicht opulent. Perfekte Balance und eine schöne Länge runden das kompakte und trinkbereite Gewächs ab. Es kann aber auch noch einige Jahre gelagert werden und ist ein idealer Begleiter zu Grilladen.

29.95

Preis pro 10 Zentiliter
3.99/10cl
Mondovino Highlights: Ausgesuchter Weingenuss