Keine Kamera verfügbar. Bitte Zugriff auf Kamera erlauben und Applikation neu starten.

Bio-Wein – eine Erfolgsgeschichte!

Ein lebendiger Rebberg mit kräftigen, robusten Reben und einem gesunden Boden ist die Grundlage für feine Bio-Weine. Über 400 Bio-Winzer bauen in der Schweiz hervorragende und charakterstarke Weine an.
Wurden anfangs des 21. Jahrhunderts knapp 250 Hektar Reben biologisch bewirtschaftet, wuchs diese Fläche dann im Jahr 2010 auf 440 Hektar und erreichte im Jahr 2017 die 1'000 Hektar-Grenze. Vor allem in den letzten drei Jahren hat sich dieser Wert dank Neu-Umstellern nochmals stark vergrössert. Im 2020 bewirtschafteten bereits 467 Bio-Winzer Ihre Reben nach Bio-Richtlinien. Dies entspricht 13 % Prozent der Schweizer Rebbaufläche.
Eine besonders starke Zunahme der auf biologischen Weinbau umgestellten Flächen lässt sich in den Kantonen der Westschweiz, im Wallis und Bündnerland beobachten. Aktive Bio-Weinszenen sowie die zum Teil günstigeren klimatische Bedingungen lassen auch in diesem Jahr auf eine Zunahme der Bio Anteile in den besagten Regionen erhoffen.
Biowein ist nicht mehr nur ein Genussmittel für Ökovernarrte und Sandalenträger, sondern ist bei der breiten Bevölkerung angekommen. Immer mehr Konsumenten legen Wert auf Nachhaltigkeit, Biodiversität und Regionalität und möchten dabei auch beim Wein keine Kompromisse mehr eingehen. Und immer mehr bekannte Weingüter auf der ganzen Welt stellen auf Bio um.

Was Sie über Bio-Weine wissen müssen

Artenvielfalt im Rebberg

Der Bio-Rebbauer verzichtet auf die Herbizidbehandlung unter den Rebstöcken und fördert blühende Untersaaten. Zudem stellt er einen Teil des Rebbergs dem Ökoausgleich zur Verfügung, in Form von Magerwiesen, Trockenmauern, Hecken und Bäumen. Zudem schafft er Schlupflöcher, Brutplätze und Nischen für Insekten, Vögel und Amphibien. Ein Knospe-Rebberg ist daher ein vielfältiger Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten.

Knospe-Weine sind «ungeschminkt»

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Label-Weinen ist die Positivliste der Knospe-Richtlinie. Diese beinhaltet nicht wie sonst üblich die verbotenen, sondern explizit die zur Kelterung zugelassenen Hilfsmittel. Alle nicht erwähnten Zusätze sind verboten. 

Spitzenwinzer setzen auf Bio-Qualität

Eine Qualitätssteigerung ist mit konventionellem Weinbau kaum mehr möglich. Immer mehr Spitzenweingüter haben diesbezüglich den Vorteil des Bio-Weinbaus erkannt und stellen ihre Betriebe um. Es sind immer häufiger Bio-Weine mit einer auffallenden Qualität, welche an nationalen und internationalen Prämierungen die oberen Ränge besetzen.

Umstellung auf die Knospe

Produkte, die während der 2-jährigen Umstellphase vom konventionellen auf den biologischen Landbau erzeugt werden, tragen die Umstellungs-Knospe. Die Vorschriften und Kontrollen entsprechen während der Umstellzeit denen der anderen Knospe-Produkte. Gemäss den Bio Suisse Richtlinien muss grundsätzlich der gesamte Betrieb bzw. die gesamte Betriebsfläche auf biologischen Anbau umgestellt werden. Bei den Dauerkulturen (z.B Wein) ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, innerhalb von fünf Jahren schrittweise umzustellen. 

Prävention statt Pestizide

Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind im Biolandbau tabu. Die Knospe-Winzer schützen ihre Reben vor Schädlingen und Krankheiten mit pflanzenstärkenden Präparaten und setzen vermehrt auf Rebsorten, die auf natürliche Weise widerstandsfähiger gegen Pilzinfektionen sind (PIWI-Sorten). Wichtig im Bio-Rebbau ist das Entlauben: In einem gut ausgelichteten Blattwerk können die Pilzsporen schlechter keimen. Dabei nehmen Knospe-Winzer meist viel Handarbeit auf sich.

PIWI – die pilzwiderstandsfähige Sorte

Der Name PIWI (abgeleitet von «pilzwiderstandsfähig») kennzeichnet Hybridreben, die in der Lage sind, Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau (Oidium), Falscher Mehltau (Peronospora) und Grauschimmel (Botrytis) spontan zu bekämpfen, ohne dass eine Behandlung notwendig ist.
Die Resistenz gegen Pilzkrankheiten wird durch Hybridisierung erreicht: Die Paarung oder Kreuzung zweier Pflanzen oder Linien unterschiedlichen Genotyps wird als Hybridisierung bezeichnet. Die auch als Hybriden oder interspezifische Sorten bezeichneten Neuzüchtungen sind aus Kreuzungen zwischen europäischen Reben und pilzresistenten amerikanischen Reben hervorgegangen. Das Ziel ist dann erreicht, wenn die neuen Reben die Pilzresistenz der amerikanischen Sorten und die organoleptischen Eigenschaften der europäischen Rebe erben. Alle diese Auswahlen sind GMO-FREI. «GMO-frei» bedeutet folglich, dass die Züchtungen «frei von Gentechnik» sind.
Der Prozess der Weinbereitung erfordert große Aufmerksamkeit, vor allem im Hinblick auf die technische Bewertung des Produkts, da es sich nicht um eine traditionelle Traube bzw. einen traditionellen Wein handelt, sondern um etwas Neues mit ganz anderen Eigenschaften.

Bio Suisse – Gut gewählt: Knospe-Wein

Wenn Bio, dann richtig. So auch beim Knospe-Wein. Er stammt ausschliesslich von Weingütern, die den ganzen Betrieb biologisch bewirtschaften.
Knospe-Produkte stehen für Genuss, höchste Qualität, strenge Richtlinien und eine sorgfältige Verarbeitung ohne künstliche Zusätze. Knospe-Weine sind von Natur aus ausgezeichnet: Bio-Winzer verzichten auf chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger und setzen bei der Schädlingsbekämpfung vermehrt auf pflanzliche oder mineralische Präparate. Ein Knospe-Rebberg erkennt man an der dichten Begrünung rund um die Reben und am gesunden Boden. Hier finden viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum und die Biodiversität wird aktiv gefördert.

Vielfältiges Bio-Wein Angebot bei Coop

Unser Bio-Weinsortiment umfasst sowohl Rot-, Weiss- und Roséweine als auch Schaumweine und erfüllt somit alle Wünsche von Weinliebhabern. Rund ein Viertel der Bio-Weine stammt aus der Schweiz und der Rest aus den bekanntesten Weinregionen der Welt. Unter Naturaplan haben wir 1994 mit Domaine des Coccinelles den ersten Bio-Wein in unser Coop-Weinsortiment aufgenommen. Heute umfasst das Bio-Weinangebot rund 100 vollmundige Tropfen – davon sind rund 20 Weine aus der Schweiz.