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Weinglossar

Die Weinwelt und ihre Begriffe. Das Weinglossar unterstützt Sie bei der Suche nach hilfreichen Informationen rund um das Thema Wein.
Fachbegriff
Erklärung
Barrique
Bezeichnung für eine Fassgrösse, in der Regel mit 225 Litern Inhalt. Wird vorzugsweise aus französischer und amerikanischer Eiche unterschiedlicher Herkünfte gefertigt. Barriques werden von innen getoastet und geben dem Wein je nach Grad der Röstung eine zusätzliche Geschmacksdimension. Durch die Lagerung im Barrique entsteht das typische Kokos- und Vanillearoma, aber auch die Feinoxidation wird gefördert.
Botrytis cinerea (Edelfäule)
Besonders bei Süssweinen erwünschter Schimmelpilz, der den voll ausgereiften Trauben Wasser entzieht und Zucker, Säure und Aromastoffe konzentriert.
Assemblage
Das selektive Mischen, Kombinieren resp. Verschneiden von unterschiedlichen Weinen, zum Beispiel aus verschiedenen Jahrgängen, Rebsorten, Weinlagen.
Stecklinge
Aus Stecklingen entstehen neue Reben. Entweder wird ein Absenker in den Boden gesteckt, damit er eigene Wurzeln schlägt und sich dann zu einer neuen, selbstständigen Pflanze entwickelt. Das heißt, es erfolgt keine Veredelung und eine wurzelechte Rebe entsteht. Oder eine bewurzelte Unterlagsrebe wird mit einem Edelreis veredelt wodurch eine gegen die Reblaus resistente Pfropfrebe entsteht.
Véraison
Abschnitt des Vegetationszyklus der Weinrebe bei dem die Reife der noch harten, grünen Traubenbeeren beginnt. Die Beeren werden weicher und der Glucose- und Fructosegehalt steigt an. Die Beeren werden langsam reif und nehmen an Volumen zu.
Fruchtansatz
Wichtigstes Stadium im Vegetationszyklus der Rebe, in den sich der Übergang von der Blüte zur Beere vollzieht. Nur Blüten die befruchtet sind, werden zu Beeren. Dies sind im Schnitt ca. 30 % aller Blüten
Mehltau
Mehltau ist eine Bezeichnung für durch Pilze verursachte Rebkrankheiten, die durch weissen bis öligen Belag auf Blättern, Beeren und Ranken in Erscheinung tritt. Es wird zwischen falschen Mehltau (Peronospora) und echtem Mehltau (Oidium) unterschieden.
Rebschnitt
Methode, die das Wachstum der Triebe beeinflusst. Zumeist wird der Hauptschnitt in den Wintermonaten vorgenommen (Winterschnitt), um das alte Holz zu entfernen. Der Sommerschnitt ist ein wichtiger Schritt, um die spätere Lesemenge zu bestimmen. Im Laufe des Jahres werden immer wieder Korrekturen beim Rebschnitt vorgenommen. Eine wild wuchernde Rebe würde nur minderwertige Trauben liefern.
Aufbinden
Fixierung der Triebe an Heftdrähten, um für Rebschnitt, Laubauslichtung und Lese günstige Voraussetzungen zu schaffen und zur Vorbeugung von Rebkrankheiten. Das Aufbinden erfolgt im Frühjahr und während des Sommers. Diese Technik wird vor allem in kontinentalen Anbaugebieten verwendet, wo Reben an Drahtanlagen erzogen werden.
Blanc de Blancs
Weisswein bzw. Schaumwein, der ausschliesslich aus weissen Rebsorten gekeltert wird.
Vinifikation
Weinbereitung. Darunter versteht man den gesamten Vorgang vom Keltern der Trauben über das Vergären des Mostes hin zum fertig abgefüllten Wein.
Méthode Champenoise
Flaschengärverfahren bei Schaumweinen, wo die zweite alkoholische Gärung auf der Flasche erfolgt. Der Begriff Méthode Champenoise darf nur für Champagner verwendet werden.
Degorgieren
Entfernen des Hefesatzes, der bei der Produktion bei Schaumwein in der Flaschengärung entsteht.
Liqueur de dosage
Versanddosage. Sie besteht aus Most, Wein und Zucker oder einer Mischung davon. Diese Dosage wird dem Wein nach dem Degorgieren zugesetzt und bestimmt den Süssegrad des Schaumweines.
Tankgärung
Die Zweitgärung findet in einem grossen Drucktank statt. Dieses Verfahren steht im Gegensatz zur traditionellen Flaschengärung.
Flaschengärung
Die traditionelle Herstellungsmethode für Schaumwein. Der Wein wird in der Flasche mit Hefe zum zweiten Mal vergoren. Dabei wird dem durchgegorenen Grundwein bei der Abfüllung in die Flasche Liquer de Tirage zugesetzt. Die bei der Gärung entstehende Kohlensäure kann nicht entweichen und löst sich im Wein.
Liqueur de Tirage
Fülldosage. Sie ist eine Mischung aus unvergorenem, angegorenem oder konzentriertem Most oder aus Wein und Zucker, die der Cuvée zur Einleitung der zweiten Gärung (Flaschengärung) zugesetzt wird.
Appellation
Die Appellation d'Origine Contrôllée (AOC) grenzt das Anbaugebiet der Trauben ein und schreibt für die Qualität wichtige Parameter wie Höchstertrag, Traubensorten und Mindestalkoholgehalt vor.
Garrique
Garrigue ist eine strauchige, immergrüne Heide. Charakteristische Pflanzen sind unter anderem Rosmarin, Thymian, Lavendel und Salbei. Die Aromen dieser Kräuter werden oft in den Weinen aus Südfrankreich wiedergefunden.
Amphore
Die Amphore, ein bauchiges, enghalsiges Gefäss aus Tonerde, erlebt in biodynamischen Kreisen eine Renaissance und wird immer öfter für den Ausbau von Weinen verwendet.
Kohlensäure
Schweizer Weisswein wird oft mit etwas Kohlensäure abgefüllt. Diese ergänzt den Wein mit einem spritzigen Mundgefühl, das oft als frisch beschrieben wird.
Hanglagen
In kühlen und kalten Weinbaugebieten sind hochwertige Reblagen oft in nach Süden oder Südwesten ausgerichterer Hanglage angebaut. Dies erlaubt eine direktere Einstrahlung des Sonnenlichts am Nachmittag und Abend und deshalb eine höhere Reife der Trauben.
Extrakt
Das Extrakt ist die Summe der nichtflüchtigen Inhaltsstoffe eines Weins, wie etwa Minerale, Phenole, Glyzerin und nichtflüchtige Säure. Ein extraktreicher Wein fühlt sich im Gaumen dicht und strukturiert an, ohne dass er reich an Alkohol oder Körper sein muss.
Autochthone Rebsorte
Traubensorten, die nahezu ausschliesslich in einem bestimmten Anbaugebiet kultiviert werden. Oft in der jüngeren Vergangenheit nur knapp vor dem völligen Verschwinden gerettet, wie etwa die Humagne Rouge.
Nuancenreich
Kennzeichnet Weine mit auffallend breitem Duft- oder Geschmacksspektrum.
Trocken
Ein Wein, dessen Traubenzucker gänzlich vergoren ist, grundsätzlich ein frischer und säurebetonter Wein.
Kraftvoll
Trifft für körperreiche, grosse Weine mit eher hohem Alkoholgrad zu.
Retronasal
Beschreibt den Aromaeindruck, der aus der Mundhöhle über den Rachen in die Nase gelangt.
Edelfäule
Eine gewünschte Art von Schimmelpilz, der reife Trauben befällt und damit äusserst feine, komplexe und langlebige Süssweine hervorbringt.
Hugh Johnson
Bedeutender, einflussreicher englischer Weinkritiker und Herausgeber des Weinführers "Der kleine Johnson".
Buschform
Reberziehungssystem mit kurzem, frei stehendem Stamm ohne Unterstützungssystem und wenigen Seitenarmen.
Abgang
Nach- oder Endgeschmack. Ein langer Abgang ist ein Qualitätsmerkmal eines Weins. Weil es attraktiv ist, wenn das Aroma eines Weins noch spürbar ist, nachdem der Wein geschluckt worden ist.
Rauchig
Geruch nach Rauch, der oft durch den Holzeinsatz im Keller hervorgerufen wird. Bei Rebsorten wie Syrah, welche neben fruchtigen Noten viel Würze und auch erdige Noten aufweisen können, tritt das Raucharoma aber auch ohne Holzfassausbau auf.
Geschmeidig
Bezieht sich auf die Qualität der Tannine. Ein geschmeidiges Mundgefühl deutet auf reife, weiche Tannine hin. Das Gegenteil sind kantige / unreife Tannine, welche ein aufrauendes Mundgefühl hervorrufen.
James Suckling
Wurde bekannt als Chefredaktor des «Wine Spectator». Im Jahr 2010 machte er sich selbstständig. Er gilt als einer der einflussreichsten Weinkritiker. Die Bewertung der Weine beruht auf der international anerkannten 100-Punkte-Skala.
Rumtopf
Beschreibungsmerkmal, das auf Weine aus warmen Regionen und/oder aus bestimmter Herstellungsmethode hindeutet. Riecht und schmeckt nach gezuckerten und in Rum eingelegten Beeren und Früchten.
Animalisch
Solche Duft- und Geschmacksnoten sind vor allem in Rotweinen anzutreffen und erinnern an tierisches wie Leder, Sattel, Fell, Fleisch, Moschus etc.
Ätherisch
Ein positiver Geruchseindruck, erinnert an ätherische Öle.
Alterston
Wein mit ziegelroter und am Rand aufhellender Farbe, lässt noch keine Rückschlüsse auf die Qualität zu.
Balsamisch
Düfte von Harz und Nüssen werden positiv gewertet. Die Palette reicht von Eiche, Kiefer, Weihrauch, Sandelholz bis Honig und Eukalyptus.
Terroir
Umstrittener Begriff. Er umfasst im Wesentlichen den Boden, die lokale Topografie sowie das Makro- und Mikroklima im Rebberg.
Neuholzanteil
Wein kann in neuen oder gebrauchten Barriques ausgebaut werden. Neues Holz prägt den Wein während des Ausbaus stark mit Röst-/Vanille-/Kaffeearomatik. Bei der zweiten Füllung (gebrauchtes Holz) ist die aromatische Prägung nur noch etwa 1/4 so stark wie bei Neuholz.
Mineralik
Das Wort «mineralisch» hat sich in Weinbeschrieben etabliert und wird von Weinkritikern und Laien immer öfter gebraucht. Mit mineralisch wird ein Wein beschrieben, der Aromen von Kreide, Grafit, nassem Stein oder nasser Erde, Jod oder Ähnlichem aufweist. Doch wie kann ein Wein nach Mineralien riechen und schmecken? Mineralstoffe sind in der Regel geruchsfrei, und die nachweisbaren Mengen an Mineralien im Wein liegen deutlich unter der Wahrnehmungsschwelle des Menschen. Es lässt sich aber nicht abstreiten, dass viele Rieslinge von der Mosel nach Schiefer schmecken, Prioratweine nach nassem Stein und gute Pinot Noir oft nach Grafit.
Adstringierend
Steht für hohen Tanningehalt mit Tanninquelität, welche in der Mundhöhle zusammenziehend und rau wirkt.
Reduktiv
Bezeichnet das Vorhandensein von Aromen von Gemüse, Knoblauch oder Gummi. In manchen Fällen können diese Aromen durch Zufuhr von Sauerstoff ausgelöst werden.
Schmelzig
Steht für Wein mit hohem Extrakt- und Alkoholgehalt aus gut ausgereiften Trauben.
Verschlossen
Steht für jungen Wein, dessen Eigenschaften sich noch nicht entwickelt haben.
Prosecco
Seit 1. Januar 2011 gilt für Prosecco eine neue Zeitrechnung. Seit diesem Datum darf Prosecco nur noch dann auf der Flasche stehen, wenn der Perl- oder Schaumwein aus der Rebsorte Glera gekeltert wurde und die Trauben aus einer der neun für die Produktion von Prosecco zugelassenen Provinzen im Norden Italiens stammen.